Dieser Sonntag: Verkaufsoffener Sonntag in Bad Fallingbostel? Alle Termine & Daten.

Inhaltsverzeichnis





 

Sehenswürdigkeiten in Bad Fallingbostel

Hof der Heidmark

Der Hof der Heidmark, der sich am Rande des Liethwaldes befindet, weist eine ganz besondere Geschichte auf. Als Heidmark werden 2 Gebiete der Lüneburger Heide bezeichnet. In der westlichen Südheide trifft man auf die Fallingbosteler Heidmark. Auch wenn es eine Ost- und eine Westheidmark gibt, so wird Heidmark oft nur auf den Ostteil begrenzt, der sich durch eine besondere Tragik in den Vordergrund schiebt. Denn durch den Bau des Truppenübungsplatzes Bergen 1936, der heute als einer der größten Europas gilt, mussten 3600 Einwohner von 500 Höfen ihre Heimat verlassen. Das Gebiet wurde fast völlig entsiedelt und ist heute militärisches Sperrgebiet. Die Gebietsbezeichnung „Heytmarke“ erscheint bereits im 15. Jahrhundert in den Vogtei-Registern. Die Bewohner damals hatten vieles während des 30-jährigen Krieges zu erdulden und mussten sich ihren Lebensunterhalt hart erarbeiten, als Bauern mit der Schnuckenhaltung und mit Zuverdiensten als Wanderarbeiter in Holland. Erst im 19. Jahrhundert ging es dort bergauf, als aus Heideland Äcker kultiviert werden konnten. Dadurch ergab sich ein neues Landschaftsbild, und ein wirtschaftlicher Aufschwung setzte ein. Die Heidmark konnte einen Zuwachs auch von Kaufleuten verzeichnen. Es gab reges wirtschaftliches und gesellschaftliches Leben. Mit dem Bau des Truppenübungsplatzes für die Wehrmacht endet jedoch die Geschichte dieser Kulturlandschaft. Der in Bad Fallingbostel wieder erbaute Hof der Heidmark (ehemals Bockholtshof) erinnert an diese Begebenheit und gilt als eine Gedenkstätte für die Orte, die seinerzeit von der Bevölkerung geräumt werden mussten. Es handelt sich dabei um einen historischen Hof aus dem Jahr 1642. Typisch an diesem Hof für die Region ist das Haupthaus, das auch als niedersächsisches Hallenhaus bezeichnet wird. An diesem Haupthaus, das vollständig erhalten ist, ist die Architektur ersichtlich, die für das 13.- bis 15. Jahrhundert typisch war. Auch die zahlreichen Nebengebäude, wie z. B. die originalen Treppenspeicher, lenken den Blick auf eine typische Hofanlage aus der Heidmark.

Bronzezeitliche_grabanlage_bei_brock

In der schönen Lüneburger Heide zwischen Vierde und Dorfmark befindet sich das Örtchen Brock. Genau dort findet man die bronzezeitliche Grabanlage „1000-jährige Linde“. Nach einem Orkan im November des Jahres 1972 wurde diese Linde ebenso stark beschädigt, wie große Teile des umliegenden Waldes. Dadurch kam die Grabanlage erst zum Vorschein.

Bereits 1976 wurde vom Verkehrsverein Dorfmark an der ursprünglichen Stelle eine neue Linde gepflanzt. Glücklicherweise waren die Wurzeln des alten Lindenstumpfes noch sehr stark. Somit konnte sich mit Hilfe des Grundbesitzers ein neuer Spross entwickeln und zu einem kräftigen Baum heranwachsen.

Weitere sechs Jahre später, nämlich 1981, konnte das Institut für Denkmalpflege in Vierde den Grabhügel Vierde 5 ausgraben. Hier fand man drei Ost-West ausgerichtete Körperbestattungen und einen halbwegs intakten Steinkranz. Im nördlichen Grab war sogar der Leichenschatten eines Kindes zu erkennen. Den Gräbern waren eine Bronzenadel und ein kleines Keramikgefäß beigefügt.

