Dieser Sonntag: Verkaufsoffener Sonntag in Aschaffenburg? Alle Termine & Daten.

Inhaltsverzeichnis





 

Sehenswürdigkeiten in Aschaffenburg

Park Schönbusch

Er ist der älteste und größte im englischen Stil angelegte Park Deutschlands. Die Fläche des Parks beträgt ca. 200 Hektar und liegt etwa 3 Kilometer von der Innenstadt entfernt. Der Mainzer Kurfürst und Erzbischof Friedrich Karl Joseph von Erthal wollte einen Lustgarten in der Nähe seiner Residenz haben. Das Nilkheimer Wäldchen war das erste Grundstück, welches dafür vorgesehen war. Durch weiteren Zukauf an Flächen vergrößerte sich der Park ständig. Der Architekt und Ingenieur Emanuel Joseph von Herigoyen stieß bald an seine Schaffensgrenze. Es übernahm die weitere Gestaltung der Schwetziger Hofgärtner Friedrich Ludwig Sckell. So prägte er das heutige Erscheinungsbild. Park Schönbusch wurde königlicher Hofgarten ab dem Jahr 1814 als das Fürstentum Aschaffenburg zum Königreich Bayern überging. Dieses blieb er bis die Monarchie ihr Ende fand. Der Park Schönbusch zeigt viele Gestalten. So sind die Wälder mit ihren Lichtungen die einen einzigartigen Blick auf die Gebäude zulassen. Die Wiesen mit ihren Wegenetzen. Durch diese werden immer neue Abwechslung geschaffen. Auch Gewässer wie Seen mit Inseln, durch Brücken kann man zu ihnen gelangen. Angepasst an die Umgebung sind selbst Berge dort zu finden. Die Teufelsbrücke als Verbindungsglied der Berge, um einen nahtlosen Übergang zu schaffen. Gebäude, wie das Schlösschen mit seinem flachen Walmdach und seinen 10 Zimmern, die im Louis- seize- Stil möbliert sind, fehlen nicht. Einen Tanzsaal, Speisesaal und die Orangerie befinden sich im nordöstlichen Teil des Parks. Eine Gruppe kleiner Hauser stellen ein kleines Dorf dar. Selbst dieses ist kunstvoll ins Parkgelände eingepasst. Nennenswert ist der Irrgarten, den man um 1820 anlegte. Dieser wurde und wird immer wieder erneuert. Und so gibt es vieles was den Park Schönbusch ausmacht.

Sandkirche

Um die Sandkirche zu bauen musste erst einmal eine kleinere Kirche weichen. Durch das zunehmen der Wallfahrt beschloss der Rat der Stadt Aschaffenburg eine größere Kirche zu bauen. Mitglieder der Männer- Sodalität gingen mit einer Spendendose von Haus zu Haus, um finanzielle Mittel für den Kirchenbau zu beschaffen. Auch durch das Verkaufen von Kirchenkollekten und das Verpfänden von Kirchenstiftungsgeldern versuchten die Herren die Gelder aufzubringen. Aber es reichte nicht einmal für den Rohbau. Die Brüder Johann Franz Damin und Erzbischof Johan Friedrich Karl von Ostein waren so angetan von den ehrgeizigen Bürgern, so das mit ihrer Hilfe die Kirche gebaut und eingerichtet werden konnte. Die Weihung vollzog, nach der Fertigstellung der Kirche, der Weihbischof Christoph Webel. Im 2. Weltkrieg ist die Turmhaube und somit auch die Deckengemälde völlig zerstört wurden. 1952 erneuerte man erst einmal die Turmhaube, so das 1986, durch den Maler Wolfgang Lenz, auch die Deckengemälde wieder neu gemalt werden konnten. Der Maler hielt sich bei seiner Arbeit an den Originalstil und die Originalmotive. Im Inneren der Sandkirche befindet sich ein Altar, der eine Spätrokokoarbeit aus Stuckmarmor ist. Auf zwei Säulen steht der Aufbau. Vier Altarplastiken tragen das Abbild des heiligen Hugo und den heiligen Nepomuk rechts. Auf dem Verbindungsbogen sind Johannes der Täufer und der heilige Sebastian zu sehen. Die Familie Schönborn stiftete die Seitenaltäre, welche aus dem Vorgängerbau stammen. 1929 wurde eine neue Orgel eingebaut. Winfred Elenz baute die Orgel so um, das das alte Orgelgehäuse aus dem 18.Jahrhundert erhalten blieb. Die alte Orgel vom Orgelbauer Hans Georg Steigleder ist seit dem verschollen. Die Sandkirche hat auch noch ein Geläut von drei Glocken, wobei die alten Glocken ersetzt wurden. Diese sind im Museum der Stadt Aschaffenburg zu finden.

