Dieser Sonntag: Verkaufsoffener Sonntag in Bad Gandersheim? Alle Termine & Daten.

Inhaltsverzeichnis





 

Sehenswürdigkeiten in Bad Gandersheim

Stift Gandersheim

Vom Sachsenherzog Liudolf wurde Stift Gandersheim gegründet. Auf einer Pilgerreise nach Rom erhielt er für dieses Vorhaben die Genehmigung von Papst Sergius II. Gleichzeitig erhielt er von ihm die Reliquien der heiligen Päpste Innocentius und Anastasius, die für die Gründung erforderlich waren. Bis zur Fertigstellung der Stiftskirche und der Gebäude des Klosters wurde der Konvent im Kloster Brunshausen angesiedelt. Seinem Charakter nach war Stift Gandersheim ein fürstliches Familienstift. Gegründet wurde Stift Gandersheim und nannte sich bis zu seiner Auflösung 1810 offiziell „Kaiserlich freie weltliche Reichsstift Gandersheim“. Im Gegensatz zu „klösterlich“ ist dabei der Begriff „weltlich“ zu verstehen. Es handelte sich hier um einen Frauenstift, in dem eine Gemeinschaft unverheirateter Töchter hochadliger Familien ein gottgefälliges Leben führte. Kanonissen bzw. Kanonikerrinen hießen seinerzeit die Bewohnerinnen. Als „Stiftsdamen“ wurden sie nach der Reformation bezeichnet. Da die Stiftsdamen kein ewiges Gelübde ablegten und über Privatbesitz verfügten, konnten sie zu jeder Zeit aus dem Stift austreten. Häufig weilten die Salischen und Ottonischen Kaiser mit ihrem Gefolge in Gandersheim. Noch heute erkennt man den romanischen Kirchenbau der Stiftskirche. Dieser wurde mit gotischen Anbauten erweitert. Bei der Stiftskirche handelt es sich um eine kreuzförmige Basilika, die mit zwei Türmen ausgestattet ist. Der Kirchenbau besteht aus einem Langhaus, das flach gedeckt ist und mit sächsischem Stützenwechsel versehen wurde. Außerdem verfügt er über zwei gewölbte Seitenschiffe. Eine querrechteckige Vierung mit quadratischen Querarmen besitzt das Querhaus, an das sich das querrechteckige Chorjoch anschließt. Eine Hallenkrypta befindet sich unter Chor und Vierung. Aus zwei Türmen besteht der Westbau. Hieran befindet sich ein zweigeschossiger Verbindungsbau. Der Westbau verfügte ursprünglich noch über eine vorspringende Vorhalle im Obergeschoss, die Paradies genannt wurde.

Klosterkirche Clus

In Clus, einem zur Stadt Bad Gandersheim gehörenden Ortsteil, befindet sich die Klosterkirche Clus des ehemaligen Stiftes Clus. Die romanische Basilika verfügt über ein dreischiffiges, flach gedecktes Langhaus sowie ein Querhaus mit gotischem Chorschluss. Chor und Vierung werden von einem Kreuzgratgewölbe getragen. Eine offene Portalhalle ist dem Langhaus im Westen vorgesetzt. Im geschlossenen Obergeschoss befindet sich die Orgelempore. Von einem quadratischen Turm mit Zeltdach wird sie auf der Nordseite flankiert. Zum äußeren Bauschmuck zählen Halbsäulen, Bogenfriese und paarige Rundbogenfenster. Der innere Bauschmuck sind Blendarkaden im Obergaden und Kapitelle mit Blattornamentik. Ein geschlossenes Quadrat mit der Kirche bilden die drei Flügel der ehemaligen Konventsgebäude. Geweiht wurde die Kirche am 17. Juni 1127. Anwesend waren Berta I., Äbtissin des Stiftes Gandersheim, und Berthold I., Bischof von Hildesheim. 1159 erfolgte – nach weiteren Bauarbeiten – eine zweite Weihe. Diese erfolgte durch Gerold, dem Bischof von Oldenburg. Das Kloster Clus wurde 1433 vom Abt Johannes Dederoth übernommen. Im 15. Jahrhundert wurde der Chor im gotischen Stil vergrößert. Die Wände wurden bemalt und er erhielt einen Schnitzaltar. Die lutherische Reformation wurde Mitte des 16. Jahrhundert durchgeführt. Da das Kloster jedoch als Körperschaft bestand, gehörte es bis 1810 weiterhin zum Gebiet des Stiftes Gandersheim. In der Chronik Antiquiatates Gandersheimenses von Johann Georg Leuckfeld findet sich ein Kupferstich des Gebäudes im Jahr 1709. 1624 mussten die Bücher des Stiftes an Helmstedt abgegeben werden. Darunter befand sich ein Evangeliar aus dem 10. Jahrhundert. In den Besitz des Fürstentums Braunschweig-Wolfenbüttel ging die Kirche Clus 1810 über. Die Landeskirche Braunschweig wurde 1955 Eigentümerin.

