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Sehenswürdigkeiten in Bad Kissingen

Bismarckturm

Der Reichskanzler Otto Fürst von Bismarck war für die Kurstadt Kissingen der bedeutendste Gast. Zwischen 1874 und 1893 verbrachte er 15 Kur-Aufenthalte in Kissingen. Auch während dieser Zeit ließ er die Weltpolitik nicht ruhen und machte so die Kurstadt weltweit nachhaltig bekannt. 1905 gründeten fünf Kissinger Bürger den Bismarckturm-Verein. Um die Erinnerung an den großen Kanzler für ewige Zeit festzuhalten, plante der Verein den Bau eines Turmes. Der Düsseldorfer Architekt Wilhelm Kreis lieferte die Pläne für den Bau. Bereits mehr als 50 Bismarcktürme hatte er entworfen. Auf circa 50.000 Mark wurden die Kosten seinerzeit geschätzt. Um den Bau zu finanzieren, musste der Verein fleißig Geld sammeln. Zu diesem Zweck wurde 1913 im Luitpold ein Sommerfest veranstaltet. Als dann der Erste Weltkrieg ausbrach, wurde den Bemühungen des Vereins ein schnelles Ende gesetzt. Mit Hilfe eines Zuschusses der Stadt konnten jedoch rechtzeitig zum 100jährigen Geburtstag Bismarcks am 1. April 1915 die Plattform und der Sockel fertiggestellt werden. Am 30. Juli 1915, dem Todestag Bismarcks, erfolgte die Grundsteinlegung. Die weiteren Baumaßnahmen wurden erst im Laufe des Jahres 1926 fortgesetzt. 1928 war der Rohbau dann beendet. Mit einer Holztreppe und einem Austritt auf die Plattform wurde der Turm zu Beginn des Zweiten Weltkrieges versehen. Somit erfüllte er den Zweck als Beobachtungspunkt für die Luftwaffe. Der Bismarckturm wurde geschlossen und die Türe zugemauert nach dem Zusammenbruch des Dritten Reiches. Um den Aussichtsturm wieder für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen, erging 1985 der Stadtratsbeschluss zum Innenausbau. Auf 220.000 DM beliefen sich die Kosten. Durch den Oberbürgermeister Georg Straus fand schließlich am 21. Juni 1986 die feierliche Einweihung statt.

Wandelhalle

Die Bad Kissinger Wandelhalle kann mit ihren 90 Metern Länge und einer Fläche von 3.240 Quadratmetern das Superlativ in Anspruch nehmen, dass sie die größte Trinkkurhalle in Europa ist. Für Bewunderung und Aufsehen sorgen aber nicht nur die Länge, Breite und Höhe sowie die sehr schöne Architektur der Wandelhalle. Auch die Zierbrunnen mit ihrem Blühen und Grünen sind echte Hingucker. Von der Galerie hängen prächtige Pflanzen herab. Diese erwecken den Eindruck, als wäre jede einzelne Ranke dort drapiert worden. Selbstverständlich sind aber alle Pflanzen echt. Ein 70 Meter langer Querbau ist der Wandelhalle vorgelagert. Dieser schützt zur Saale hin die Quellen Rakoczy und Pandur. Nach nur achtmonatiger Bauzeit wurde die Wandelhalle 1910/11 vom königlich bayerischen Baumeister Max Littmann errichtet. Sie erhielt die Form einer dreischiffigen Basilika. Die rasch ansteigende Zahl der Kurgäste um die Jahrhundertwende war der Anlass für den Bau der Wendelhalle. Bereits im Jahr 1905 ließ der Prinzregent Luitpold von Bayern Pläne entwerfen, die den schmiedeeisernen Brunnenpavillon ersetzen sollten. Die Bausumme wurde jedoch erst 1910 bewilligt und Max Littmann begann mit dem Bau. Allerdings war dies nur der erste Bauabschnitt. Zwischen Kurgarten und dem Ufer der Fränkischen Saale sollte ein großes Gebäudeensemble entstehen mit einem Arkadenbau, Regentenbau sowie ergänzenden Bauten. Für die ursprünglichen Kurzwecke wird die Wandelhalle auch heute noch genutzt. Wie seit Mai 1911 geben die Brunnenfrauen in der Brunnenhalle frühmorgens und nachmittags an ihre Kurgäste Heilwasser aus. Vor mehreren hundert Zuhörern spielt das 13köpfige Kurorchester ebenfalls zweimal täglich. Die Wandelhalle wird seit ihrer Sanierung zusätzlich auch für Tagungen und Firmenveranstaltungen genutzt.

Bayerische Spielbank

Im Staatsbad Bad Kissingen haben Roulette und Black Jack bereits eine lange Tradition. So erfreute sich das Roulette Spiel in Bad Kissingen schon zu Beginn des 19. Jahrhunderts großer Beliebtheit. Einen alten Roulette Kessel aus der Zeit um 1839 können die Besucher der Bayerischen Spielbank noch heute dort bewundern. Mit der Fertigstellung des Umbaus kam durch das Zusammenwirken von alt und neu frischer Wind in das denkmalgeschützte Gebäude. Ein spannendes Raumerlebnis erwartet die Besucher jetzt vor allem im Foyer. Der Reiz des Casinos hat stark zugenommen, sodass die beiden Spielsäle um interessante Angebote erweitert wurden. Von 80 auf 97 modernste Geräte wurde die Automatenzahl im Kleinen Spiel, dem Automatensaal, aufgestockt. Da der Besuch einer Spielbank immer noch ein besonderes Ereignis ist, sollte man zum großen Spiel in gepflegter Kleidung erscheinen. Sakko und Hemd sind hier für Herren Pflicht. An der Garderobe können Sakkos ausgeliehen werden. Die Spielbank verfügt über ein vielfältiges Spielangebot. So können die Spiellustigen zum Beispiel an fünf Spieltischen ihr Glück beim Roulette versuchen. Von 1 Euro bis 6.000 Euro erstrecken sich hier die Einsatzlimits. Natürlich werden auch die bekannten Spiele Black Jack und Poker angeboten. Die Öffnungszeiten für das Große Spiel sind Sonntag bis Donnerstag von 15:00 bis 2:00 Uhr sowie Freitag und Samstag von 15:00 bis 3:00 Uhr. Das Automatenspiel ist an den vorgenannten Tagen bereits ab 13:00 Uhr geöffnet. Während einer Spielpause lohnt sich ein Besuch im Casinorestaurant -le jeton-. In großstädtisch anmutendem Ambiente wird den Gästen eine erlesene Auswahl an Gaumenfreuden angeboten. Die Speisekarte lässt garantiert keine Wünsche offen. Von Dienstag bis Samstag werden in der Zeit von 14:00 bis 18:00 täglich wechselnde Tagesgerichte angeboten.