Das Zentralgrab offenbart die Baumsargbestattung eines Mannes. Ihm wurden eine Kugelkopfnadel, ein kurzes Vollgriffschwert und eine Lanzenspitze aus Bronze beigelegt. Dann gibt es noch ein südliches Grab, in welchem ebenfalls eine Baumsargbestattung entdeckt wurde. Allerdings handelte es sich hier um eine Frage. Ihr wurden zwei siebenrippige, bronzene Armstulpen sowie sieben blaue Glasperlen beigefügt. Da dies sehr spezielle Ausstattungen sind, geht man davon aus, dass sie aus einer einflussreichen Familie der mittleren Bronzezeit stammt.

Leider befand sich der Grabhügel auf einer Ackerfläche und musste zu Gunsten des Großflächenbaus weichen. Der damalige Kreisbeauftrage für die archäologische Denkmalpflege setzte sich für eine Rekonstruktion an der 1000-jährigen Linde ein.

Die Anlage ist direkt über die B 209 erreichbar. Vom Parkplatz des Gasthauses 1000-jährige Linde gelangt man zu Fuß in ca. 10 Minuten über die Böhme-Brücke zu den Grabanlagen.

Musterhauspark

Direkt an der A7, Abfahrt Bad Fallingbostel, befindet sich der größte Musterhauspark Deutschlands, erbaut vom Unternehmen Viehbrockhaus. Er gehört zu einem von 8 Parks in Deutschland. Der Grundstein für das Unternehmen wurde 1954 von Maurermeister Gustav Viehbrock gelegt. Der Musterhauspark besteht komplett aus massiv gebauten Häusern. Alle Objekte sind Stein auf Stein gebaut und jedes ist selbstverständlich komplett „schlüsselfertig“ erstellt. Auf ca. 50.000 qm finden sie über 20 solcher Musterhäuser zur Besichtigung. Jedes Haus ist in einem anderen Stil eingerichtet. Alle Häuser können alleine besichtigt werden. Es stehen aber auch jederzeit Berater zur Verfügung. Ein besonderer Service des Musterhausparks ist die Kinderbetreuung. An Wochenende und Feiertagen stehen fachliche geschulte Kinderbetreuer ohne weitere Kosten zur Verfügung. Wenn man schon konkretes Interesse hat, empfiehlt sich ein Termin mit einem Berater auszumachen. Die Beratung ist kostenlos und kann vorab telefonisch unter 05162·9758-0 oder per Email info@viebrockhaus.de vereinbart werden. Erst im Frühling 2011 wurde die Ausstellungshalle erneuert und bietet viele Highlights. Neben vielen anderen Neuheiten, zeigt sich hier die nagelneue Fliesen- und Keramikserie von Villeroy & Boch. Zwei der Musterhäuser wurde komplett umgestaltet. Hier kann man wunderbare neue Designs bewundern. Der Massivhauspark bietet auch etwas für den Gaumen. Im Bistro & Cafe Kleiber im Hauptgebäude des Parks gibt es täglich neue Leckereien zu einem fairen Preis. Seit neuestem gibt es den Mittagstisch auch für Selbstabholer. Außerdem richtet das Cafe Themengeburtstage für Kinder aus, z. B. Kapitän Schwarzbart. Außer einer Bauzeitgarantie von 3 Monaten bietet das Unternehmen Viehbrockhaus noch viele weitere Serviceleistungen, wie Versicherungen, Energiesparberatung und Unterstützung bei der Suche nach dem richtigen Finanzierungspartner an. Der Park hat täglich zwischen 10.00 Uhr und 17.00 Uhr geöffnet, auch an Wochenenden und Feiertagen. Der Eintritt ist selbstverständlich kostenfrei.