Das Kloster Brunshausen

In Brunshausen, einem Ortsteil der Stadt Gandersheim, befindet sich das ehemalige Kloster Brunshausen, das als Benediktinerinnenkloster im 9. Jahrhundert gegründet wurde. Als Nonnen- und Mönchskloster sowie als evangelischer Konvent erlebte das Kloster eine wechselvolle Geschichte. Zu einem Außenlager des KZ Buchenwald wurde im Jahre 1944/1945 das Kloster KZ Bad Gandersheim. Zu der Geschichte Brunshausens sowie des Stiftes Gandersheim besteht heute in Teilen des Klostergebäudes ein Museum. Die gotische Hallenkirche, die romanische Überbleibsel enthält, besteht derzeit noch. Diese romanischen Reste sind am Eingang, in der südlichen Nebenapsis sowie im Bereich des Westturms zu finden. Ergraben wurden vier romanische Vorgängerbauten, die zurück bis ins 9. Jahrhundert reichen. Bei dem Vorgängerbau handelte es sich um eine dreischiffige, vermutlich aus dem 12. Jahrhundert stammende romanische Basilika. Diese war größer als die heutige Klosterkirche. Da dessen Vorgänger eingestürzt war, wurde der noch bestehende Rechteckchor 1300 gebaut. Aus dem 15. Jahrhundert stammt der Rest der Kirche. Durch einen zeitweiligen wirtschaftlichen Aufschwung war der Neubau möglich geworden. Von 1713 bis 1726 wurde der westliche Klosterflügel zu einer Sommerresidenz umgebaut. Die Privaträume der Äbtissin sowie die Schlosskapelle und der Speisesaal befanden sich in der ersten Etage. Die Sammlungen der Elisabeth Ernestine Antonie waren in der zweiten Etage sowie im Dachgeschoss untergebracht. Nach den Themen der Sammlungen – zum Beispiel Münzen, Naturwissenschaften, Geschichte des Stifts und Architektur – waren die Räume gegliedert. Die Klosteranlage war 1810 noch weitgehend vorhanden. Im 19. Jahrhundert wurden die Ost- und Nordflügel abgerissen. Da Brunshausen im Herrschaftsbereich der Liudolfinger lag, wurde es von diesen zunächst als Herrschaftssitz ausgewählt. Im ersten Viertels des 9. Jahrhunderts wurde der Herrensitz mit einer kleinen Eigenkirche versehen.

