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Zuletzt aktualisiert: 02.08.2019 |






Sehenswürdigkeiten in Aalen

Besucherbergwerk Tiefer Stollen

Die Stadt Aalen mit ihrer jahrhundertealten Stadtgeschichte wurde in ihrer Entwicklung seit dem frühen Mittelalter wesentlich vom Bergbau in ihrer Umgebung bestimmt. Ein besonderes Ausflugsziel in der näheren Umgebung Aalens ist daher das Besucher-und Schaubergwerk -Tiefer Stollen bei Aalen-Wasseralfingen. Zu diesem Besucherbergwerk gelangt man, wenn man die Stadt Aalen auf der L 1029 in südliche Richtung verlässt und die Wilhelmstraße in Richtung –Wilder Mann-entlangfährt. Direkt am Abzweig Erzweg, am Eisenbahnhaltepunkt Wasseralfingen, kommt man der Straße folgend direkt zum Ausflugsziel Besucherbergwerk. Ehemals als Grube Wilhelm bekannt, wurde dieses Besucherbergwerk im Jahre 1986 unmittelbar am Bergpfad Braunenberg eingerichtet. Die ehemalige Eisenerzgrube kann auf einen Jahrhunderte alte Bergbautradition zurückblicken. Erstmals im Jahre 1608 urkundlich erwähnt, erfolgte in dieser Grube der Abbau und die Förderung von Eisenerz bis zum Jahr 1939. Die Gesamtlänge der unterirdischen Stollen und Abbaugänge beträgt beachtliche 6 km. Dabei wurden für die heutige Einrichtung des Schaubergwerkes nur die interessantesten Stollen und Gänge ausgewählt. Die Lange geschichtliche Tradition des Bergwerks in diesem Gebiet, geht bis ins Jahr 1365 zurück. Zu dieser Zeit wurde dem Grafen von Helfenstein urkundlich das Recht auf die Grabung nach Eisenerz vom Kaiser Karl IV verliehen. Das umfangreiche Vorkommen von Eisenbergflözen in diesem Teil des Randgebietes der Schwäbischen Alb, verlieh dem Bergbau in dieser Region den entsprechenden Aufschwung. Das heute als Schaubergwerk vorliegende ehemalige Abbaugebiet, geht aus einer Entdeckung des Stuferflöz am Braunenberg im Jahre 1608, durch Hans Siegfried von Woellwarth hervor. Die vielen Besucher und Touristen des Schaubergwerkes können dieses seit 1986 befahren. Dabei gelangen sie mit der Grubenbahn bis in eine Tiefe von 400 Metern und erfahren dabei viele interessante Dinge aus dem Leben und der Arbeit der damaligen Bergleute.

Rathaus mit Spion

Besucht man als Tourist das Bundesland Baden-Württemberg, so findet man viele Städte und auch kleinere Ortschaften mit vielen Sehenswürdigkeiten und Ausflugszielen. So ist die Auswahl für ein geeignetes Ausflugsziel nicht einfach zu treffen. Ein immer begehrtes Ziel vieler Touristen ist die im Osten des Bundeslandes gelegene Stadt Aalen mit ihren mannigfaltigen Sehenswürdigkeiten. Etwa 70 km östlich von Stuttgart, am Rande der östlichen Schwäbischen Alb, bietet diese auf eine lange geschichtliche Entwicklung zurückblickende Stadt, für jeden touristischen Geschmack eine Vielzahl von Baudenkmälern, historischen Gebäuden und sakralen Kirchenbauten. Eines die Silhouette der Stadt bestimmende und inmitten der historischen Altstadt erbaute Sehenswürdigkeit, ist das Historische Rathaus der Stadt mit seinem unverkennbaren Turm, welcher als -Spion- in die Stadtchronik Aalens einging. Dieser Turm wurde zum Wahrzeichen von Aalen. Einst im 14. Jahrhundert erbaut ereilte das Rathaus, ebenso wie viele Gebäude aus der Zeit des Mittelalters auch, das Schicksal der Zerstörung. Bei dem im Jahr 1634 in Aalen wütenden Stadtbrand wurde das ursprünglich erbaute Gebäude ein Raub der Flammen und bis auf die Grundmauern zerstört. Nur in alten überlieferten Zeichnungen und Kupferstichen ist die herrliche Ansicht des ganz im Stile des Mittelalters erbauten Rathauses der Nachwelt überliefert geblieben. Nach dieser Brandkatastrophe entschloss sich jedoch die Aalener Bürgerschaft, das Rathaus wieder im alten Glanz erstrahlen zu lassen und begannen im Jahre 1636 mit dem Neubau, des uns noch heute erhaltenen Gebäudes mit seinem Turmgebilde. Dieser in ganz Aalen und seiner Umgebung bekannte Turm bekam seinen Namen als -Spion- auf Grund einer alten Legende aus der Chronik der Stadt. Diese wurde einstmals vor ihrer kompletten Zerstörung durch das Kaiserliche Heer bewahrt, da ein mutiger Bürger als Spion die Stärke der Truppen im feindlichen Lager auskundschaften sollte und dabei gefangengenommen wurde. Sein Mutiges Auftreten vor dem Kaiser und seine couragierten Antworten, sollen diesen bewogen haben die Stadt nicht zu erobern. Zu Ehren dieser heldenhaften Tat eines Aalener Bürgers, bekam der Rathausturm seinen Beinamen, der -Spion-