Die Stiftkirche St. Peter und Alexander

Am Marktplatz der Stadt Aschaffenburg prägt die Stiftkirche das Stadtbild. Sie ist die einzige Kirche weltweit die den heiligen Petrus und Alexander geweiht wurde. Der Stift Sankt Peter, eine Klosterähnliche Gemeinschaft von Weltpriestern, wurde von Herzog Liudolf von Schwaben und seiner Gemahlin Ida gegründet. Den Namen Sankt Peter und Alexander bekam der Stift erst später. Den Bau der Stiftkirche vollendete allerdings dessen Sohn Herzog Otto von Schwaben und Bayern. Nach dem Tot Herzog Otto von Schwaben und Bayern, beim Feldzug gegen die Sarazenen, ging der Stift und die Stadt Aschaffenburg im Jahre 982 in den Besitz von Mainz über. In dieser Zeit entwickelten sich die Kirche und das Stiftkolleg, für bevorzugte Residenzstadt der Mainzer Erzbischöfe, zum prägenden Faktor. Der Stift selber wurde im 19.Jahrhundert aufgelöst. Sein gesamter Besitz ging an den Staat. Aschaffenburg ging 1814 an Bayern über. Die Stiftkirche wurde 1821 zur Stadtpfarrkirche erklärt. In den Besitz der Kirchenstiftung Sankt Peter und Alexander ging diese zusammen mit dem Pfarrhaus, dem Haus des Stiftsglöckners und dem ehemaligen Stiftskapitelhaus 1957 zurück. Papst Pius XII. erhob zur 1000-Jahr-Feier im Jahre 1958 das Gotteshaus zur Basilica minor. Somit ist sie die einzige päpstliche Basilika des Bistums Würzburg. Durch die kunstgeschichtlich herausragenden Werken, dem Stiftsschatz, einer einmaligen Sammlung von Goldschmiedearbeiten und liturgischen Gegenständen, das ottonische Kruzifix aus dem zehnten Jahrhundert, die "Beweinung Christi" und der "Maria-Schnee-Altar" von Mathias Grünewald und den einzigartige romanische Kreuzgang ist die Stiftsbasilika reich ausgestattet. Der romanische Kreuzgang ist einer der schönsten Kreuzgänge Bayerns. Daher sollte jeder, der Aschaffenburg besucht, die Stiftskirche in seinen Reise – Planungen mit einbeziehen. Es gibt aber noch viele weitere Sehenswürdigkeiten in Aschaffenburg.

Stadttheater

Zur Zeit als Aschaffenburg noch Residenzstadt war, wurde das Stadttheater gebaut. Der Fürstprimas Carl Theotor von Dalberg veranlasste den Bau. Der portugiesischen Baumeister Joseph Emanuel d\'Herigoyen setzte den Wunsch von Dalberg um. Dieses Theater zählt zu den schönsten dieser Art in Süddeutschland. Im 2. Weltkrieg zerstörten schwere Luftangriffe und Bombenangriffe das Stadttheater. Mit aufwendigen Restaurierungen stellte man die ursprüngliche Farbenpracht wieder her. Zum 200- jährigen Jubiläum soll das Theater innen wie außen in einem neuen Glanz erstrahlen. Durch die Umbauarbeiten wurde sogar die Schlossgasse für den Durchgangsverkehr gesperrt. Im Außenbereich kann man die Fassadenerneuerung beobachten und auch Um- und Anbauten gingen zügig vornan. Vor allem im Innenbereich wird besonderer Augenmerk auf den Zuschauerraum gelegt. Hier werden die durchgesessenen Stühle ausgetauscht. Die Finanzierung wird durch eine Stuhlpatenschaft unterstützt. Jeder der möchte kann Geld spenden und wird seinen Namen am Stuhl wieder finden. Außerdem werden noch Stuhlreihen entfernt, um somit eine bessere Beinfreiheit zu gewährleisten. Das Haus besitzt zwei Bühnen, die Hauptbühne mit ca. 520 Sitzplätzen und die Studiobühne mit 120 Plätzen. Letztere wird vorwiegend von der Theaterszene der Stadt Aschaffenburg bespielt. Durch den Umbau wird nur die Studiobühne für Aufführungen genutzt. Für jedes Alter, ob jung oder alt, und jedes Interesse finden im Theater Aufführungen statt. Da kommt jeder in den Genuss abwechslungsreicher Programme. Musik, Operette, Konzerte und vieles mehr bietet die ca. 200 geplanten Aufführungen in der Saison. Da das Stadttheater kein eigenes Ensemble mehr hat, wird das Musiktheater von Repertoiretheatern unterstützt. So kann man die Gruppen des Mainfrankentheaters Würzburg, Komödien Leipzig, oder Tourneetheatern und viele andere zusehen und zuhören.