Skulpturenweg Lamspringe

Von Lamspringe nach Bad Gandersheim, entlang einer stillgelegten Bahntrasse, führt der Skulpturenweg. Dieser wurde als Rad- und Wanderweg angelegt und wird von Familien bei einem gemütlichen Ausflug gern genutzt. Auf dem Skulpturenweg, der als Teil der Straße des Friedens gilt, sind 13 Skulpturen zu sehen, die ausschließlich privat finanziert wurden. Der Skulpturenweg ist seit 2001 auch Bestandteil des „Radwegs zur Kunst“. Im Süden von Bad Gandersheim beginnt der Skulpturenweg und führt nach Lamspringe. Von dort aus geht es weiter über Hildesheim und Sarstedt. Der damalige niedersächsische Ministerpräsident Sigmar Gabriel übernahm die Schirmherrschaft des Skulpturenwegs. Auf dem etwa 12 Kilometer langen Weg können folgende Skulpturen bestaunt werden: Aus dem Jahr 1998 die Skulptur „Begegnung“ von Andrzey Irzykowski. „Welcome“ von Nabil Basbous stammt ebenfalls aus dem Jahr 1998. „Aufbruch“ aus dem Jahr 1999 vom Dietlind Petzold-Brodbeck. „Freiheit, Liebe, Tod“ aus dem Jahr 1999 von Hans-Hendrik Grimmling. Aus dem Jahr 2000 stammen „Das Tor“ von Wolf Bröll, „Geheimnisturm“ von Ludmila Ostrogorska und „Mitro“ von Peter Schmitz. „Stahlarm“ von Hans Baschang und „Die Wartenden“ von Bernd Löning stammen aus dem Jahr 2002. Von Bernd Zimmer stammt „Stiller Dialog“ aus dem Jahr 2003. „Mann im Käfig“ von Siegfried Neuenhausen stammt ebenfalls aus dem Jahr 2003. Die Skulptur „Wegekreuz“ stammt von Gerd Winner aus dem Jahr 2005. „Der Heilige Jakobus“ aus dem Jahr 2008 stammt von Guido Häfner. Für das leibliche Wohl der Besucher des Skulpturenweges sorgen verschiedene Cafés und Restaurants. Wer während des Ausfluges eine Rast einlegen und sich stärken möchte, findet diese in unmittelbarer Umgebung des Rad- und Wanderweges.



Roswithabrunnen

Bei einem Spaziergang durch Bad Gandersheim lohnt es sich, auch den Roswithabrunnen näher zu betrachten. Benannt wurde der Brunnen nach Roswitha von Gandersheim, der ersten namentlich bekannten deutschen Dichterin. Als bedeutendste literarische Zeugnisse der Kultur des Mittelalters gelten ihre Werke heute. Als Stiftsdame im sächsischen Kanonenstift Gandersheim lebte Roswitha von Gandersheim im Mittelalter des 10. Jahrhunderts. Leider nur wenig bekannt ist ihre Biographie. So wird vermutet, dass sie aus einer sächsischen Adelsfamilie stammt. Traditionell wird die Erinnerung an Roswitha in Bad Gandersheim aufrecht erhalten. Teilen ihrer Werke wurde seit den 20iger Jahren immer wieder neues Leben eingehaucht und die Neuinszenierungen wurden dann aufgeführt. Zum Andenken an die Werke der Dichterin finden seit 1959 jährlich im Sommer die Gandersheimer Domfestspiele statt. Diese gehören heute zu den bedeutendsten Freilichtspielen in Deutschland. Neben dem Roswithabrunnen erinnern auch der Roswitha-Gedenkstein sowie in der Stiftskirche das Roswitha-Fenster an die Dichterin. Siegfried Zimmermann schuf den Roswithabrunnen, der anlässlich der 20. Domfestspiele 1978 eingeweiht wurde. Der Brunnen zeigt Roswitha, wie sie kniend ihre Werke Kaiser Otto I. überreicht. Auf einer Art Sockel befinden sich Kaiser und Dichterin, die über den Wasserteil des Brunnens heraus ragen. Die fast lebensgroßen Figuren sind in Schwarz gehalten und kommen als Mittelpunkt des Brunnens so besonders gut zur Geltung. Das rund um das Ensemble geschwungene Becken des Brunnens ist aus Stein. Zu finden ist der Roswithabrunnen vor der Gandersheimer Abtei, die sich in der Nähe der Stiftskirche befindet, zu finden. Die Stiftskirche war die Wirkungsstätte der ehemaligen Dichterin und Stiftsdame Roswitha von Gandersheim.