Stadtkirche

Inmitten des Bundeslandes Baden-Württemberg befindet sich im Osten des Landes, die Kleine Stadt Aaalen. Mit nur knapp 66.000 Einwohner wohl nicht eine der größten Städte des Bundeslandes hat sie sich dennoch durch ihre kultur-politische Bedeutung in der Region Ostwürttemberg einen Namen erarbeitet. Aber nicht nur diese Rangstellung in der Betrachtung des Bundeslandes macht diese Stadt so einzigartig, sondern auch ihre Geschichte. Die erste Besiedlung des Geländes, auf dem heute die Stadt Aalen zu finden ist, erfolgte schon nachweislich in der Epoche der Mittelsteinzeit. Sie war in ihrer Geschichte eine von Römischen Bürgern besiedelte Stadt am Rande des Römischen Kaiserreiches und unmittelbarer Geburtsort des deutschen Königsgeschlechtes der Staufer. Chronisten der damaligen Zeit, erwähnten die Siedlung Aalen erstmals urkundlich verbrieft im Jahre 839. Im Jahre 1360 von Kaiser Karl IV zur freien Reichsstadt ernannt, durchlebte sie eine wechselvolle Jahrhunderte währende stadtgeschichtliche Entwicklung. Von dieser wechselvollen Geschichte zeugen noch heute die historischen Baudenkmäler der Stadt. Eines dieser die Jahrhunderte überdauernden Baudenkmäler, ist die Stadtkirche. Auf dem geweihten Boden ihrer Erbauung, befanden sich schon zwei Vorgängerkirchen. Historiker vermuten, dass die erste in den uns überlieferten Urkunden und Schriften erwähnte frühgotische Kapellen im 11 Jahrhundert erbaut wurden ist. Der Nachfolgebau ist unter dem Name St. Nikolaus an gleicher Stelle errichtete wurde und nachweislich in den Urkunden aus dem Jahre 1340 erwähnt. Die uns in ihrer jetzigen Architektur erhaltene Kirche, wurde nach dem Großen Flammeninferno 1634 errichtet und trägt die Züge der Barocken Bauform Deutscher Kirchen mit ihrer typischen Quersaalanlage. Ebenso prächtig wie die äußere Gestalt der Kirche, ist deren Innenausstattung. Besonders erwähnenswert und ein Meisterwerk der Barocken Kirchenkunst ist die Altar-Kanzel-Gruppe mit dem Kanzeldeckel und seiner Darstellung von der Auferstehung Christi.