Kirche_st._martin_in_dorfmark

Alten Überlieferungen zufolge entstand die Kirche vermutlich in der Zeit um die Jahrtausendwende als Holzkirche auf dem Gerichts- und Thingplatz. Sie wurde im 14. Jahrhundert durch einen gotischen Bau mehr oder weniger ersetzt. Um 1519 wurde ein freistehender hölzerner Glockenturm für die Kirche errichtet. Zwei von den drei Stahlglocken wurden nach dem 2. Weltkrieg gegossen. Der Glockenturm ist einer der ältesten Europa und gehört zu den größten in der Lüneburger Heide. Nach der Renovierung des Holzglockenturms, sollen auch alle Interessierten die Möglichkeit haben diesen zu besichtigen. Das im Turm vorhandene Uhrwerk wird sicher auch viele Menschen anlocken

Eine weitere Besonderheit der St. Martin Kirche Dorfmark ist die Lage. Das Gotteshaus befindet sich nämlich am berühmten Jakobusweg. Dieser Pilgerweg führt durch viele Teile Deutschlands. Es gibt ihn aber auch zum Beispiel in Spanien und Frankreich.

Das Taufbecken stammt noch aus dem Jahre 1465 und hat eine plattdeutsche Inschrift. Außerdem kann man in der alten Kirche einen sehr wertvollen Passionsaltar besichten. Dieser stammt aus dem Jahre 1470 und wurde erst 1870 vom Hannoverschen Konsistorialbaumeister Hase neu gefasst. Es befinden sich auch eine Altarbibel aus 1610 und ein Altarleuchter aus 1465 in dem wunderschönen alten Bau.

Die Grundmauern blieben immer erhalten und auf ihnen wurde 1708 neben einem Forellenbach das heutige Kirchengebäude erbaut. Sie steht auf einem Hügel in der Ortsmitte. Wie es damals üblich war, ist der Friedhof direkt an der Kirche. Heute sind von diesem Friedhof nur noch Reste vorhanden.

Jeweils sonntags um 10.00 Uhr findet ein Gottesdienst statt. Die Kirche ist ansonsten von April bis Oktober zwischen 09.00 Uhr und 16.00 Uhr täglich geöffnet. Besichtigungen können über das Pfarramt vereinbart werden.

Die_sieben_steinhaeuser

Zwischen Bad Fallingbostel und Bergen in der schönen Lüneburger Heide findet man die „Sieben Steinhäuser“. Sie liegen inmitten des Truppenübungsplatzes Bergen.

Es handelt sich bei den Sieben Steinhäusern um Großsteingräber, welche 1923 unter Kulturschutz gestellt wurden. Dies wurde von Oberamtmann Heinrich von Quintus-Icilius angeregt. Man geht davon aus, dass die Großsteingräber in der Zeit 3500-2800 v.Christus entstanden sind. Das war die Endzeit der Trichterbecherkultur. Sie wurde wohl von sesshaften Bauern erschaffen. Ganz in der Nähe des Kulturdenkmals fließt der „Hohe Bach“.

Die Sprache ist zwar immer von den „Sieben Steinhäusern“, wirklich vorhanden sind allerdings nur fünf davon. Es gibt sogar eine Abbildung aus 1744. Auch hier sind nur fünf Gräber zu sehen. Da die sieben allerdings zur damaligen Zeit als magische Zahl galt, geht man davon aus, dass sie einfach ein Symbol für „viele“ darstellen sollte.

Die Gräber wurden in der Vergangenheit durch Erdhügel bedeckt. Erst durch die Jahre wurden die Steine wieder sichtbar. Endlich zwischen 1924 und 1937 wurden vier Gräber entdeckt. Man hat diese dann ausgegraben und restauriert. Das fünfte Grab liegt ca. 100 m entfernt und wurde erst etwas später entdeckt.

Das erste Mal schriftlich erwähnt wurden die Sieben Steinhäuser 1720 von dem Archäologen und Reiseschriftsteller Johann Georg Keyßler. In die damalige Welt hinausgetragen wurde diese Information durch den Heimatschriftsteller und Journalisten August Freundenthal, der Reiseberichte über die Grabstätten verfasst hatte.