Der Wildpark Klaushof

Auf 35 Hektar Waldfläche und Wiesen erstreckt sich der Wildpark Klaushof. Hier sind heimische und vom Aussterben bedrohte Tiere zu Hause. Dass die Tiere sich hier wohl fühlen beweist die erfolgreiche Zucht des Wildparks. Manche Tierarten werden dann auch an Zoos weitergegeben. Neben Wild- und Hängebauchschweinen tummelt sich in den Freigeheben zahlreiches Dam-, Rot- und Schwarzwild. Auch Wildkatzen und Luchse sowie Eulen und Biber haben hier eine Heimat gefunden. Für Kinder ist der Streichelzoo im Wildpark immer wieder ein ganz besonderes Erlebnis. Ziegen, Esel, Schafe, Hasen und Meerschweinchen warten hier auf ihre Streicheleinheiten. Im Freigehege können Wildschweine und Rehe gefüttert werden. Nicht nur für Kinder ist der Wildpark Klaus ein gern besuchter Ort. Auch Erwachsene kommen immer wieder gern in den Wildpark. Wer möchte, kann den Wildpark auch unter kompetenter Führung erkunden. Diese wird auf Anfrage angeboten. Auch die Fauna der Umgebung ist sehr interessant. Interessierte Besucher können dem integrierten Waldlehrpfad folgend mehr über die Pflanzen und Bäume erfahren und auf dem Spaziergang die Umgebung genießen. Im Wildpark Klaushof steht den kleinen Besuchern außerdem ein Spielplatz zur Verfügung, auf dem sie sich nach Herzenslust austoben können. Den kleinen Hunger zwischendurch stillt ein Snack, der am Kiosk, der sich innerhalb des Wildparks befindet, eingenommen werden kann. Vor dem Wildpark befindet sich das Café-Restaurant Klaushof, das seine Gäste zum etwas längeren Verweilen herzlich einlädt. Hier erwartet die Besucher ein Ausflugslokal mit gepflegter Gastronomie. Der Wildpark ist täglich von 9:00 bis 18:00 Uhr geöffnet, während der Wintermonate täglich von 9:00 bis 17:00 Uhr.

Regentenbau

Als Bad Kissingens prachtvollstes Gebäude der Kureinrichtungen gilt der Regentenbau. Im 19. Jahrhundert waren die Räumlichkeiten des Regentenbaus der perfekte Rahmen für prunkvolle Feste, denn beim europäischen Hochadel war Kissingen damals absolut angesagt. So saßen Königin Luise von Schweden, Kronprinzessin Cäcilie von Hohenzollern sowie aus Thailand Königin Sirikit und König Bhumibol im Großen Saal unter dem Brokatbaldachin. Heute trifft sich Wissenschaft und Kunst im Großen Saal und nicht nur berühmte Orchester gastieren hier. Der repräsentative Rahmen ist auch bei Bällen und Kongressen sehr geschätzt. Während des -Kissinger Sommer-, einem Musikfestival, treffen sich hier jährlich zahlreiche internationale Künstler und der Große Saal erfüllt seine ursprüngliche Aufgabe. Der Saal ist 36 Meter lang und 16 Meter hoch. Die Wände und Säulen sind mit Kirschbaumholz, das mit Intarsien aus Ebenholz verziert ist, verkleidet. Sowohl Zuhörer als auch Musiker schätzen die gute Akustik dieser Holzvertäfelung. Durch Klapptüren erreicht man vom Großen Saal aus den Weißen Saal und den Grünen Saal. Am Rokoko orientiert sich der Weiße Saal. Von einem Ehrenplatz aus weist hier Prinzregent Luitpold den Weg in den Schmuckhof, einem Gartenhof voller Schönheit und Überraschungen. Von hier aus führt eine Freitreppe in die Lesesäle. Als Musikzimmer gedacht und auch benutzt wird der Grüne Saal. An den Jugendstil lehnt sich die Bemalung mit silberfarbenen Ornamenten an. Bei schönem Wetter ist der Schmuckhof eindeutig der schönste Raum des Regentenbaus. Der Salon unter freiem Himmel lässt die Geschichte jedes Jahr aufs Neue beim Rakoczy-Fest lebendig werden. Märchenkönig Ludwig II. gibt Autogramme und huldvoll winkt Kaiserin Sissi in die Menge.

Wittelsbacher Turm

In Arnshausen, auf dem 400 Meter hohen Scheinberg befindet sich der Aussichtsturm Wittelsbacher Turm. Da der Ludwigsturm, der bisher als Aussichtsturm genutzt wurde, keine zufriedenstellende Aussicht über Bad Kissingen bot, wurde der Bau des Wittelsbacher Turms 1903 von dem Arzt Dr. Wendelin Dietz angeregt. Der Magistratsrat Carl Krampf lieferte die Pläne für den Turmbau. Der Bildhauer Valentin Weidner gestaltete den auf der Turmspitze angebrachten Löwen, der eine Krone trägt. Auf 27.000 Goldmark insgesamt beliefen sich die Baukosten. Das hundertjährige Jubiläum des Königreichs Bayern stand 1906 an, das 700jährige Jubiläum der Wittelsbacher war 1880 gewesen. So wurde der geplante Turm Wittelsbacher Jubiläumsturm genannt. Am 1. Januar 1906 wurde der Grundstein gelegt. Die Einweihungsfeier fand am 15. September 1907 statt. Eine Gedenkstätte für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges sollte 1924 rings um den Turm angelegt werden. In Anwesenheit des Kronprinzen Rupprecht von Bayern wurde die Grundsteinlegung am 15. August 1925 gefeiert. Die Ausführung der Pläne wurde jedoch durch die Weltwirtschaftskrise verhindert. Wegen Baufälligkeit musste der Turm in den 1970er Jahren für Besucher gesperrt werden. Es erfolgte jedoch eine Restaurierung durch den Freistaat Bayern zum 800jährigen Jubiläum der Wittelsbacher. Als Zentrum der geplanten Erlebniswelt Saaletal ist der Turm vorgesehen. Insgesamt 33 Meter hoch ist der Wittelsbacher Jubiläumsturm. Auf 25 Meter Höhe befindet sich die Aussichtsplattform, von der aus die Besucher einen einmaligen Blick über das Saaletal erhalten. Auch den bei Hammelburg liegenden Sodenberg kann man von hier aus sehen. Während aus grünem Sandstein der Löwe, das Portal, die Brüstung sowie die Kuppel hergestellt wurden, ist der Turm aus Muschelkalk gebaut worden.

