Dieser Sonntag: Verkaufsoffener Sonntag in Helmstedt? Alle Termine & Daten.

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Sehenswürdigkeiten in Helmstedt

Lübbensteine

Nördlich von der B1, kurz vor den Ortseingang von Helmstedt sind auf dem St. Annenberg zwei Großsteingräber zu finden: die Lübbensteine. Die Gräber liegen auf einem Hügel im Bereich von freien Feldern. Sie behielten im Laufe der Zeit ihre Originalstandorte. Beide noch vorhandenen Gräber bestehen aus lokalen Braunkohlequarziten, was einer Theorie widerspricht, dass die letzte Eiszeit die Megalithe an ihre jetzige Position befördert hat. Gelegentlich wird auch die Vermutung einer kultischen Bedeutung, ähnlich wie Stonehenge in England, geäußert. Fest zu stehen scheint, dass es sich aufgrund der Lage, der Anordnung der Steine, des Zugangs zu den Kammern und des Vergleichs mit anderen Megalithesteingruppen um Gräber handelt, die für die Nutzung über einen längeren Zeitraum für zahlreiche Bestattungen vorgesehen waren. Ihre erste Erwähnung erfuhren die Lübbensteine im Jahr 1488. Berichte und Zeichnungen sind seit dem 17. Jahrhundert überliefert. Archäologische Ausgrabungen gab es sowohl im Jahr 1733, hier wurden einige Scherben und etwas Asche gefunden, als auch im frühen 20. Jahrhundert. Ihre Errichtung schätzt man auf vor über ca. 4000 – 3500 Jahren.

Das bestens erhaltene Nordgrab weist eine Abmessung von 7 x 1,9 Meter auf. Eine Rekonstruktion spricht von einer ursprünglichen Abmessung von 14 x 5 Meter. Die Durchlässe der senkrecht aufgestellten Begrenzungsblöcke wurden trockenbauartig mit kleinen Steinen geschlossen. Die Kammern selbst waren mit Erdreich aufgefüllt. Der Name Lübbensteine wird etymologisch von den Begiffen „lüppe“ (Zauber, Zauberei) bzw. von „lubbenaere“ (Zauberin) abgeleitet. Eine lokale Fabel spricht davon, dass die Lübbensteine Kieselsteine sind, die ein Riese in seinem Stiefel hatte. Als er sie ausschüttete, blieben die Steine in dieser Form auf dem Feld liegen.

Juleum

In der Mitte der an der Grenze der Bundesländer Niedersachsen und Sachsen-Anhalt liegenden Kreisstadt Helmstedt befindet sich ein außergewöhnliches Zeugnis der Weserrenaissancearchitektur. Schlossähnlich erhebt sich das ehemalige Aula- und Hörsaalgebäude der Universität Academia Julia und ist nicht umsonst bis heute das Wahrzeichen der Stadt. Blickfang des in den Jahren 1593 bis 1597 errichteten Gebäudes ist der auf der Südseite fast mittig gesetzte achteckige Turm. Die Mühe einer Besteigung entschädigt mit einem wunderschönen Blick über die Altstadt von Helmstedt. Große, grüne Fensterfronten auf der Nordseite geben dem ehemaligen Universitätsgebäude einen schon fast kirchlichen Charakter. Auffällig ist der an dem ocker- und sandfarben getünchten Außenkorpus des Gebäudes reichlich vorhandene Figurenschmuck. Große, wie aufgesetzt wirkende Schaugiebel sind reich verziert und zeigen in ihrer Darstellung die vier Fakultäten Theologie, Jurisprudenz, Medizin und Philosophie. Der Ursprung zur Errichtung des Gebäudes geht auf die Gründung der Universität Helmstedt durch den Braunschweiger Herzog Julius im Jahr 1576 zurück. Sein Sohn, Herzog Heinrich Julius, lies später für seinen Vater ein prächtiges Gebäude errichten, welches er nach seinem Vater „Juleum“ nannte. An der Universität forschten und lehrten bekannte Professoren wie z. B. Conring, Caselius, Beireis, Calixt, Fabricius und Mosheim. Noch heute zeugen in der Altstadt zahlreiche und geschmackvoll ausgestattete Professorenhäuser von ihrem Wirken. Zeitweise war Helmstedt die drittgrößte Hochschule im deutschsprachigen Raum mit mehr als 2000 Studierenden. Im Jahr 1810 wurde die Universität durch Jerome Bonaparte – König von Westfalen zugunsten der Göttinger Uni geschlossen. Heute wird das Gebäude hauptsächlich für kulturelle und repräsentative Zwecke genutzt. So finden Konzerte und Lesungen statt. Im Obergeschoss befindet sich eine Bibliothek mit alten Schätzen aus der Zeit der Universität, im Untergeschoss ist das Kreis- und Heimatmuseum angesiedelt.