Es ist nicht ganz einfach zu dem Denkmal zu gelangen, da es nur eine öffentlich Zufahrt, in Ostenholz, gibt. Der gesamte Weg führt durch viele Kilometer Sperrgebiet. Geöffnet sind die Steingräber nur an übungsfreien Tagen am Wochenende oder an Feiertagen zwischen 08.00 Uhr und 18.00 Uhr. Es gibt noch eine Alternative, um zu den Denkmälern zu gelangen. Das ist das im Herbst stattfindende Volksradfahren. Dazu wird der größte Teil des Platzes für Besucher frei gegeben.

St._dionysius

Die evangelische lutherische Kirche St. Dionysius befindet sich am Kirchplatz in Bad Fallingbostel. Der Namensgeber war Dionysius von Paris. Er war der erste Bischof von Paris und ein christlicher Märtyrer. Auch als Schutzheiliger von Krefeld war er bekannt. Das erste Mal erwähnt wurde Dionysius um das Jahr 250 als er Auszug um das Wort des Christentums zu verkünden. Zum ersten Mal wurde 1293 eine Kirche in Fallingbostel erwähnt. Die ev.-luth. Lehre kam zwischen 1525 und 1529 durch Ernst den Bekenner nach Fallingbostel. Ein großer Brand hat 1784 den neu angefügten Teil der Kirch sehr stark beschädigt. Erst 1829/1830 wird ein neuer dreischiffiger Kirchenbau errichtet. Der Baumeister F.W. Mithoff hat den gelblich verputzten Kirchenbau entworfen. Nur ein Jahr später wurde von Hoforgelbaumeister Christian Bethmann aus Linden eine neue Orgel eingebaut. Nach nicht ganz 100 Jahren war der Neubau der Orgel nötig. 1977 wurde die jetzige Orgel mit 22 Registern eingebaut. Dabei blieb das Orgelprospekt aus 1830 erhalten. Diese Arbeit hat die Berliner Orgelwerkstatt Karl Schuke übernommen. Der Kirchturm wurde erst im Jahre 1904 nachträglich angebaut. Die Leitung hatte damals der königliche Bauinspektor E. Schlöbcke aus Celle. Im Ersten Weltkrieg musste die Kirche beide Bronzeglocken abgeben. Mittlerweile gibt es wieder vier Bronzeglocken, welche im Jahr 1982 angebracht werden konnten. Aktuell plant die Kirche den Umbau und Anbauten des Gemeindezentrums Martin-Luther-Haus. Die Arbeiten sollen im Juli 2011 beginnen. Seit Juni 2011 hat die Kirche die Pastorenstelle neu besetzt. Erstmals in der Geschichte ist nun ein Pastorenehepar für die St. Dionysius Kirche in Fallingbostel tätig. Das Ehepaar bringt selbstverständlich auch ihre zwei Töchter mit in die Gemeinde.