Burg Botenlauben

Wohl das älteste Wahrzeichen der Kurstadt Kissingen ist die Ruine der Burg Botenlauben. In der Burg Ottos von Botenlauben trafen sich berühmte Minnesänger wie Walter von der Vogelweide, Wolfram von Eschenbach und Reinmar von Zweter lange Zeit bevor Könige und Kaiser in Kissingen Gesellschaft und Genesung suchten. Manchmal ist in mondlosen und finsteren Nächten ein rhythmisches Klopfen zu hören. Dieses soll vom ruhelosen Geist des niederträchtigen Koches stammen. Der Koch hatte die Burg und ihre Insassen im Bauernkrieg 1525 verraten. Zwar widerstand die Burg allen Angriffen der Bauernhaufen, jedoch öffnete der Koch nach einem verabredeten Zeichen – nämlich dem Klopfen auf einem Küchenbrett – eine kleine Türe. So wurde die Burg erstürmt, ausgeplündert und schließlich angezündet. Türme, Mauern und Tore wurden dem Verfall hingegeben. Die Bürger holten sich von dort Steine, um damit Häuser im Tal zu bauen. Dies wurde vom Fürstbischof Johann Philipp von Schönborn 1654 zwar verboten, jedoch aber erfolglos. Die Steindiebe in Schach zu halten gelang erst Ludwig I. im Jahr 1827. 1881 erkannten die Bürger, dass die Burgruine sich auf dem schönsten Punkt oberhalb Kissingens befindet und machten diese wieder begehbar. Die Burg Botenlauben ist seitdem ein beliebtes Ausflugsziel. Es ist weder der Bauherr noch das Baujahr der Burg bekannt. Ein Graf Bodo wurde erstmals 1004 als Burgherr erwähnt. Nach ihm wurde die Burg benannt. Die Nachsilbe -lauben- bedeutete -leben-. Unter dem aus dem Geschlecht der Henneberger stammenden Otto von der Botenlaube erlebte die Burg ihre Glanzzeit. Mit seiner Gemahlin Beatrix von Courtenay lebte er ab 1220 ständig auf der Burg. 1234 verkaufte er die Burg ans Hochstift Würzburg, um mit dem Geld im nahen Frauenroth ein Kloster zu gründen.

Kapellenfriedhof

Der Kapellenfriedhof wurde erstmals im Jahr 1348, als viele Kissinger der Pest zum Opfer fielen, erwähnt. Eine Erweiterung des Friedhofes fand in den Jahren 1855 und 1890 statt. Als am Sinnberg der Parkfriedhof entstand, fand die zwischen den Jahren 1925 und 1929 geplante Erweiterung nicht statt. 1841 entstand das erste Leichenhaus des Kapellenfriedhofs. Ein neues Leichenhaus wurde 1885 geplant. Gebaut wurde das heute noch bestehende Leichenhaus allerdings erst 1890. Durch den Torbogen, datierend vom Jahr 1909, führt der Weg zum 10.000 Quadratmeter großen Friedhof. Der Kapellenfriedhof wurde während der Schlacht bei Kissingen am 10. Juli 1866 zum Schauplatz eines Gefechts. Der bayerische General Oskar von Zoller wollte den preußischen Truppen den Marsch nach Nüdlingen versperren. 350 Menschen wurden Opfer dieser Schlacht. 151 dieser Opfer fanden ihre letzte Ruhestätte auf dem Kapellenfriedhof. Durch den steigenden Wohlstand der zu bestattenden Einwohner wurden die Grabanlagen vor allem im 19. Jahrhundert immer aufwändiger. In den 1980er Jahren fand die letzte Bestattung statt. In gärtnerischer Hinsicht wird der Kapellenfriedhof seitdem nur sehr behutsam gepflegt. Dieses soll den Prozess des Entstehens und Vergehens in den Jahrzehnten und im Altern und Absterben widerspiegeln. Direkt neben der Marienkapelle wurde auf dem Friedhof 1958 eine Marienfigur errichtet, die von Valentin Weidner gestaltet wurde. Vorher befand sich diese Marienfigur neben der Bad Kissinger Herz Jesu Stadtpfarrkirche. Für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges wurde vor dem Eingang zum Friedhof ein Denkmal errichtet. Ebenfalls vor dem Friedhof befindet sich der Liebfrauensee. Am Grund des Sees, der mit den Meeren der Welt verbunden sein soll, schläft der Sage nach ein Riese. So würde der Liebfrauensee Bad Kissingen überfluten, sollte der Riese eines Tages erwachen.

