EHV und CIS fordern Politik und S21-Gegner zu unverzüglichem und offenem Dialog auf

15.09.2010 | Angesichts der geplanten Großdemonstrationen am kommenden Samstag sehen der Einzelhandelsverband Baden-Württemberg und die City-Initiative Stuttgart erneut massive Störungen und damit verbundene Umsatzverluste auf den Handel zukommen. Für 15 Uhr planen die Gegner des Projekts eine Volksversammlung in der City, was wieder zu enormen Beeinträchtigungen für Kunden und Mitarbeiter führt. Die ständigen Aktionen schaden nicht nur der Branche, sondern auch nachhaltig dem Image der Einkaufsstadt Stuttgart, so die beiden Interessensorganisationen des Handels.

„So kann das nicht weiter gehen: der Handel und seine Kunden dürfen nicht immer wieder zwischen die Fronten geraten oder gar abgeschreckt werden, überhaupt noch in die City zu kommen. Gerade an unserem stärksten Einkaufstag, dem Samstag, sind Demonstrationen ein regelrechtes Abwehrschild für Einkaufswillige“, so EHV- Hauptgeschäftsführerin Sabine Hagmann. Viele Händler melden inzwischen deutlich spürbare Umsatzrückgänge und berichten von Kunden, die wegen der Demonstrationen und des Verkehrschaos nicht mehr in die City kommen wollten. „Wir verspielen hier unseren Ruf als beliebte, vielseitige und attraktive Einkaufsstadt“, warnt auch Stuttgarts City-Manager Hans H. Pfeifer. Deshalb fordern CIS und EHV von Politik und Verwaltung, endlich in einen zielführenden Dialog mit den Projektgegnern zu treten.

Betroffen von den innerstädtischen Aktionen der S21-Gegner sind nicht nur die Geschäfte im Gebiet Untere Königstraße. Der Geschäftsinhaber eines Modehauses in der Calwer Straße: „Die Stadtverwaltung und die Betreiber müssen mit klarer Sprache aufklären, diskutieren und diejenigen, die unsicher oder gegen das Projekt sind, mit Argumenten überzeugen. Nur so können die Demonstrationen eingedämmt werden.“

Hagmann: „Wir pochen erneut auf die Zusage der Politik, dass die Wirtschaft so wenig Einschränkungen wie möglich in Kauf nehmen muss. Dies gilt nicht nur für die eigentliche Bauzeit selbst, sondern auch für die Vorbereitungszeit. Und wir appellieren an die Gegner des Projekts, nicht die wirtschaftliche Stärke der Landeshauptstadt und der gesamten Region aufs Spiel zu setzen,