Quintus_denkmal

Das Denkmal von Quintus-Icilius steht an der Kirche in Bad Fallingbostel. Es gibt außerdem noch eine Quintus-Schule, ein Mausoleum von Quintus und eine Quintus-Straße. Wenn man Bad Fallingbostel besucht, läuft einem der Name Quintus immer wieder über den Weg. Das liegt hauptsächlich daran, dass er sich um Bad Fallingbostel sehr verdient gemacht hat. Er wurde am 06. Mai 1798 in Hannover als Heinrich Guichard von Quintus-Icilius geboren. Diese Namenskombination war zur damaligen Zeit nicht üblich. Sein Großvater Carl Gottlieb Guichard erhielt von Friedrich dem Großen den Adelstitel Quintus-Iciliuis. So trug es sich zu, dass er ab diesem Tage seinen französischen Namen mit einem römischen Adelstitel kombinieren konnte. Auch Heinrich profitierte später noch davon. Seine Mutter überlebte die Geburt von Heinrich nicht und sein Vater verstarb nur ein Jahr später bei einem Duell. Heinrich Guichard von Quintus-Icilius wuchs somit ohne Eltern bei Verwandten auf. Er studierte Jura und wurde Verwaltungsjurist. Seine erste Frau, Luise Hedwig Elisabeth Schlüter, verstarb 1830 nach nur 7-jähriger Ehe. 1833 heiratete Heinrich die Schwester seiner verstorbenen Frau, Karoline Auguste Schlüter. Im Juli 1834 wurde er zur Amtsvogtei Fallingbostel versetzt. Dort gründete er gemeinsam mit einem Ökonomen und einem Vollhöfner die erste Sparkasse im Bezirk. Diese wurde am 01. Juli 1838 eröffnet. Damit war der Grundstein für die Bauernbefreiung gelegt, da die Sparkasse diese mit Krediten unterstützte. Am 11. September 1848 wurde Heinrich Guichard von Quintus-Icilius als Vertreter für den Wahlkreis 15 in die Frankfurter Nationalversammlung gewählt. Hier setzte er sich u. a. für die Aufhebung des Adels ein. Leider scheiterte dieses Vorhaben. Quintus-Icilius musste sich damit abfinden, dass das alte System gestärkt hervorkam. Am 19. Mai 1861 starb der Oberamtmann Heinrich mit 63 Jahren. Zurück blieben viel Hochachtung für den Mann, der sich so verdient um Fallingbostel gemacht hat. Nur 3 Jahre nach seinem Tod wurde das Denkmal an der Kirchhofsmauer der St. Dioniysius Kirche feierlich enthüllt.

Dorfbrunnen_in_dorfmark

In der wunderschönen Lüneburger Heide befindet sich das Örtchen Dorfmark. Der kleine Ort hat 3240 Einwohner und gehört zur Stadt Fallingbostel. Mitten auf dem Marktplatz prangt der Dorfbrunnen. Dieser Brunnen ist das Wahrzeichen von Dorfmark. Geziert wird es von der Figur einer Frau mit ihrer Katze und einer Ziege.

1854 wurde diese Frau als Dorothee Grünhagen geboren. Sie führte ein für diese Zeit sehr ungewöhnliches Leben als Frau. Sie war bis zu ihrem Tod unverheiratet, rauchte gerne Zigarre und trug stets eine Flinte bei sich. Sie jagte gerne und wirkte immer sehr grob und eher männlich. Am liebsten hielt sie sich fern von den Menschen und von Neuerungen hielt sie gar nichts. Sie errichtete einen Bauernhof ganz in der Nähe des Forstes Grefel. So kam sie dann auch zu ihrem Namen. Sie wurde von dem Tage an nur noch Grefel Dojen genannt.

1938 wurden viele Heidjer an den Ortsrand von Dorfmark umgesiedelt. Es wurde ein Truppenübungsplatz gebaut. So musste auch Grefel Dojen ihr Domizil verlassen. Nur ein Jahr später verstarb sie am 31. Juli 1939 auf dem Klötzenhof.

Im Jahr 2001 wurde auf dem Marktplatz in Dorfmark Ihr zu Ehren das Denkmal errichtet. Es soll zur Erinnerung an alte Zeiten dienen. Das Denkmal Grefel Dojen soll auch an die originellen Eigenarten vieler Heidjer zur damaligen Zeit erinnern. Die Menschen gehen gerne hierher und genießen die ruhige Atmosphäre. Im Sommer erfrischen sich die jüngsten Dorfmarker Einwohner am Brunnen. Er ist auch bis heute ein beliebter Treffpunkt für alle Generationen.