Obere Saline und das Bismarck Museum

Die Obere Saline in Bad Kissingen ist ein spätbarocker Gebäudekomplex, der in den Jahren 1764 bis 1772 entstanden ist. Der Würzburger Fürstbischof Friedrich Adam von Seinsheim richtete hier gleichzeitig eine Kurresidenz mit Festsaal ein. Die Obere Saline wurde von der Stadt Bad Kissingen mit einem hohen finanziellen Aufwand saniert und restauriert. Hierbei erhielt die Stadt vom Freistaat Bayern finanzielle Unterstützung. Das Museum Obere Saline wurde 2007 im repräsentativen Wohngebäude der Oberen Saline eröffnet. Die Salzerzeugung sowie das Kurbad werden vom Museum beleuchtet. Das Bismarck Museum befindet sich ebenfalls in der Oberen Saline. Dieses besteht aus sieben Räumen sowie einem großen Festsaal. Insgesamt steht hier den Museumsbesuchern 350 Quadratmeter Schaufläche zur Verfügung. Insgesamt 14-mal logierte von 1876 bis 1893 der Reichsgründer Otto von Bismarck in der Oberen Saline. In zwei Abteilungen gliedert sich das Bismarck Museum. Mit dem originalen Interieur der Aufenthalte in Bad Kissingen kann die historische Bismarck-Wohnung bestaunt werden. In den musealen Schauräumen wird der Makrokosmos der Bismarckschen Politik im Mikrokosmos des Weltbades Bad Kissingen gezeigt. Das Bismarck Museum ist in Deutschland das einzige Museum, das Bismarck an historischem Wohnort zugewidmet ist. Hier fällte er auch Entscheidungen von weltpolitischer Bedeutung. Den Reiz des Museums bildet die Verbindung zwischen dem Originalbestand der historischen Wohnung und der auf wissenschaftlicher Basis erarbeiteten Themenfolge in den Schauräumen. Hinsichtlich der Ausstellungsgestaltung der Schauräume hat die Museumsleitung ganz neue Wege eingeschlagen. Sonderausstellungen und diverse Veranstaltungen ergänzen das museale Angebot. Für private Feste und Feiern können der Gewölbekeller sowie die Orangerie gemietet werden. Zum Stöbern lädt der Museumsshop ein.

Kurbähnle

Für alle, die die Stadt einmal auf eine ganz andere Art und Weise kennenlernen möchten, bietet Bad Kissingen eine Fahrt mit dem so genannten Kurbähnle an. Bei dem Kurbähnle handelt es sich um eine weiß-blaue Miniatureisenbahn auf Rädern, die in Bad Kissingen auf eine langjährige Erfolgsgeschichte zurückblicken kann. Aus einer Stammtischlaune heraus ist das Kurbähnle in den 70er Jahren entstanden. Nur durch die Fahrten des Postbusses wurde damals die Strecke zwischen der Innenstadt und dem Tierpark Klaushof abgedeckt. Diese Strecke sollte besser erschlossen werden und so wurde anfangs für diese Tour nur ein VW Bulli eingesetzt. Heute fährt durch die Straßen Bad Kissingen bereits die dritte Generation des beliebten Kurbähnle. Täglich lädt das Kurbähnle ihre Gäste zu Ausflügen ein. Regelmäßig geht es vom Rondell vor der Kur- und Touristinformation zum Wildpark Klaushof. Während der etwa 20minütigen Fahrt genießen die Gäste die erholsame Fahrt durch den idyllischen Klauswald. Auf dem 30 Hektar großen Freigelände des Wildparks können die Besucher bei einem gemütlichen Spaziergang heimische und exotische Wildtiere kennenlernen. Jeden Sonntag werden vom Kurbähnle exklusive Stadtrundfahrten angeboten. Bei der Rundfahrt, die um 10:00 Uhr am Rondell vor der Kur- und Touristinformation startet, zeigt ein Stadtführer den Besuchern die schönsten Plätze von Bad Kissingen. Diese Tour dauert 90 Minuten. Unterwegs sind der Regentenbau, das Alte und Neue Rathaus, der Luitpoldpark, das Spielcasino, der Flugplatz sowie die Russische Kirche zu bestaunen. Das Kurbähnle macht zwischendurch Halt am Bismarckdenkmal und den Gradierbau. Auch für Familienfeiern sowie für Vereins- und Gruppenausflüge kann das Kurbähnle gebucht werden.

Jakobuskirche

St. Jakobus war bis 1884 Pfarrkirche. Der Jakobustag war am 25. Juli im Mittelalter für Bürger- und Stadtrechte Kissingens das jährliche Fest des Kirchenpatrons. Zugleich hatte Kaiser Ludwig der Bayer mit dem Jakobimarkt der Stadt das Kaiserlich freie Jakobsgericht verliehen. Lateinschüler führten am Jakobsgerichtstag ein Schauspiel auf. Die Jakobuskirche ist heute versteckt in den Gassen der Altstadt. In Ihrer ganzen Größe ist sie nur vom Rathausplatz zu bewundern. Es wird vermutet, dass bereits im 12. Jahrhundert hier eine Kirche stand, da vom Neubau einer Kirche, die von der Mutter Gottes und dem Apostel Jakobus geweiht wurde, 1286 die Rede war. Ebenfalls erwähnt wurde ein Pfarrer Konrad. Aus dem 14. Jahrhundert stammt der fünfgeschossige Turm. Der Altarraum der alten Kirche befand sich darin. Der Raum dient heute als Sakristei. Ein nachgotisches Maßwerk haben die Schallfenster des Turmes. Aus der Zeit 1509 stammen Um- und Neubauten. Bezeugt wurden diese 1600 und 1629. Zeitweise war die Kirche sehr baufällig und es bestand Lebensgefahr. Um 1629, nach einem Neubau, fiel während eines Gottesdienstes sogar ein Stein von der Decke herab. Das Kirchenschiff wurde nach einigen vergeblichen Restaurierungsversuchen abgerissen. Neu gebaut wurde es 1767-1775 unter der Leitung Joh. Phil. Geigel. Für die damalige Zeit ist die Kirche, ein quadratischer Bau mit abgeschrägten Ecken, eine Seltenheit. Die umlaufende Empore öffnet sich gegen den Mittelraum auf beiden Seiten in drei Rundbögen. Der so entstandene intime Raum weist Ähnlichkeit mit einer Hofkirche aus. Aus der Zeit 1772 bis 1790 stammt die Ausstattung der Kirche. Ein spätes Rokoko mit Muscheln und Ranken sind die Stuhlwagen sowie der Opferkerzenleuchter. Völlig klassizistisch hingegen sind die kleinen Altäre. Der Hochaltar besteht aus einem zweisäuligen Aufbau, um 1780 aus Stuckmarmor hergestellt. Den heiligen Jakobus auf dem Weg zum Martyrium zeigt das Altarbild.