Urweltmuseum

Einen schönen Namen trägt das größte Museum für Geologie und Pälaontolgie in Baden-Württemberg. In den historischen Räumen des alten Rathauses, direkt am Aalener Marktplatz, warten versteinerte Lebewesen aus Urzeiten auf die Besucher. Und dass es dieses Museum in Aalen gibt, kommt nicht von ungefähr. In dieser Stadt befanden sich die größten Eisenerzgruben in Deutschland. Im 19. Jh. begannen Forscher mit dem Studium der schwäbischen Alb und Fossilien wurden gesammelt. Die besonderen Braunjuraschichten -Aalenium- wurden nach der Stadt benannt. Diese Bezeichnung spielt auch heute noch in der Geologie weltweit eine große Rolle. Was alles so unter den Erdschichten zu finden ist, darüber gibt das Urweltmuseum reichlich Aufschluss. Der Aufbau der schwäbischen Alb, die Grundlagen der Geologie und Fossilien werden auf drei Etagen eindrucksvoll erklärt. Tintenfische, Seelilien, Saurier und andere, seltsam auszusprechende, Lebewesen präsentieren sich dem Besucher als Versteinerungen aus dem Urmeer und lassen die Augen größer werden. Diese und viele andere Exponate der Ausstellung stammen aus der großen Sammlung des Aalener Naturforschers Fritz Sauter. Eine geologische Zeittafel erklärt Interessierten, welche Lebewesen, in welcher Zeit vorkamen und besonders die -Jurazeit-, die für den schwäbischen Raum von Bedeutung ist, wird näher betrachtet. Bei diesem Rundgang werden viele Fragen beantwortet. Wie vollzieht sich eine Versteinerung? Was bleibt übrig von den Wesen? Wie sind geologische Schichten aufgebaut? Anhand vieler, exklusiver Ausstellungstücke, wie Originalgestein, Korallen und Mammutzähnen, erhalten die Besucher einen umfangreichen Überblick über die Zeugen einer längst vergangenen Zeit. Imposante Formen und Figuren sind zu entdecken, sogar Haifischzähne. Auch die Dunkelkammer mit dem Mineralienkabinett zeigt erstaunliche Erkenntnisse über das Vorkommen von Quarz oder Pyrit in den Zwischenräumen der Fossilien. Die Porträts berühmter schwäbischer Forscher haben im Treppenaufgang Ehrenplätze erhalten.

Schoss Fachsenfeld

Was hat Rennsport mit Schlossromantik zu tun? In Aalen-Fachsenfeld jede Menge. Denn einer der Schlossherren höchstpersönlich hat hier faszinierende Fahrzeuge gebaut und war selbst Motorradstraßenrennmeister im Jahre 1924. In Schloss Fachsenfeld verlebten vier Generationen adliger Freiherren im 19. und 20. Jahrhundert glückliche Tage und waren Kunst, Kultur, Technik und Natur gegenüber sehr aufgeschlossen. Nach dem das ursprüngliche Schloss, zum Ende des Dreißigjährigen Krieges, völlig zerstört war und nur noch Restmauern standen, kaufte Wilhelm von Koenig 1827 das Schloss und baute es um. Der 8 Hektar große Park nach englischem Vorbild ist ein Meisterstück aus Quellen, Teichen, exotischen Pflanzen und Gehölzen. Das Schloss im Stil des Klassizismus wartet, neben einer stilvollen Einrichtung aus der Zeit der Schlossherren, mit einer Jugendstilbibliothek und einer Galerie auf. Baron Franz von Koenig-Fachsenfeld war ein großer Anhänger der bildenden Künste und der Literatur. Der schwäbische Impressionismus wird in der weitläufigen Galerie, mit Werken des Künstlers Hermann Pleuer, belegt. Der letzte Besitzer von Schloss Fachsenfeld, Reinhard von Koenig-Fachsenfeld, gilt als Pionier der Stromlinie und machte seine Leidenschaft zur Flug- und Motortechnik zum Beruf. Als Konstrukteur und Rennfahrer hatte er sich mit der Erfindung seiner stromlinienförmigen Rennwagen einen bedeutenden Ruf erworben. In der Schlossgarage können einzigartige Exemplare dieser Fahrzeuge besichtigt werden und so mancher wird Staunen, über das Engagement, das der -schnelle- Baron an den Tag legte. Das Schloss und der Park sind im Rahmen von angemeldeten Führungen zu besichtigen.