Hermann-loens-grab

In einem Tietlinger Wacholderhain zu Walsrode findet man die Grabstätte von Hermann Löns. Er war ein berühmter Heidedichter. Hermann Löns wurde am 29. August 1866 in Kulm/Westpreußen geboren. Er war eines von insgesamt vierzehn Kindern. Sein Vater war Friedrich Löns, ein Gymnasiallehrer und Clara Löns, geb. Cramer. Erst 1893, mit fast 27 Jahren, kam er das erste Mal in die Lüneburger Heide – nach Walsrode. Er hat sich sofort in die wundervolle Landschaft verliebt. Im Jahre 1887 machte Hermann Löns das Abitur in Münster/Westfalen. Er begann anschließend ein Medizinstudium in Greifswald. Bereits 1888 musste er aufgrund finanzieller Sorgen nach Göttingen wechseln. Sein Vater holte ihn wiederum nur ein Jahr später nach Münster zurück. Dort sattelte er dann auf Mathematik und Naturwissenschaften um. Auch das Studium gab er im Jahre 1890 auf. Gerüchten zu folge hing es mit großem Alkoholkonsum zusammen. Damals brach er mit seinem Elternhaus und betrat es nie wieder. Im Jahr 1889 lernte er seine spätere Ehefrau die Kellnerin Elisabeth Erbeck kennen. Er heiratete sie 1893 und ließ sich schon 1901 von ihr wieder scheiden. In der 8-jährigen Ehe erlitt Elisabeth fünf Fehlgeburten. Bereits ein weiteres Jahr danach, 1902, heiratete er in Hannover Lisa Hausmann. Sie war seine Arbeitskollegin. Man sagte ihr nach eine selbstbewusste Frau zu sein, die ihm intellektuell in nichts nach stand. 1906 bekamen sie einen Sohn. Der Junge kam körperlich und geistig behindert auf die Welt und verstarb 1968 im Altern von 62 Jahren. Bekannt wurde Hermann Löns als Zeitungsjournalist in Hannover durch eine Satirekolumne. Zwischen 1902 und 1904 wurde er auch als Buchautor, Naturliebhaber und Heidedichter berühmt. In der folgenden Zeit schrieb er auch Kurzgeschichten und Erzählungen. Da er auch die Natur und die Wildtiere sehr liebte, setzte er sich 1911 sehr für die Einrichtung des ersten deutschen Naturparks in der Lüneburger Heide ein. Im Jahre 1909 verliebte sich Löns in die 20 Jahre jüngere Hanna Fuess und schlug den Frauen eine Dreiecksbeziehung vor. Dies verweigerten beide Damen vehement. 1911 verließ ihn seine Frau und er verweigerte jegliche Zahlungen. Er verließ seine Heimat und zog durch Europa. Nach über einem Jahr kehrte er zurück und lebte von dem Tage an mit Ernestine Sassenberg zusammen. Sie war 24 Jahre jünger als er und ursprünglich das Kindermädchen der Familie. Mit bereits 48 Jahren meldete sich Herman Löns 1914 als Kriegsfreiwilliger. Am 26. September 1914 fiel er bei Loivre während eines Sturmangriffs. 1934 konnte man seine Überreste angeblich identifizieren und er wurde von Frankreich nach Deutschland überführt. Am 2. August 1935 wurde er feierlich in Walsrode bestattet. Sein Grabstein ist ein alter Findling.