Kunsthalle Jesuitenkirche

Sie befindet sich in der näheren Umgebung des Schlosses Johannisburg in Aschaffenburg in der Pfaffengasse. Dieses Ausstellungshaus bekam einst vom Mainzer Kurfürsten Johann Schweikard von Kronberg 1612 seinen Namen. Er gründete eine Jesuitenniederlassung in Aschaffenburg. Somit unterstützte er die Ordensleute der Jesuiten auch finanziell bei dem Bau ihrer Kirche. Fertig gestellt wurde der Kirchenbau, nach nur zwei Jahren Bauphase, im Jahre 1621. Sie wurde nach Fertigstellung zu Ehren der „Heiligsten Dreifaltigkeit“ geweiht. Die Jesuitenkirche diente nicht nur den Jesuiten als Gottesdienstraum, sondern auch als Studienkirche für das ansässige Gymnasium, unter der Leitung des Ordens der Jesuiten, bis zum Jahre 1944. Da sie im 2.Weltkrieg fast völlig zerstört wurde, begann man sie 1959 zu restaurieren. Diese anspruchsvolle Arbeit dauerte 14 Jahre und wurde 1973 abgeschlossen. Seit 1990 ist die Kunsthalle Jesuitenkirche das Ausstellungshaus der Stadt Aschaffenburg mit Schwerpunkt der klassischen Moderne. In der „Galerie der Stadt Aschaffenburg“ finden heute Ausstellungen von internationaler und nationaler Kunst des 20. Jahrhunderts statt. Mit seinen aufwendigen Stuckelementen bietet der Sakralraum ein ideales Ambiente für Ausstellungen. Heute können Besucher Werke von vielen verschiedenen Künstlern dort bewundern. Hans Schork leistet dabei einen ganz besonderen und eigenen Beitrag zur Lichtkunst des 20. Jahrhundert mit seinen Lichtkästen. In der Regel wechseln die Ausstellungen im Jahr zwischen vier und fünf Mal. Jede Woche Dienstag findet eine öffentliche Führung durch die Galerie statt. Diese wird gern von vielen Besuchern genutzt. Zudem hat Aschaffenburg aber noch viel mehr Sehenswürdigkeiten zu bieten. Die Kunsthalle wird durch viele Spenden von Förderern unterhalten. Der Museumsleiter ist Dr. Thomas Richter.

Schönborner Hof

Geplant war es, diesen Hof als Stadtschloss für den damaligen Mainzer Obersthofmarschall Melchior Freiherr von Schönborn und dessen Gemahlin zu bauen. Die Baupläne dafür kamen vom Mainzer Kapuzinerpaters Mathias von Saarburg. Das imposante Bauwerk hat eine Länge von 30 Metern und eine Breite von 6 Metern. Das Haupttor wird an beiden Seiten von zwei Säulen geschmückt. Ein dreistöckiger Turm mit einer Kuppel befindet sich rechts des Tores. Die Hauskapelle der Familie von Schönborn ist im Erdgeschoss des Turmes eingerichtet. Wenn man durch das Hauptportal geht, kann man links den Eingang zum Naturwissenschaftlichen Museum finden. Bestaunen kann man im Erdgeschoss eine Sammlung von Vögeln. Die Ornithologie beinhaltet nicht nur Einheimische Vögel, sondern auch welche aus der ganzen Welt. Insbesondere gibt es auch ein Präparat der ausgestorbenen Amerikanischen Wandertaube. Über 300 Exemplare in den Vitrinen werden von den Besuchern bestaunt. Weiterhin befindet sich im Museum eine Ausstellung von Insekten, die weltweit von Dr. Karl Singer um 1950 zusammengetragen wurde. Seine Wanzensammlung ist dabei die umfangreichste in Europa. Außerdem gibt es eine Sammlung von farbenprächtigen Schmetterlingen aus fernen Ländern. Auch Mineralien werden in Vitrinen ausgestellt. Es sind ca. 600 Exponate. Auch Fossilen fehlen in der Ausstellung nicht. Diese wurden in der Umgebung vom Spessart gefunden. In der langen Zeit schrieb der Schönborner Hof eine große Geschichte. Nach dem die Stadt Aschaffenburg den Hof gekauft hatte, beherbergte dieser einige Institutionen. Zum Beispiel: es war Gerichts- und Verwaltungsgebäude, die königliche weibliche Bildungsanstalt, die städtische Stadtsparkasse, ein Lazarett und eine Milchküche. Nachdem es im 2. Weltkrieg fast zerstört wurde, baute man es wieder auf. Danach beherbergte er verschiedene Schulen. Heute ist er das Naturwissenschaftliche Museum Aschaffenburgs.