KissSalis Therme

Seiner Vergangenheit als Weltbad ist sich Bad Kissingen sehr wohl bewusst und hat sich für die Zukunft positioniert durch den Bau einer Thermenlandschaft. Als zukunftsweisender Magnet wurde so im Jahr 2004 in der Kurstadt die KissSalis Therme eröffnet, die nach den neuesten technischen und medizinischen Erkenntnissen konstruiert wurde. Architektonisch setzt sich die Heilbadelandschaft deutlich vom Angebot anderer Bäder ab, da die Landschaft gekonnt mit einbezogen wurde. Eine anregende Vielfalt und Harmonie zeigt die Innenarchitektur. Die historischen Kureinrichtungen Bad Kissingens werden durch das Thermalbad, das sich am westlichen Stadtrand befindet, hervorragend ergänzt. Alle Wünsche einer wellnessorientierten und gesundheitsbewussten Freizeitgestaltung werden hier erfüllt. Neben mehreren Innen- und Außenbecken stehen den Besuchern des Badetempels auch Solebecken sowie eine Heiß- und Kaltwassergrotte zur Verfügung. Ein Therapie- und Gymnastikbecken rundet das Angebot ab. Insgesamt verfügt die KissSalis Therme über eine Wasserfläche von rund 1.000 Quadratmetern. Für Abwechslung wird gesorgt im Saunapark und der Fitnessarena. Zum Entspannen lädt der Wellnesspavillon ein. Hier werden die Besucher zum Beispiel verwöhnt mit Pflegepackungen oder einer Balinesischen Massage. Für Lauftraining und Gymnastik stehen Innen- und Außenbereiche zur Verfügung. Weitere Attraktionen der Therme sind unter anderem auch der Sole-Inhalationsraum und ein Intensiv-Solebecken, Kneipp-Tretbecken, ein Dampfbad sowie Moor-Anwendungen. Ein ganz besonderes Wohlfühlerlebnis bietet ein Hamam, besser bekannt auch als türkisches Dampfbad. Dieser ist ausgestattet mit einem Massageraum sowie einem Warmluft- und Strahlungsraum. Für das leibliche Wohl der Badegäste sorgt ein Restaurant, das über eine Außenterrasse verfügt. Der kleine Hunger zwischendurch kann im Bistro gestillt werden. Weiterhin befinden sich in der KissSalis Therme ein Badeshop und ein Kinderhort.



Herz Jesu Stadtpfarrkirche

Ein Kirchenneubau wurde im 19. Jahrhundert notwendig, da die Kissinger St. Jakobus Kirche, die im 14. Jahrhundert erbaut wurde, den wachsenden Ansturm von Kurgästen nicht mehr gerecht werden konnte, 1844 wurde jedoch von König Ludwig I. ein entsprechender Antrag abgelehnt. Unter Zustimmung des Pfarrers Georg Josef Jüngling folgte 1849 die Genehmigung zu einer täglichen Messe für die Kurgäste. Erst im Jahr 1860 erfolgte auf Drängen von Pfarrer Anton Joseph Gutbrod unter König Maximilian II. die Genehmigung zum Bau der Herz Jesu Stadtpfarrkirche. Pfarrer Gutbrod setzte sich sehr für den Bau eines neuen Kirchengebäudes ein, da die St. Jakobus Kirche nur 675 Menschen Platz bot. Benötigt wurde jedoch Platz für 4.000 Gottesdienstbesucher. Durch den Tod des Würzburger Kreisbaumeisters Klock sowie König Maximilian II. verzögerte sich die Ausführung der Bauarbeiten. Wegen der ungünstigen Zeitumstände – als der Preußische-Deutsche Krieg von 1866 ausbrach - sah sich dann die Regierung nicht imstande, den Bau zu finanzieren. In den 1870er Jahren stieg die Zahl der Kurgäste weiter. Mittlerweile besuchten 9.000 Kurgäste mit ihren Dienstboten Kissingen. Der damalige Pfarrer Andreas Dietz unternahm einen weiteren Anlauf und von Ludwig II. wurde der Kirchenneubau schließlich genehmigt. Der erste Spatenstich erfolgte am 12. Januar 1881. Die Grundsteinlegung erfolgte am 25. März 1882. Valentin Weidner errichtete 1905 eine Marienfigur neben der Kirche. 1958 wurde diese zum Kapellenfriedhof verlegt. Eine Sandsteinfigur der Heiligen Maria diente als Ersatz. Unter Pfarrer Albert Susann wurden eine Warmluftheizung sowie ein elektrisches Glockengeläute im Jahr 1936 installiert. Ein erster Umbau, bei dem die neugotischen Elemente entfernt wurden, erfolgte in den Jahren 1947 bis 1957. Die Einrichtung der Kirche wurde durch den Künstler Julius Bausewein ersetzt. An die Vorgaben des Zweiten Vatikanischen Konzils wurde die Kirche unter Domkapitular Dr. Jürgen Lenssen 2003 angepasst. Der Innenraum der Kirche wurde in den Jahren 2005 und 2006 renoviert und dabei der jetzige Altar errichtet.