Florafarm_ginseng_in_walsrode-bockhorn

Das Highlight in Bad Fallingbostel und Umgebung ist die Flora Farm Ginseng in Walsrode-Bockhorn. Das muss man gesehen haben. Die Ginsengpflanze ist sicherlich vielen aus der Werbung als Heilpflanze bekannt. Heinrich Wischmann, der „Erfinder“ des niedersächsischen Ginsenganbaus, hat bis Anfang der 80-er Jahre einen traditionellen Hof als Landwirt geführt. Durch einen Zufall las er über die Ginsengpflanze, einer Heilpflanze aus Asien, für die früher sogar mit Gold bezahlt wurde. Er beschloss die Kultivierung der koreanischen Pflanze in Niedersachsen. Der Landwirt musste viele Rückschläge einstecken und außerordentliche Geduld aufbringen. Aber er wurde belohnt. Nach 10 Jahren wuchs die Ginsengpflanze endlich auch in Deutschland. Seine Tochter Gesine gründete gemeinsam mit ihrem Mann das kleine Pharmaunternehmen FloraFarm Ginseng. Diese vermarkten bis heute die Produkte. Auch ein Onlineshop ist natürlich mittlerweile eingerichtet worden. Das gesamte Unternehmen ist nach wie vor in Familienhand. Auf dem Helkenhof kümmert sich Gesine Wischmann um die Gäste, Kunden und den Verkauf. Die Schwester Henrike Rodemeier und der Vater kümmern sich ausschließlich um die Ginsengpflanzen. Mittlerweile ist aus dem gemütlichen Bauerngehöft „Helkenhof“ die Schaltzentrale der FloraFarm Ginseng geworden. Die Besucher finden hier das Ginseng-Cafe und auch den Ginseng-Shop. Von hier aus starten die Führungen durch die Ginseng-Gärten. Für Gruppen werden viele Sonderführungen zu besonderen Themen angeboten. Von Mai bis September kann man um 16.30 Uhr die Ginseng Tea Time genießen und bekommt anschließend noch eine kostenlose Führung. Weitere 3 Höhepunkte im Jahr bietet die FloraFarm Ginseng ihren Besuchern. Jedes Jahr an Himmelfahrt findet das Ginsengfest zum Thema „Ginseng, Kunst und Kulinares“ statt. Am dritten Adventswochenende wird jährlich der Bockhorner Weihnachtsmarkt mit dem Motto „Ginseng, Kunst und Kurioses“ veranstaltet. Außerdem wird im September der jährliche Ginseng-Lauf organisiert. Die eingenommen Gelder werden für Hilfsorganisationen verwendet. Nicht mehr genutzte Ginsengfelder wurden zu einem schottischen 10-Loch Gowfplatz umgewandelt. Das ist ein Naturgolfplatz, wie es in Schottland noch viele gibt. Besonders viel Spaß haben die Neulinge im Golfsport. Die Ginsengberatung und der Verkauf sind montags bis samstags von 08.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet.

Megalithpark_osterberg

Den Megalithpark „Osterberg“ finden sie in Bad Fallingbostel. Die Archäologische Arbeitsgemeinschaft hat im Landschaftsgarten „Osterberg“ den Megalithpark errichtet. Dieser wurde geschaffen um den Menschen die Geschichte und auch die Geologie der Gegend um Bad Fallingbostel näherzubringen. Die riesigen Gesteinsstücke im Park beeindrucken durch ihre Form und Größe. Sie lassen erahnen, wie sie vor vielen 1000 Jahren entstanden sind.

Während der Eiszeit, ca. vor 200.000 Jahren, wurden riesige Gesteinsmengen gemeinsam mit Sand, Ton und Kies von Gletschern in Skandinavien nach Bad Fallingbostel und Umgebung transportiert. Die Gesteinsbrocken können viele Geschichten erzählen. Auf der langen Reise von Skandinavien nach Deutschland haben sich die Findlinge im Aussehen stark verändert. Sie wurden runder, kleiner und auch sehr verschrammt. Bei besonders ausgeprägten Leitgesteinen ist es möglich den Ursprung und die Fließrichtung darzustellen.

Man findet im Megalithpark allerdings auch einige Findlinge, welche starke Gebrauchsspuren aufweisen. Diese entstanden in einer Zeit, in der die Menschen die Steine als Baumaterial entdeckten. Um diese riesigen Stücke transportieren und verarbeiten zu können, wurden sie mit Schwarzpulver in kleinere Teile zerlegt. Oft wurden sie danach mit Keil oder Meißel weiter bearbeitet und zum Bau von Großsteingräbergräbern, Hünengräbern, Steinkisten oder für Fundamente von Kirchen, Wohnhäusern und Wehrbauten genutzt.