Zu unserer Lieben Frau

Die älteste Pfarrkirche in Aschaffenburg ist die auch im Volksmund genannte“ Muttergottespfarrkirche“. In der Amtszeit des Erzbischofs Konrad von Wittelsbach 1183 und 1200 wird diese zum erstenmal urkundlich genannt. Kontrolliert wird die Kirche vom Prior des Stiftes St. Peter und Alexander. Somit gelang es der Pfarrei nie die Unabhängigkeit zu erlangen. Aus diesem Grund hatten die Bürger Aschaffenburgs nie die Gelegenheit ihren eigenen Pfarrer zuwählen, auch dann nicht als die Rechte übertragen wurden. Der erzbischöfliche Kommisarius Christian Stadelmann plante einen größeren Bau, so musste die alte Kirche weichen. Nur der romanische Turm blieb stehen. Die finanziellen Mittel kamen allein aus dem Privatvermögen der Geschwister Stadelmann. Durch die schweren Kriegsschäden hatte nicht nur der Turm Risse bekommen, es stürzten auch die Dächer des Chor und des Langhauses ein. Dieses zog die Zerstörung der Deckenmalerei nach sich. Nachdem man die Decken wieder rekonstruiert hatte, ergab es sich von selbst das auch die Malereien ersetzt werden müssen. Die Entwürfe des Akademieprofessors Hermann Kaspar kamen dabei zum Einsatz. Seine Werke sind voller Phantasie und künstlerischer, religiöser Aussagen. Nach dem Vorbild des Mainzer Schreiners Michael Henle ist der Hochaltar gefertigt wurden. Die Seitenaltäre wurden rekonstruiert, dabei kamen keine Seitenblätter zum Einsatz, sondern Nischen mit Figuren. Auf der linken Seite ist der Heilige Joseph, der heilige Nikolaus und der Erzengel Michael zu finden. Rechts stehen die heilige Pieta und Mutter Anna auf ihren Platz. Diese Schnitzereien mussten nicht neu geschaffen werden. Sie stammen noch aus der Erbauzeit der Kirche. Im Chorraum der Pfarrkirche befinden sich die Gräber der Anna Charlotte Maria Gräfin von Ostein, der Maria Anna Carolina Franziska Gräfin von Ostein und des Obristenhofmeister Lothar Franz Michael Freiherr von Erthal.