Das Luitpold Bad

Errichtet wurde das Luitpold Bad als offener Dreiflügelbau. Dieser umschloss hufeisenförmig das Kesselhaus für die Heizung. 1880 wurde die zunächst noch offene Nordseite mit dem Luitpold Casino geschlossen. 236 Badekabinen waren in den 100 Meter langen Seitenflügeln untergebracht. Zwar machte sich der Mut zum Risiko mit dem Aktienbad bezahlt, jedoch verkauften 1889 die Bürger trotzdem alles an die Krone. Den Namen Luitpold Bad erhielt der Komplex 1905. Benannt wurde es nach dem Prinzregenten Luitpold. Dieser nahm weitere Ausbauten vor. So wurde der Seitenflügel aufgestockt und im Stil des Neobarock der Südtrakt erweitert. Seitdem schmücken barocke Hauben die Pavillons. Besonders schön anzusehen sind die Rundbogenfenster, die mit phantasievollen Jugendstil-Glasmalereien versehen wurden. In einem 120.000 Quadratmeter großen Park, abgeschirmt vom Straßenlärm, befindet sich das Luitpold Bad. Mit dem gepflegten Rasen, dem alten Baumbestand und den Wasserspielen erinnert der Park an englische Gärten. Manche Bäume können bereits ein Alter von über 100 Jahren aufweisen. In diesem Park vergnügte sich als Zwölfjähriger bereits 1833 an einem Schießstand der spätere Prinzregent Luitpold. Obwohl König Max II. von Bayern für das Glücksspiel nichts übrig hatte, wurde er zum Freund von Kissingen. Böse Zungen behaupten, dass er deshalb auf seinem Denkmal dem Luitpold Casino den Rücken kehrt. Aber dies ist jedoch reiner Zufall, denn die bereits 1869 errichtete Figur kam vor das Casino erst Anfang des 20. Jahrhunderts. Und seinerzeit gab es auch noch keine Spielbank. Max II. hatte 1849 das um 1800 eingeführte Hasardspiel verboten. Viele Kissinger Bürger befürchteten eine sittliche und moralische Gefährdung und so entsprach er mit seinem Verbot ihrem Wunsch. Daraufhin mied so mancher Kurgast den Kissingen und suchte einen anderen Badeort auf, um seiner Spielleidenschaft nachzugehen. Bad Kissingen erhielt erst 106 Jahre später, 1955, eine Spielbank-Konzession. Die Elfenbeinkugeln rollen seit 1968 im Luitpold Casino.

Der Kurgarten

Die Besucher erwarten im Kurgarten eine wahre Blütenpracht und ein mediterranes Flair. Wie die Bäume im Kurgarten angeordnet werden sollten, zeichnete einst König Ludwig I. auf. Noch heute ist in dem circa zwei Hektar großen Garten sein Denkmal der zentrale Punkt. Die gesamte Anlage ist äußerst gepflegt und lädt zum Promenieren und Ausruhen ein. Prächtige Blumenbeete und Alleen, wie von Ludwig I. seinerzeit anordnete, sind hier zu bewundern. 35 Jahre alte Linden, die in regelmäßigen Abständen zueinander gepflanzt wurden, spenden reichlich Schatten. Bäume und Sträucher sowie Stauden, die teilweise in Hochbeete eingesetzt wurden, sind als Sicht- und Lärmschutz zur angrenzenden Fußgängerzone hin gepflanzt worden. Wechselpflanzbeete wurden außerdem von der Kurgärtnerei angelegt. Zweimal jährlich werden in diese einjährige Sonnen- bzw. Schattenpflanzen eingesetzt. Den perfekten Anblick vervollkommnen unterschiedliche Kübelpflanzen und Pflanztröge. Das Gesamtbild runden wunderschön bepflanzte Blumenkästen und Blumenschalen ab. So präsentiert sich der Kurgarten stets als Blumenmeer. Der Arkadenbau, die Wandel- und Blumenhalle mit der Musikmuschel sowie der Maxtempel rahmen den Kurgarten ein. Zwei große Springbrunnen stehen rechts und links des Denkmals König Ludwig I. Das Wetterhäuschen ist ein beliebter Treffpunkt für Führungen. Hier finden die Besucher auch aktuelle Veranstaltungshinweise. Aber nicht nur zum Promenieren und Spazieren dient der Kurgarten. Den Klängen des Kurorchesters lauschen hier im Sommer die Gäste, während sie den verordneten Brunnen trinken. Nur wenige Meter unter dem Kurgarten entspringen die Quellen. Für diese ist er deshalb zugleich der wichtigste Schutzbereich. Im Winter, wenn von dem blühenden Erlebnis nicht mehr viel zu sehen ist, lohnt sich ein Besuch des Kurgartens ebenfalls. Zur Weihnachtszeit wird die begehbare Weihnachtskrippe mit tausenden von Lämpchen erhellt.

Postkutschenfahrten

Die letzte Linie der Deutschen Post, die es noch gibt, ist die Bad Kissinger Postkutsche. Ihre Jungfernfahrt hatte die Postkutsche am 7. Juni 1939. Das Aus brachte jedoch bereits nach wenigen Monaten der Kriegsbeginn. Der vierspännige gelbe Wagen fährt nunmehr seit 1950 durch das Saaletal. Gestartet wird von Bad Kissingen, weiter geht es nach Schloss Aschach und Bad Bocklet. Zahlreiche Gäste haben diese Tour bereits miterlebt und jedes Mal sind sie absolut begeistert. Gemächlich zockelt die Postkutsche durch Wälder und Wiesen, vorbei an Auen und Fachwerkdörfer. Zwar ist die Postkutschenzeit inzwischen schon längst vorbei, jedoch ist die gelbe Schönheit als Attraktion für die Touristen nach wie vor unschlagbar. Den Fahrgästen wird das Gefühl gegeben, in die Vergangenheit zurückgekehrt zu sein. Traditionell beginnt die Postkutschenfahrt am Postamt. Immerhin neun Fahrgäste können an diesem einzigartigen Erlebnis teilhaben. Sobald die Stadt verlassen wurde, geht es auf der Landstraße weiter, entlang zwischen Wiesen und Wäldern. Und stets begleiten die Musik des Postillons auf dem Kutschbock und das Klappern der Pferdehufe die Reisenden. Ist das Ziel erreicht, hilft der Kutscher den Fahrgästen galant beim Aussteigen. Kutschfahrten nach Bad Bocklet werden in der Zeit von Mai bis Oktober am Montag, Mittwoch, Freitag und Sonntag angeboten. Um 14:00 Uhr erfolgt die Abfahrt in Bad Kissingen am Berliner Platz. Die Fahrt bis nach Bad Bocklet dauert eine Stunde. Die Rückfahrt nach Bad Kissingen erfolgt um 16:30 Uhr. Nach Schloss Aschach führt die Kutsche jeweils um 14:00 Uhr am Dienstag, Donnerstag und Samstag. Auch hier dauert die Fahrt eine Stunde und die Rückfahrt erfolgt ebenfalls um 16:30 Uhr.