Fast alle im Megalithpark Osterpark vorhandenen Gesteinsbrocken stammen aus der Bronzezeit oder der jüngeren Steinzeit. Damals begann auch die Kultur der großen Steine. Diese Kultur wird in eigenen Regionen noch bis heute gelebt.

Sie können einfach einen Spaziergang durch den schönen Park mit all seiner Geschichte machen oder sich mit viel Informationsmaterial versorgen und sich jeden Stein genau anschauen.

Wissenswertes

Als Kreisstadt des Landkreises Soltau-Fallingbostel im Bundesland Niedersachsen fungiert der Ort Bad Fallingbostel. Seit dem Jahr 1976 ist Bad Fallingbostel ein staatlich anerkanntes Kneipp-Heilbad. Den Zusatz Bad darf der Ort seit August 2002 führen.

Bad Fallingbostel ist im Süden der sehr ansprechenden Landschaft der Lüneburger Heide eingebettet. Die Kreisstadt liegt nicht weit entfernt von den Orten Soltau und Walsrode. In der Nähe von Bad Fallingbostel liegt ein Truppenübungsplatz der Bundeswehr. Hier finden sich auch Kasernen der Streitkräfte des United Kingdoms.

Die Stadt verfügt über zwei Bahnhöfe, die an die Heidebahn von Hannover nach Soltau angeschlossen sind. Wer den Ort mit dem Auto erreichen will, kommt wahrscheinlich über die A 7, von der Bad Fallingbostel nicht weit entfernt liegt.

Der Ort ist in die Stadtteile Kernstadt, Dorfmark, Riepe, Vierde, Jettebruch und Mengebostel gegliedert.

Das Museum der "Archäologischen Arbeitsgemeinschaft e.V." öffnet seine Pforten immer wieder gerne für Besucher und Einheimische. Große Steine, die einst von Eismassen aus Skandinavien kommend bewegt worden sind, können im Megalithpark Osterberg bestaunt werden.

Auch die Sieben Steinhäuser lohnen einen Besuch auf jeden Fall. Es handelt sich hier um fünf Großsteingräber, deren Geschichte etwa 5.000 Jahre zurück geht. Eine weitere Grabanlage, aus der Bronzezeit stammend, ist beim Ortsteil Vierde zu finden.

Wer dann noch nicht genug geschichtliche Schätze erkundet hat, der begibt sich noch nach Wacholderhain und besucht das Hermann Löns-Grab.

Wer sich ins Stadtzentrum begibt, stößt auf die St. Dionysius-Kirche. Hier hat auch das Quintus-Denkmal seinen Platz gefunden.

Im Ortsteil Dorfmark freut sich die ebenfalls evangelische St. Martins-Kirche auf Gäste und Einheimische.

Bad Fallingbostel verfügt über einen sehr ansprechenden Kurpark, der gerne zu einem erholsamen Spaziergang einlädt.

Auch der Dorfbrunnen in Dorfmark ist ein Ort, an dem man sich gerne ausruht.

Zwei berühmte Söhne von Bad Fallingbostel sind die beiden Heimatdichter Friedrich Freudenthal und August Freudenthal.



Verkaufsoffener Sonntag in Bad Fallingbostel

Folgende Termine in Bad Fallingbostel und Umgebung haben wir in unserer Datenbank gefunden:




Es wurden leider keine aktuellen Termine zu verkaufsoffenen Sonntagen in Bad Fallingbostel gefunden. Termine in der Umgebung (nach Bundesland sortiert) findest hier.

Archiv

Keine vergangenen verkaufsoffenen Sonntage für Bad Fallingbostel im Archiv gefunden

Städte in der Nähe von Bad Fallingbostel:
walsrode (11.3km), soltau (21.7km), visselhoevede (22.6km), winsen-aller (27.5km), bergen-landkreis-celle (31.1km), schneverdingen (32.9km), kirchlinteln (34.6km), wedemark (36km), hambuehren (38.7km),



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