Wallfahrtskirche St. Maria Unterkochen

Die Stadt Aalen ist im Verlauf ihrer stadtgeschichtlichen Entwicklung zusammen mit ihrer Bevölkerung ständig gewachsen. Einhergehend mit ihrer Entwicklung hatte auch der Einfluss der Religion in der Stadtgeschichte eine wichtige Bedeutung. In der Stadt Aalen sind rund 52 Prozent ihrer Einwohner bestimmt, vom Glauben der römisch-katholischen Kirche. Dieser Umstand wiederspiegelt auch der hohe Anteil von Kirchenbauten innerhalb der Stadt. Insgesamt sind in der Stadt Aalen 23 Kirchengemeinden mit zum Teil eigenen Gotteshäusern zu finden. Eine davon ist die Kirche der Katholischen Kirchengemeinde St. Maria in Unterkochen mit ihrer berühmten Wallfahrtskirche. Diese befindet sich im Stadttei Unterkochen und wird schon seit Jahrhunderten alljährlich von Gläubigen aus dem In-und Ausland zur Pilgerfahrt auserwählt. Schon von weitem kann man diese Wallfahrtskirche aus allen Himmelsrichtungen erblicken. Sie befindet sich in malerischer Umgebung auf dem die Stadt bestimmenden hohem Kirchberge. Erste Erwähnungen in historischen Urkunden und Schriften stammen aus dem Jahre 1465. Schon damals schilderten die Chronisten den Ort der Wallfahrtskirche als Pilgerstätte der Gläubigen aus Nah und Fern. Das herrliche Erscheinungsbild der Kirche erwächst aus der Integration mehrerer Stilepochen in die Gesamtarchitektur der Kirche. So entstammen der Kirchturm aus der Zeit der Romanik, der Choranbau aus der Zeit der Gotik und das Kirchenschiff aus der Stilepoche des Barock. Ursprung dieser Stilmischung, sind die über die Jahrhunderte dauernden ständigen An-und Umbauten an diesem Kirchenbauwerk, an denen so bedeutende Baumeister des Barock, wie Johann Michael Keller, maßgeblichen Anteil hatten. Aber nicht nur die äußere Architektur der Kirche ist für jeden Besucher eine Augenweide, auch die innere Ausstattung der Kirche ist geprägt von herrlicher Freskenmalereine an den der Decken-und Kirchwänden. Alljährlich zieht es die Pilger zu dem Unterkochener Gnadenbild und dem Hochaltar der Kirche, welcher mit der lebensgroßen Marienstatue aus dem Jahre 1496 zu einem der schönsten Altäre Deutschlands zählt.

Johanneskirche

Eine der ältesten Kirchen ganz Baden-Württembergs befindet sich im Ostwürtembergischen Ort Aalen. Es ist die Johanneskirche im Westteil der Aalener Innenstadt. Berühmt wurde die Kirche, welcher nach Vermutungen der Archäologen auf den Resten einer alten römischen Tempelanlage errichtet wurde, durch ihre bei Sanierungsarbeiten freigelegten fragmentarischen Wandmalereien aus dem 12. Jahrhundert. ¬¬¬Während der Durchführung planmäßiger Arbeiten zur Erhaltung der wertvollen Bausubstanz der Kirche, legte man Fragmentarische Überreste eines gerahmten Wandfeldes frei, welches die Darstellung des letzten Abendmahles beinhaltet. Diese Wandrelief ist in der gesamten Kirchenwelt als Sensationeller Fund aufgenommen wurden, da erstmals in der Kirchenmythologie, Christus mit dem in seinem Schoß ruhenden Haupte des Jüngers Johannes abgebildet wurde. Aber nicht nur dieser aufsehen erregende Fund macht diese Kirche so einmalig. Sie wurde nachweislich auf den Grundmauern eines im Jahre 150 erbauten Römischen Tempelbaues errichtet. Die Vorgängerkirche der heutigen Johanneskirche wurde aus dem Baumaterial des ehemaligen Römerkastelles von Aalen im 3. Jahrhundert errichtet. Vermutlich wurde die uns heute erhaltene Johanneskirche im Verlaufe des 9. Jahrhundert auf den Grundmauern ihrer Vorgängerkirchen erbaut. Leider finden sich in den historisch überlieferten Quellen keine genaueren Hinweise auf das Erbauungsjahr dieser Kirche. Im Verlaufe ihrer Geschichte erfolgten mehrere Um-und Ausbauten am Kirchengebäude. Letztmalig erfolgte die Erweiterung der Kirche um im Jahr 1802, um die Wasseralfinger Orgel aufzunehmen. Auch im inneren des Kirchenbauwerkes beeindruckt diese Kirche mit historischen Kostbarkeiten. So findet der Besucher der Kirche einen in das Kirchenfundament in gekippter Stellung eingemauerten römischen Weihealtar, welcher in seiner Symbolik für das Ende der Römischen Religion steht. Ebenso bestaunen kann man die freskenhaft erhaltenen gerahmten Wandmalereien mit der Abbildung Jesus Christus beim letzten Abendmahl, aus dem 12. Jahrhundert und den romanischen Freskenzyklus in seiner für die damalige Zeit typischen Secco Techniken aus dem 13.Jahrhundert.