Schloss Schönbusch

Friedrich Karl Joseph von Erthal, Kurfürst und Erzbischof von Mainz, hatte den Wunsch sich eine Nebenresidenz mit Landschaftsgarten im englischen Stil in Aschaffenburg zu errichten. So entstand das wunderschöne Schloss Schönbusch. Dieses wurde in den Jahren 1778 bis 1781 erbaut. Zur damaligen Zeit wurde es auch der Kurfürstliche Pavillon genannt. Seine zehn Räume sind im Louis-seize-stil ausgebaut und ausgestattet. 1775 begann der Architekt Emanuel Joseph von Herigoyen mit der Gestaltung des Lustgartens. Die Teufelsbrücke und die Kaskaden sind nur einige Elemente des ursprünglichen Plans den Garten im englisch-chinesischen Stils zu gestallten. Diesen setzte man jedoch nur in einigen Details um. Im Jahre 1783 übernahm Friedrich Ludwig Sckell aus Schwetzingen die weitere Gartengestaltung und prägte es mit seinem Design. Als das Fürstentum Aschaffenburg in den Herrschaftsbereich der bayrischen Könige eingegliedert wurde, kam auch das Schloss zum königlichen Besitz. So erhielt dieses auch seinen endgültigen Namen „Schloss Schönbusch“. Zu dieser Zeit begann man den bis dahin, durch die kriegerischen Zeiten während der Koalitionskriege und der französischen Revolution, vernachlässigten Garten wieder herzurichten. Die Gartenanlage erweiterte und veränderte man mehrfach. In den 20er Jahren des 19. Jahrhunderts wurde ein Irrgarten errichtet. Das Schloss und der Park zählen heute zu den beliebtesten Ausflugzielen in der Region um Aschaffenburg. Der Park Schönbusch wird auch als einer der frühesten Landschaftsgärten in Süddeutschland bezeichnet. Schloss und Park befinden sich in Aschaffenburg, in der Kleine Schönbuschallee 1. Besichtigen kann man dieses von Dienstag bis Freitag jeweils in der Zeit von 10:00 bis 12:30 und 13:00 bis 17:00. In Aschaffenburg befinden sich aber noch weitere Sehenswürdigkeiten.

Pompejanum

Die Begeisterung für die römische und griechische Antike veranlasste König Ludwig I. von Bayern, die schöne Stadt München und dessen Umfeld mit vielen antiken Bauwerken zu schmücken und verhalf damit der Kunst zu neuem Ansehen. In Aschaffenburg gab er den Bau des Pompejanum in Auftrag, eine detailgetreue Rekonstruktion eines römischen Stadthauses. Wie sehr er auf Perfektion Wert legte, wird durch den Namen des Hauses deutlich: „Das Haus von Castor und Pollux“. So lautete die Originalinschrift einer Wandmalerei, die im Eingangsbereich des Hauses zu lesen war. Hoch auf einem Weinberg, über dem Main, thront das herrschaftliche Anwesen. Zu Studienzwecken der römischen Lebens- und Wohnkultur wurde es, in der Zeit von 1840 bis 1848, nach den Entwürfen des Architekten Friedrich von Gärtner, erbaut. Aus ursprünglich einem Stockwerk wurden insgesamt drei Etagen, damit der Besucher einen Ausblick auf die herrliche Landschaft des Mainufers genießen kann. Nach antiken Vorbildern wurden hier die Aufteilung der Räume und die Innengestaltung vorgenommen. So finden sich im Erdgeschoß Empfang- und Gästezimmer, Speisezimmer sowie Küche. Wie prunkvoll ein römisches Stadthaus ausgesehen haben muss, zeigt das Speisezimmer, auch Sommertriclinium, das vollständig mit Stuckmarmor ausgekleidet ist. Die privaten Räume, wie das Eltern- und Kinderschlafzimmer, das Kinderspielzimmer und das Zimmer der Hausherrin sind in der oberen Etage zu finden. Die Innenhöfe laden mit imposanten Säulen, Wasserbecken und Grünflächen zum Verweilen ein. Anmutige Wandmalereien und authentisch nachempfundene Mosaikfußböden geben einen Einblick in das römische Kunsthandwerk. Mit Repliken und originalen römischen Gebrauchgegenständen, darunter Bronzefiguren, Essgeschirr und Marmorskulpturen, wird die Ausstattung der Räumlichkeiten ergänzt. Mehr als 200 Kunstwerke der Staatlichen Antikensammlung und Glypthotek in München wurden harmonisch als Ausstellung eingefügt.