Marienkapelle

Ein Kirchenneubau in Kissingen ist für das Jahr 1286 bezeugt. Allerdings ist nicht sicher, ob mit diesem nicht vielleicht die in der Kissinger Innenstadt befindliche St. Jakobus Kirche gemeint ist. Aus dem Jahr 1348 stammt die erste eindeutige urkundliche Bezeugung der Marienkapelle. Diese Bezeugung bezieht sich auf eine Stiftung zum Bau einer neuen Kirche. Der Turmunterbau stammt aus dieser Zeit. Außerhalb der Kissinger Stadtmauern befand sich die Marienkapelle zu dieser Zeit noch. Diese diente als Friedhofskirche und so fanden in ihr vornehmlich Beerdigungen Kissinger Adeliger statt. Auch für Wallfahrer war die Marienkapelle ein beliebtes Ziel. Den Bau des Kirchenchores stiftete 1446 Peter von Herbilstadt. Ausgeführt wurde der Bau von Heinrich Zabenstein 1456. Zwei dem Heiligen Nepomuk sowie dem Heiligen Joseph geweihte Nebenkapellen entstanden 1680. Auf Befehl der Königlichen Regierung wurden diese im Jahr 1840 jedoch wieder abgetragen. Einen Neubau der Marienkapelle führte Balthasar Neumann 1727 durch. 1734 bis 1738 wurde dieser mit einem Altar- und Kanzelneubau von dem Neustädter Benedikt Lux versehen. Die Kapelle wurde 1847 erstmals restauriert. Da der Dachstuhl baufällig wurde, musste die Kirche 1895 geschlossen werden. Eine erneute Restaurierung erfolgte 1906 und sie erhielt ihren heutigen Zwiebelturm. Im Innenraum erhielt sie durch Max Roßmann eine neue Deckenbemalung sowie Glasmalereien von Gustav van Treeck. Nicht nur als älteste Kirche Bad Kissingens ist die Marienkapelle besonders sehenswert. Ein Gefühl der Ruhe und Gelassenheit vermittelt den Besuchern ihr Standort auf dem Kapellenfriedhof oberhalb des sagenumwobenen Liebfrauensees. Im Inneren des Gotteshauses ist die aus der spätgotischen Zeit (um 1420) stammende Pieta, die heute im Hochaltar steht, besonders sehenswert.

Bootsverleih

Vielseitige Wasserwege bietet allen Kanubegeisterten die Fränkische Saale. Auf dem 136 Kilometer langen Wasserweg lässt sich die Umgebung von Bad Kissingen besonders gut erkunden. Die Fränkische Saale gilt als langsame und beschauliche Flussstrecke und ist daher ein beliebter Wanderfluss. Östlich von Bad Königshofen entspringt sie und mündet im Main. Unterwegs werden Bad Neustadt, Bad Kissingen, Hammelburg und Gemünden passiert. Allerdings ist die Fränkische Saale erst bei Flusskilometer 96,5 ab Bad Neustadt befahrbar. Als äußerst beliebte Wasserwanderungsart hat sich das Kanufahren auf unseren heimischen Binnengewässern etabliert. Dieses Boot ist sehr leicht und mobil. Sein nur sehr geringer Tiefgang ermöglicht den Kanuten das Flusswandern auf den Stromschnellen im Frühjahr und auf den fast zugewachsenen Rinnsalen der Flussläufe im Sommer. Bereits im Frühjahr beginnt für Flusswanderer die Saison und im erst Spätherbst wird sie beendet. Ein Naturerlebnis der ganz besonderen Art bietet die zwischen sanften Hügeln, Wäldern und Auen eingebettete Fränkische Saale den Flusswanderern. Auf dem Wasserwanderweg laden zwischendurch immer wieder zum Verweilen und zur Einkehr viele Wehre und Mühlen sowie verträumte Ortschaften ein. Die Gewässereigenschaften ermöglichen selbst Anfängern und Familien das Wasserwandern. Und selbstverständlich ist auch das Baden zwischendurch möglich. Durch die Kanufahrt auf der Fränkischen Saale lernen die Kanuten die herrliche Landschaft aus einer ganz neuen Perspektive kennen. Ein ganz spezielles Erlebnis der Natur stellt auf jeden Fall eine Fahrt auf der gemütlichen Saale dar. Neben Kanus stehen den erlebnisfreudigen Besuchern auch Kajaks, Kanadier und Schlauchboote zur Verfügung. Während der Wasserwanderung sollte es natürlich selbstverständlich sein, dass die Flusslandschaft und ihre artenreiche Tier- und Pflanzenwelt geschützt werden, um diese noch recht lange zu erhalten.

Das Alte Rathaus

Ab 1584 hielten die Ratsherren Bad Kissingens – das damals noch Kissingen hieß - jeden Donnerstag Rat im Alten Rathaus, um Ordnung in der Verwaltung des Landesstädtchens zu halten. Das Verhandelte und Beschlossene wurde von den Stadtschreibern fein säuberlich mit Tinte und Federkiel auf handgeschöpftem Papier festgehalten. Bei Langeweile wurden allerdings auch oft Männchen in das Protokoll gemalt. Die Ratsprotokolle aus dieser Zeit liegen noch heute gebündelt und behütet im Stadtarchiv. Anders als heute waren damals die Bauweise und Funktion des Rathauses. Bürger und Händler feilschten in einer offenen Halle im Erdgeschoss sowie im Saal in der ersten Etage. Im ersten Stock schalteten und walteten auch die Ratsherren. Darüber befanden sich die Kornspeicher und auf dem Dach ein Dachreiter mit Glöckchen. 1822 wurde unter Regentschaft des Wittelsbacher Königshauses die Stadt angewiesen, das Rathaus abzureißen, da dieses inzwischen vom Verfall bedroht war. Da die Kissinger Bürger jedoch nicht auf ihr Rathaus verzichten wollten, regte sich ein heftiger Widerstand gegen den Abriss. Mit Erfolg – das Rathaus wurde nicht abgerissen und 1825 dann restauriert. Ein Wachlokal wurde eingerichtet, um die leer stehenden Räume sinnvoll zu nutzen. Eine Schule wurde dann 1833 in dem Gebäude eingerichtet. Die Stadtverwaltung belegte ab 1865 das Gebäude. Es dauerte nicht lange, da wurde das triste Aussehen des Gebäudes vom Staatsminister gerügt. So entschied 300 Jahre nach dem Bau der Magistrat, dass eine Sanierung durchgeführt wird. Die Räume wurden neu aufgeteilt und die erste Etage bezog die Telegraphenstation. 1929 verlegte die Stadt ihre Verwaltung in das Lochner-Heußleinsche Schloss und das Rathaus wurde fortan zum Alten Rathaus. Der Stadtrat beschloss 1986, das Alte Rathaus grundlegend zu renovieren. Diese umfangreichen Arbeiten waren 1991 abgeschlossen und das Alte Rathaus war wieder für Bürger und Gäste geöffnet.