Kloster_st._ludgeri

Die niedersächsische Kreisstadt Helmstedt beherbergt einen zeitgeschichtlichen Schatz frühen christlichen Lebens. Ausdruck hierfür ist das ehemalige Benediktinerkloster St. Ludgerus (St. Ludgeri) mit seiner Doppelkapelle. Doppelkapellen sind Verbindungen zweier übereinander liegender Kapellen mit einem gemeinsamen Altarraum. In früheren Zeiten waren meistens die untere Kapelle für das allgemeine Gesinde, die obere für die Herrschaft gedacht. Über einen Durchlass im Boden konnte man den gemeinsamen Altar sehen. Die Helmstedter Doppelkapelle ist eine der ältesten in Deutschland. Sie wurde zunächst als Missions- und Taufkapelle um 1050 errichtet und geht auf die Gründung des Klosters St. Ludgeri durch den friesischen Missionars Liudger zurück. Vermutlich mit dem späteren Kaiser Karl der Große auf Kriegszug zur Befriedung und Christianisierung der Sachsen baute er um 800 n. Chr. das Kloster auf. Die ausgeprägten Handelswege zwischen Magdeburg und Braunschweig brachten Vorteile für Händler und Kloster. Aber auch ein altgermanisches Quellheiligtum soll der Grund für die Standortwahl gewesen sein. Der untere Raum der Doppelkapelle wurde St. Peter und St. Paul, der obere dem heiligen Johannes gewidmet. Inschriften an der reichlichen Stuckausstattung nach einer Renovierung im Barockstil aus dem Jahr 1710 dokumentieren die geltende Klostertradition nach der der heilige Ludger persönlich in Helmstedt anwesend war und den Bau der Doppelkapelle veranlasst hat. Umrahmt wird die Doppelkapelle auf dem „Passhof“ (mögl. Paxhof – Friedhof) vom Kreuzgang des ehemaligen Klosters. Aufgelöst wurde das Kloster 1802 im Zuge der napoleonischen Kriege. Die heutige St. Ludgeri Kirche wurde dreischiffig auf der Basis der um 1150 erbauten romanischen Basilika erstellt. Einer lokalen Sage nach soll der Missionar Liudger mit seinem Hund „Helim“ auch der Namensgeber der Stadt Helmstedt gewesen sein.

Wissenswertes

Die Stadt Helmstedt liegt im Bundesland Niedersachsen und gehört zum gleichnamigen Landkreis. Sie liegt auf halber Strecke von Lappwald und Elm. In circa 40 Kilometern Entfernung Richtung Osten lässt sich Braunschweig erreichen. Über die Autobahn 2 sowie den Bundesstraßen 244 und 245a gelangt man direkt in den Ort. Während des Mauerbaus war Helmstedt an der A2 ein wichtiger Grenzübergang mit dem Grenzkontrollpunkt Helmstedt-Marienborn am Checkpoint Alpha. Hier wurden die Bundesrepublik Deutschland und die Deutsche Demokratische Republik getrennt. Helmstedt weist eine Vielzahl an Bauwerken aus der Zeit der Romanik auf. Es bestehen ebenfalls Bauten aus der Renaissancezeit und mehr als 400 Fachwerk- und Professorenhäuser, welche aus dem 16. und 17. Jahrhundert stammen. Helmstedt ist auch als ehemalige Hanse- und Universitätsstadt bekannt. Die Gemeinde liegt inmitten des Naturparks Elm-Lappwald und befindet sich an der Deutschen Fachwerkstraße. Helmstedt ist in die vier Stadtteile Kernstadt, Bad Helmstedt, Barmke und Emmerstedt gegliedert.

Für Besucher hat Helmstedt auch einige Sehenswürdigkeiten und kulturelle Veranstaltungen zu bieten. Es lohnt ein Spaziergang zum Marktplatz und Rathaus. Sehenswert sind auch das Kloster St. Marienberg, die Klostergebäude St. Ludgeri und die Gebäude der ehemaligen Universität Helmstedt. Das Kloster St. Ludgeri besitzt ein schönes Türkentor, welches ehemals als Eingang diente. Das romanische Kloster St. Marienberg ist mit Schatzkammer und einer Paramentenwerkstatt ausgestattet. Es dient außerdem als Ausbildungsort für Haupt-, Grund- und Realschulen und wird zudem von den Helmstedter Chorknaben für Auftritte und Proben genutzt. Die Aula der ehemaligen Universität wurde im Weserrenaissance-Stil erbaut. Im alten Weinkeller des Juleums befinden sich die Universitätsbibliothek sowie das Kreis- und Universitätsmuseum. Weitere sehenswerte Bauwerke sind der Hausmannsturm, die gotische St. Stephanikirche, die Professorenhäuser, das neugotische Rathaus aus dem Jahr 1906, der Museumshof, die Helmstedter Landwehr mit Beobachtungstürmen, das Zonengrenz-Museum, die Großsteingräber Lübbensteine und das Herzogliche Hoflager aus dem Jahr 1567. Für andere Freizeitaktivitäten besitzt Helmstedt ein Bad und ein Theater.

Verkaufsoffener Sonntag in Helmstedt

Folgende Termine in Helmstedt und Umgebung haben wir in unserer Datenbank gefunden:




Es wurden leider keine aktuellen Termine zu verkaufsoffenen Sonntagen in Helmstedt gefunden. Termine in der Umgebung (nach Bundesland sortiert) findest hier.

Archiv

Nachfolgend sind noch einige ältere Einträge, um nachzuvollziehen, ob Helmstedt sich an verkaufsoffenen Sonntagen beteiligt:
Helmstedt Hobby, Freizeit, Sport 13 - 18 Uhr (16.05.2010)
Helmstedt Altstadtfest 13 - 18 Uhr (05.09.2010)
Helmstedt Gänsemarkt 13 - 18 Uhr (07.11.2010)
Hobby, Freizeit, Sport, 13 bis 18 Uhr (15.05.2011)
Altstadtfest, 13 bis 18 Uhr (04.09.2011)
Gänsemarkt, 13 bis 18 Uhr (06.11.2011)
Verkaufsoffener Sonntag (03.11.2013)
50 Jahre Fußgängerzone (08.04.2018)
Altstadtfest (02.09.2018)
Gänsemarkt (04.11.2018)


Städte in der Nähe von Helmstedt:
schoeningen (9.4km), koenigslutter (23km), wolfsburg (33km), cremlingen (34.2km), oschersleben (34.7km), halberstadt (36km), lehre (36.5km), blankenburg (46.5km), wernigerode (47.7km),



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