Ruine Kocherburg

Unweit der Stadt Aalen, etwas östlich vom Stadtteil Unterkochen, befindet sich die wohl beeindruckenste vorgeschichtliche Wallanlage, welche im gesamten Aalener Raum zu besichtigen ist. Es handelt sich um die Burgruine der ehemaligen Kochenburg. Man findet die Reste dieser Wallanlage an einem idyllischen Platz gelegen, dem Inselberg. Dieses beliebte Ausflugsziel ist fast vollständig von dem kleinen Fluss Weiße Kocher und dem Haselbach umflossen, in deren Mitte sich der Inselberg befindet. Ausgrabungen an dieser Wallanlage bestätigten die Annahme, dass diese wohl älteste Befestigungsanlage aus der frühen Bronzezeit stammt. Bei diesen Ausgrabungen fanden Archäologen mehrere vorgeschichtliche Henkelgefäße und Überreste einer mit Holz und Palisaden verstärkten Erdwallanlage, rund um den Inselberg. In den uns erhaltenen Urkunden und historischen Schriften aus dem 13. Jahrhundert, wird diese Burg unter dem Nehmen - castrumKochenburch- erstmals erwähnt. Die Namensbezeichnung des Ortes und der Burg, gehen in ihren Wurzeln bis zum Jahre 1147, als die Chronisten des nahegelegenen Klosters Ellwangen den Namen der adligen Brüder Rudolf und Rüdiger von Kochen erwähnen, welche sich eine Güterschenkung an das Kloster Ellwangen beurkunden ließen. Im Mittelalter hatte die Kochenburg durch ihre geografisch günstige Lage die Aufgabe, ausgerüstet mit Vögten und gemeinen Söldnern, die Albpaßroute im Einzugsbereich der Burg zu schützen. Diese einstmals sehr wichtige mittelalterliche Handelsroute kreuzte an dieser Stelle den Ort Unterkochen. Die Albpaßstraße verlief von Aalen über Hildesheim bis hinein in das Donaugebiet. Die ehemalige Burg und Wallanlage beherbergte in ihren Inneren auch ein Schloßgebäude, welches mitsamt der baufällig gewordenen Burg im Jahre 1627 abgetragen und später an diesem Ort als dreigeschossiger Neubau errichtet wurde. Im Verlaufe des Dreißigjährigen Krieges wurde das neu errichtete Schloss von schwedischen Truppen bis auf die Grundmauern zerstört. Das ehemalige Gelände der Schlossruine wurde in den darauffolgenden Jahrhunderten, als Steinbruch für die Stadt Aalen genutzt. Nur durch die vielen freiwilligen Helfer des Geschichts-und Altertumsverein der Stadt Aalen gelang es, die Reste dieser wohl ältesten und einzigartigsten Wallanlage der Nachwelt zu erhalten.