Ludwigsturm

Auf den Höhen rund um Bad Kissingen ist der Ludwigsturm der älteste errichtete Turm. Er wurde nach König Ludwig I. benannt. Im Frühsommer des Jahres 1883 wurde der Turm nach zweijähriger Bauzeit fertiggestellt. Die offizielle Einweihung erfolgte jedoch erst am 29. August 1883. Damals war der 25 Meter hohe Ludwigsturm wegen der schönen Aussicht bei den Kurgästen sehr beliebt. Viel verändert hat sich in den letzten 120 Jahren, so auch die einst so schöne Aussicht vom Ludwigsturm. Die Bäume rundherum um den Ludwigsturm haben eine stattliche Größe erreicht und sind mittlerweile höher als der Turm. So versperren diese leider die Aussicht. Nach 153 Treppenstufen ist die Plattform des Ludwigsturms erreicht. Zwar kann das prächtige Panorama nur noch durch das Laubwerk der hohen Bäume hindurch genossen werden, jedoch wird man dafür über den genauen Standort des Ludwigsturms auf der Erdoberfläche informiert. Dieser Standort ist eingemeißelt in einen Sandsteinblock der Zinnenmauer. Die geographische Lage des Ludwigturms befindet sich 50 Grad, 12 Minuten, 19 Sekunden nördliche Breite, 10 Grad, 5 Minuten, 53 Sekunden östliche Breite von Greenwich. Die Uhrdifferenz gegen Greenwich beträgt 40 Minuten und 24 Sekunden. Wer die Lage Bad Kissingens bezüglich seiner nördlichen Breite rund um die Erde verfolgt, erhält ein überraschendes Ergebnis. Diese ist in etwa übereinstimmend mit Karlsbad, Krakau, Kiew, dem mongolischen Grenzgebiet sowie mit Plymouth und Prüm in der Eifel. Mit Celle, der italienischen Partnerstadt Masse und Tunis hat Bad Kissingen die östliche Länge gemeinsam. Auf der zinnenbewährten Plattform wird ebenfalls über die Höhenlage, in der man sich hier befindet, informiert. 384 Meter über der Nordsee und 185 Meter über dem Saalespiegel befindet sich der Turm.

Wissenswertes

Der sehr namhafte Kurort Bad Kissingen ist für sein bayerisches Staatsbad international berühmt. Im Landkreis Bad Kissingen, der zum bayerischen Unterfranken gehört, gelegen, hat der Ort das Privileg einer großen Kreisstadt.

Zur Kernstadt gehören noch die Stadtteile Albertshausen, Arnshausen, Garitz, Hausen, Kleinbrach, Poppenroth, Reiterswiesen und Winkels.

Erstmals in einer Urkunde zu finden war Bad Kissingen im Jahr 801. Die Heilquellen der statt wurden bereits im Jahr 823 nachgewiesen. Im Jahr 1520 besuchte der erste Kurgast den Ort. 1883 wurde die Stadt zum Bad ernannt.

Im Laufe der Geschichte war seit den Anfängen 1945 das einzige Jahr ohne Kurbetrieb.

Das Fußballteam aus Ecuador, das 2006 zur Fußball-Weltmeisterschaft angereist worden war, wurde für die Dauer der WM in Bad Kissingen beherbergt und trainierte auch dort.

Wie man es von so einem herausragenden Kurort erwartet, hat die Stadt auch einiges an Kultur zu bieten. An erster Stelle steht hier das Klassik-Musikfestival, der Kissinger Sommer. Hier dürfen die Zuschauer die Kompositionen weltweit bekannter Orchester und Solisten genießen. Wer Bad Kissingen im Winter besucht, für den steht als Gegenstück der Winterzauber zur Verfügung.

Besonders sehenswert ist das Bismarck-Museum. Der frühere Reichskanzler Fürst Otto von Bismarck war in Bad Kissingen mehrmals als Kurgast zu Besuch, wo er im Jahr 1874 nur knapp einem Anschlag entgangen war. Im Jüdischen Gemeindehaus wird eine Dauerausstellung über das jüdische Leben präsentiert. Auch das Kardinal-Döpfner-Museum in Hausen ist durchaus eine Besichtung wert.

Das Alte Rathaus, das im Stil der Renaissance im Jahr 1577 erbaut worden ist, zählt zu den bedeutendsten Gebäuden der Stadt.

Der heutige Kurgarten wurde zwischen 1838 und 1913 mit einigen namhaften Gebäuden umrahmt. So entstanden zum Beispiel der Arkadenbau, die Wandelhalle und die Brunnenhalle.

Bad Kissingen verfügt über eines der größten europäischen Wellnessbäder. Die KissSalis-Therme öffnete im Jahr 2004 erstmals ihre Pforten.

Auch das Spielcasino im Kurpark zieht jährlich sehr viele Besucher an.



Verkaufsoffener Sonntag in Bad Kissingen

Folgende Termine in Bad Kissingen und Umgebung haben wir in unserer Datenbank gefunden:




Es wurden aktuelle Termine zu verkaufsoffenen Sonntagen in Bad Kissingen nicht gefunden. Termine in der Umgebung (nach Bundesland sortiert) findest hier.

Städte in der Nähe von Bad Kissingen:
bad-neustadt (20.7km), schweinfurt (23.7km), werneck (23.8km), hammelburg (24.3km), karlstadt (43.6km), gemuenden (44.1km), veitshoechheim (44.5km), eichenzell (50.1km), kitzingen (51.2km),





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