Theater der Stadt

Außer dem wundervollen Stadttheater gibt es in Aschaffenburg noch einige kleinere Theater. Eines davon ist das StoryStage Märchentheater. Dieses wurde 2007 gegründet. Hier wird nicht nur Theater für Erwachsene gespielt, sondern auch für Kinder. Das Verbinden zwischen alten Geschichten, Märchen, und der Darstellenden Kunst ist das Markenzeichen dieses Märchentheater. Die zunehmenden Besucherzahlen bestätigen den Erfolg des Theaters. Ein anderes Theater ist das Ludwigstheater. In diesem führen hauptsächlich Schüler und Lehrer vorwiegend Komödien auf. Mit seinen 100 Sitzplätzen ist es stets ausverkauft. Man sollte Karten vorbestellen. Das nächste kleine Theater, Zimmertheater, ist das älteste private in der Stadt Aschaffenburg. Das Ensemble zählt zu den besten Bühnen. Auch hier wäre eine Kartenvorreservierung zu empfehlen. In einer Beruffachschule für Kosmetik ist das Erthal Theater zu finden. In diesem spielen Berufschauspieler unter der Leitung von Jürgen Overhoff moderne Interpretationen von Klassischen Stücken. Dieses kleine Theater mit seinen 60 Sitzplätzen bringt eine fantastische Atmosphäre rüber. So gehört auch das Hofgarten- Kabarett zu den weniger großen Theatern. Diese Kleinkunstbühne ist eine der Besten in der gesamten Bundesrepublik. Dort kann man durchaus die berühmtesten Schauspieler bewundern. Urban Priol baute das einstige Kino in der Orangerie des Hofgartens zu dem heutigen Hofgarten- Kabarett um. Nicht zu vergessen ist die Stadthalle am Schloss. Der Architekt Bernhard von Busse plante es. Diese Pläne wurden zwischen 1984 und 1991 umgesetzt. Mit ihren 12 Sälen ist diese der wichtigste Veranstaltungsort in Aschaffenburg. Im großen Saal des Gebäudes finden ca. 1200 Gäste Platz. Hier werden Tagungen, Konzerte Theaterkunst und vieles mehr veranstaltet. Mit einem großen Angebot an Veranstaltungen ist für jeden etwas dabei. Diese Theater bilden eine Kulturelle Einheit der Stadt Aschaffenburg.

Kapuzinerkloster

Ein Bruder der Kapuziner, Pater Bernhard, soll im Jahr 1631 die Stadt Aschaffenburg von der Zerstörung durch die Schweden gerettet haben, indem er König Gustav Adolf den Stadtschlüssel übergeben hat. So wurde Aschaffenburg vor Plünderung und Brandschatzung bewahrt. Seit dieser Zeit ist die Verbundenheit der Stadt mit den Kapuzinern sehr groß und groß war auch die Betroffenheit, als die Brüder 2010 die Stadt verlassen haben und das Kloster aufgelöst wurde. Nun soll das Kloster saniert und eine italienische Gemeinschaft einziehen. Bereits 1622 schenkte der Kurfürst Johannes Schweikard der Ordensgemeinschaft das Grundstück neben dem Schloss, auf dem die Klosteranlage dann entstand. Im Zuge der Säkularisation sollten um 1800 keine neuen Brüder mehr im Kloster aufgenommen werden. 1813 war aus dem Kloster ein Lazarett für Schwerstverletzte geworden. Nach dem Rückzug Napoleons brannte das Kloster jedoch bis auf den Grund ab und wurde erst 1847 wieder aufgebaut. Da die Städte im Umland größer wurden, musste 1908 eine neue, größere Kirche angebaut werden. Guardian P. Josef Küfner und Bauleitung Ritter Friedrich von Thiersch betreuten damals den Neubau. Die Lage des Klosters ist exklusiv, so lockte es unter anderem auch Kaiserin Maria Theresia und König Ludwig I. zu einem Besuch hierher. Das Kloster liegt im Stadtzentrum im Schlossgarten und bietet den Besuchern einen tollen Blick auf den Main. Hier wurde bis in die 1960er Jahre auch Wein angebaut. Zuletzt lebten noch sechs Ordensbrüder in dem Kloster, ihre Arbeit in der Seelsorge war für die Stadt von großer Bedeutung. Beichtangebote und Gottesdienste gehörten ebenfalls dazu wie die Arbeit im Krankenhaus oder im Gefängnis.

Schloss Johannisburg

Eine etwas ungewöhnliche und überaus interessantes Ausstellung kann man im Schloss Johannisburg bei Aschaffenburg besichtigen. Hier wird neben Gemäldegalerien und einigen anderen Attraktion eine Sammlung von Architekturmodellen gezeigt, die im Jahr 1792 von Carl Joseph May, damals Hofkonditor, aus Kork gefertigt wurden. Sie stellen hauptsächlich Gebäude aus Rom dar. So wurde das Kolosseum mit einem Durchmesser von drei Metern nachgebaut und gilt damit als größtes Korkmodell weltweit.

Das Schloss selbst ist allerdings bereits sehenswert. In den Jahren 1605 – 1614 erbaut, diente es bis 1803 den Erzbischöfen und Kurfüsten als zweite Residenz. Das vierflügliche Bauwerk dominiert das Stadtbild auch heute noch, und wurde von einem Dichter einst als „Schloss der Stadt Aschaffenburg“ bezeichnet.