Wissenswertes

Im niedersächsischen Landkreis Northeim hat die Stadt Bad Gandersheim ihren Platz gefunden. Wer die Stadt in Richtung Osten verlässt, findet sich bereits nach wenigen Kilometern im Harz wieder. Daher ist auch das Stadtgebiet bereits sehr hügelig. Das Solebad ist in fünfzehn Stadtteile gegliedert.

Die Geschichte der Stadt geht mindestens bis ins Jahr 852 zurück. Im zehnten Jahr Hundert fanden rasante Entwicklungen statt. Der Ort erhielt das Markt-, Münz- und Zollrecht. Im Jahr 1833 kam es zur Gründung des Landkreises Gandersheim. Dieser wurde 1977 wieder aufgelöst. Der Kurbetrieb der Stadt geht bis ins Jahr 1878 zurück, denn da wurde das erste Solbad errichtet und der Kurbetrieb konnte langsam heranwachsen. Nachdem der erste Weltkrieg vorbei war, setzte die Stadt auf den Tourismus und betrieb professionell Werbung für den Fremdenverkehr. Im Jahr 1932 wurde Gandersheim mit dem Zusatz Bad ausgezeichnet.

Bad Gandersheim pflegt Städtepartnerschaften mit den Städten Rotselaar in Belgien und Skegness in England.

Fälschlicherweise wird die Stiftskirche manchmal als Gandersheimer Dom bezeichet. Im romanischen Baustil errichtet, fand die Erstweihe im Jahr 881 statt. Die älteste Pfarrkirche der Stadt ist die Georgskirche. Sehr erwähnenswert ist auch das historische Fachwerkhaus "Am Bracken". Wer sich auf den Weg zur Abtei mit dem Kaisersaal macht, wird natürlich auch die Marienkapelle besuchen und sich danach vielleicht ein wenig am Elisabethbrunnen ausruhen. Auch die Klosterkirche Clus und das Kloster Brunshausen zählen zu den wichtigsten historischen Bauwerken der Stadt.

Es ist auch sehr interessant zu wissen, dass Bad Gandersheim direkt an der Deutschen Fachwerkstrasse liegt.

Die Stadt verfügt über mehrere sehr ansprechende Kurparks. Auch der Skulpturenweg nach Lamspringe darf hier nicht übersehen werden.

Die größte Süntelbuche der Welt ist stolze 210 Jahre alt und ist ein Naturdenkmal der Stadt Bad Gandersheim. Zu finden ist die Kopfbuche bei Gremsheim.

Die Verleihung des Roswitha-Preises, die Domfestspiele, sowie das Altstadtfest bieten jährlich Unterhaltung für junge und alte Generationen.

Verkaufsoffener Sonntag in Bad Gandersheim

Folgende Termine in Bad Gandersheim und Umgebung haben wir in unserer Datenbank gefunden:




Es wurden leider keine aktuellen Termine zu verkaufsoffenen Sonntagen in Bad Gandersheim gefunden. Termine in der Umgebung (nach Bundesland sortiert) findest hier.

Archiv

Nachfolgend sind noch einige ältere Einträge, um nachzuvollziehen, ob Bad Gandersheim sich an verkaufsoffenen Sonntagen beteiligt:
Bauernmarkt (03.10.2010)
Verkaufsoffener Sonntag (19.06.2011)
Bauernmarkt - Verkaufsoffener Sonntag von 13.00 - 18.00 Uhr (04.10.2015)


Städte in der Nähe von Bad Gandersheim:
seesen (9.4km), bockenem (16.2km), northeim (19.3km), bad-salzdetfurth (22.7km), einbeck (23.1km), osterode (25.1km), alfeld (28.2km), langelsheim (30.8km), clausthal-zellerfeld (31.8km),



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