Limesmuseum

-Spaß mit römischer Geschichte- lautet das Motto des Limesmuseum in Aalen. Hier sind Besucher herzlich eingeladen, auch mal im Römerkostüm - der Tunika, das römische Reich zu erkunden. Im größten Römermuseum in Süddeutschland wird Geschichte, auf dem ehemaligen Gelände des größten Reiterkastells nördlich der Alpen, zum Anfassen lebendig. Die römische Besatzung im 2. Jh. n. Chr. ist das zentrale Thema der Museumsanlage. Imposante Waffenfunde, wie z.B. Schwerter und Lanzen, Kettenpanzer und beschlagene Sandalen zeugen von der hervorragenden Ausstattung des römischen Heeres. Doch auch das Leben jenseits von Kampf und Sieg wird mit Dingen des täglichen Lebens, darunter Geschirr Werkzeug, Schmuck und Münzen, belegt. Daneben sind aufwendige Weihgräber zu sehen. Die Säule zu Ehren des Gottes Jupiter mit 6,5 Metern Höhe zeugt von monumentaler Bauweise. Ein Schatzfund aus dem Kastelldorf Buch, der Gebrauchs- und Kulturgegenständen enthält, ist der große Stolz des Museums. Damit das umfangreiche Thema, rund um den Limes, die Heeresaufstellung und das Leben in der damaligen Zeit, für den Besucher leicht verständlich wird, liefern Modelle, detaillierte Zeichnungen und Erläuterungen genügend Informationen. Besonders Kinder lernen auf diese Art und Weise viel über die geschichtlichen Ereignisse und das Leben in einer anderen Zeit. Vor dem Museum befindet sich das Gelände des ehemaligen römischen Reiterkastells. Das Stabsgebäude sowie das Fahnenheiligtum konnten in aufwendigen Grabungsarbeiten freigelegt werden. Auf einem Rundweg lässt sich das Gelände erkunden. Wichtige Informationen über das Reiterkastell finden sich auf den Beschilderungen. Ein umfangreiches Aktions- und Begleitprogramm sowie Sonderausstellungen über das ganze Jahr verteilt, bieten eine große Auswahl an Möglichkeiten, hautnah in die faszinierende Römerzeit einzutauchen.

Wissenswertes

Im Süden Deutschlands, im wunderschönen Baden-Württemberg, hebt sich, fast schon an der Grenze zu Bayern, die Große Kreisstadt Aalen mit ihren rund 67.000 Einwohnern empor. Im malerischen Tal der Oberen Kocher schließen sich nördlich der Stadt die Ellwanger Berge an.

Nachdem die Stadt im 13. Jahrhundert gegründet worden ist, gibt es in Aalen einige geschichtsträchtige Orte, die es lohnt, sie zu besuchen.

Christian Friedrich Daniel Schubart war in Aalen beheimatet. In einer Ausstellung im Alten Rathaus kann der Besucher mehr über das Leben des Schriftstellers und Komponisten erfahren. Wer sich eher für Naturgeschichte interessiert, geht in das Geologisch-paläontologische Museum. Als umfangreichstes Fossilmuseum in ganz Süddeutschland tut sich hier ein Paradies für alle Interessierten auf. Wer dann immer noch Lust auf Museens-Spaziergänge hat, für den bietet sich noch das Limesmuseum an. Touristen, sowie Einheimische stehen hier genau auf dem Platz der geschichtlichen Ereignisse. Denn vor knapp 2000 Jahren befand sich genau an dieser Stelle das größte römische Reiterkastell nördlich der Alpen.

Der Spion von Aalen gilt als Wahrzeichen der Stadt. Bei einer Besichtigung von Aalen kommt man am Turm des Alten Rathauses, an dem sich der Retter von Aalen als Relief befindet, sowie an der dazugehörigen Legende, nicht vorbei. Nach der Besichtigung der Barocken Stadtkirche und des Bürgerspitals, bietet es sich an, sich auf dem historischen Marktplatz von Aalen einzufinden, um am Marktbrunnen eine kleine Pause einzulegen, bevor man an den Fassaden der Radgasse vorbeischlendert. Wer noch Zeit hat, begibt sich in den Tiefen Stollen, ein Besucherbergwerk, oder taucht ein in den Sternenhimmel in der Sternwarte Aalen. Es lohnt sich auch noch ein Abstecher auf den Braunenberg, wo der Fernsehturm des Südwestrundfunks mit 147 Metern Höhe zu finden ist.

Der Panoramablick über Aalen lässt sich dann leicht vom 34 bis 36 Grad warmen Wasser aus der 650 Meter tiefen Heilquelle in den Limes-Thermen genießen.

Verkaufsoffener Sonntag in Aalen

Folgende Termine in Aalen und Umgebung haben wir in unserer Datenbank gefunden:




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Städte in der Nähe von Aalen:
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