Das imposante Bauwerk besitzt vier jeweils 64 Meter hohe Türme, die die jeweiligen dreigeschossigen Flügel, die ebenfalls 64 Meter lang sind, einschließen. Ein weiterer Turm stammt noch aus der Zeit des Vorgängerbaus, etwa aus dem 15. Jahrhundert. Der damalige große Burgfried ist der einzige Gebäudeteil der aus dieser Zeit noch steht. Im Innenhof befinden sich vier kleinere Türme, die hauptsächlich als Treppenaufgang dienen.

Einer Überlieferung zufolge sollte das Gebäude 1631 von dem schwedischen König Gustav Adolf abgebrannt werden. Ein schlagfertiger Pater verwies jedoch darauf, dass der König das Schloss mit nach Schweden nehmen könnte, wenn er möchte, er könnte es ja rollen. Dabei bezog er sich auf das Mainzer Wappen, das unter den Fenster eingemauert war (Das Wappen zeigt das Mainzer Rad). Über diese Auslegung des Wappens musste selbst der Schwedenkönig lachen und verzichtete darauf, das Schloss zu zerstören.

Gentilhaus

In der Grünewaldstraße baute der Industrielle Anton Kilian Gentil, geboren als Sohn eines Konditors, in den 1920iger Jahren dieses Gebäude, um dort seine große Sammlung an Kunstschätzen unterzubringen. Sein Vermögen, welches er sich durch Pumpenbau in seiner Maschinenfabrik erarbeitete, erlaubte ihm noch weitere markante fantasievolle Villen in Aschaffenburg zu bauen. Diese wurden ebenfalls mit Kunst von Gentil ausgestattet. Es sollte also nicht bei dem einen bleiben. Durch diese Häuser ging Anton Kilian Gentil in die Geschichte der Stadt Aschaffenburg ein. Aber in dem Gentilhaus in Aschaffenburg stellt Anton Kilian Gentil nicht nur Kunstwerke aus, er bewohnte es auch. Es befinden sich Werke vorwiegend von befreundeten Künstlern, mittelalterliche Plastiken, Altäre, Glas, Möbel, Steinzeug, Gemälde, einer Welte- Philharmonie- Orgel und volkstümliche Keramiken darin. Selbst seine eigenen Werke stellte er zur Schau. Zu sehen sind auch einige Sammelstücke aus der Region von Ostasien. Es ist eine spektakuläre Ausstellung. In etwa 50 Jahren trug Gentil ca. 2000 Objekte zusammen. In vielen Zimmern die bis unter die Decke mit Kunstwerken gefüllt sind, kann man die Sammelleidenschaft des Pumpen- Anton bewundern. Besucher können heute bedeutende Kunstwerke bestaunen. Anton Kilian Gentil starb bei einem Autounfall. Er legte in seinem Testament fest das die Stadt Aschaffenburg das Haus samt seinen Schätzen und Inventar nach seinem Tot geschenkt bekomme. Es trägt heute noch unverändert den persönlichen Charakter des Erbauers, spiegelt seine Sammelleidenschaft wieder und kann dadurch nur mit Voranmeldung, in kleinen Gruppen von 10 Leuten, durch Führungen besichtigt werden. Man sollte auch bei Besichtigungswunsch darauf achten, das dieses Gebäude durch seine Eigenartigkeit und Einzigartigkeit nicht Behindertengerecht ist.

Wissenswertes

Im Regierungsbezirk Unterfranken, der Teil des Bundeslandes Bayern ist, hat die Stadt Aschaffenburg ihren Platz gefunden. Die Fachhochschulstadt wird auch gerne als das Tor zum Spessart bezeichnet. Aschaffenburg zählt knapp 70.000 Einwohner und ist somit die zweitgrößte Stadt Unterfrankens.

Der Boden im Gebiet der Stadt beherbergt das in Europa nur selten vorkommende Aventurin-Quarz.

Nur ein paar Kilometer von der Stadt entfernt befindet sich auch ein Flugplatz, der der Stadt zur Verfügung steht. Auch ein Segelflugplatz befindet sich in der Nähe.

Im fünften Jahrhundert wurde Aschaffenburg von den Alemannen gegründet, besiedelt worden war das Gebiet jedoch schon vorher. Im Jahre 957 wurde der Name des Ortes erstmals zu Papier gebracht. Im Laufe der Geschichte gilt Aschaffenburg als namhafter Verwaltungssitz von Erzbischöfen und Kurfürsten, die sich auch oft dort aufhielten.

Auf ihren Hafen sind die Aschaffenburger besonders stolz. Im Jahre 2005 wurden hier 2,8 Millionen Güter an der transeuropäishcen Wasserstraße Rhein-Main-Donau umgeschlagen.

Im Jahre 1798 wurde der Univesitätsbetrieb Aschaffenburgs aufgenommen. Im Laufe der nächsten Jahre erhielt die Lehranstalt eine theologische, juristische und philosophische Fakultät. Im Jahr 1808 entwickelte sich aus der theologischen Fakultät das Priesterseminar. Nachdem die Stadt im Jahre 1814 in bayerischer Hand lag, wurde die juristische Fakultät geschlossen. Vier Jahre später wurde die Universität als hochschulgleiche Einrichtung fortgeführt. 1873 wurde die Lehranstalt geschlossen.

Die Stadt Aschaffenburg hat in der Vergangenheit auch über eine Forstliche Hochschule verfügt, deren Anfänge im Jahr 1807 zu verzeichnen sind. Die Hochschule wurde im Jahr 1910 als forstwissenschaftliche Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität mit Sitz in München angeschlossen.

Heute besteht in Aschaffenburg eine Fachhochschule mit den Fachbereichen Ingenieurwissenschaften, sowie Wirtschaft und Recht. Rund 45 Professoren sind gegenwärtig für 1.300 Studenten zuständig.

Besonders bekannt ist auch die Fachakademie für Sozialpädagogik, die in der Stadt Aschaffenburg beheimatet ist. Seit ein paar Jahren ist diese Einrichtung auch durch ihre regelmäßigen Musical-Aufführungen beliebt und bekannt.



Verkaufsoffener Sonntag in Aschaffenburg

Folgende Termine in Aschaffenburg und Umgebung haben wir in unserer Datenbank gefunden:


Verkaufsoffene Sonntage im Oktober 2019

Hier werden nur verkaufsoffene Sonntage in Aschaffenburg für den Monat Oktober 2019 aufgelistet. Für andere Städte wählen Sie bitte in der Navigation das Bundesland oder die Stadt aus.

2019, Sonntag 20. Oktober


Datum: 20.10.2019
Ort: Aschaffenburg (Bayern)
Verkaufsoffen von 13 bis 18 Uhr. Es gibt seit vielen Jahren zwei verkaufsoffene Sonntage. Das Ziel der Stadt Aschaffenburg ist, den ortsansässigen Einzelhandel zu stärken. Mit diesem Beschluss werden wir die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis und in der Stadt Aschaffenburg mit Sicherheit dazu bewegen, in Aschaffenburg zu bummeln, die Geschäfte anzuschauen, einen Kaffee zu trinken und dann vor allem auch den Einzelhandel zu stärken





Archiv

Nachfolgend sind noch einige ältere Einträge, um nachzuvollziehen, ob Aschaffenburg sich an verkaufsoffenen Sonntagen beteiligt:
Verkaufsoffener Sonntag 13 bis 18 Uhr (25.04.2010)
Verkaufsoffener Sonntag - Aschaffenburg (17.10.2010)
Auf dem Matthiasmarkt in Aschaffenburg bieten bis zu 65 Marktkaufleute ihr vielseitiges Warensortiment an (27.02.2011)
Verkaufsoffener Sonntag im Frühjahr 2011 (10.04.2011)
Verkaufsoffener Sonntag (02.06.2013)
Verkaufsoffener Sonntag (27.04.2014)
Verkaufsoffener Sonntag in D-63739 Aschaffenburg von 13-18 Uhr Grund: Automarkt (18.10.2015)
In 63739 Aschaffenburg gibt es einen verkaufsoffenen Sonntag. Grund der Sonntagsöffnung: Weihnachtsmarkt - 13.00 - 18.00 Uhr (29.11.2015)
Verkaufsoffener Sonntag in 63741 Aschaffenburg (nur Großmarkt Selgros) 11.00 - 18.00 Uhr Grund: Fest (06.12.2015)


Städte in der Nähe von Aschaffenburg:
hoesbach (8.7km), moembris (9.9km), grossostheim (11.9km), alzenau (16.2km), erlenbach (17.3km), freigericht (18.8km), rodenbach (22.5km), babenhausen (24.2km), seligenstadt (25km),



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