Heute geöffnet! Verkaufsoffener Sonntag in Emmendingen? Alle Termine & Daten.

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Inhaltsverzeichnis







 

Sehenswürdigkeiten in Emmendingen

Markgrafenschloss mit Museum

Ein Kleinod der Renaissance ist das Markgrafenschloss in Emmendingen. Der achteckige Treppenturm an der Nordseite ist ein ganz besonderer Blickfang. Im 16. Jahrhundert war das Schloss noch ein Hofgut, das zum Kloster Tennenbach gehörte. Etliche Besitzerwechsel hat das Gemäuer erlebt, bevor es Markgraf Jakob III. von Baden Hachberg (1577-1590) sein eigen nennen konnte. Er war es, der das Gebäude 1588 zu einem repräsentativen Schloss umbauen ließ. Dort fanden dann z.B. 1590 die Emmendinger Religionsgespräche statt. Der Markgraf selbst residierte nicht lange dort, schon bald wurde es als Amtssitz für die Landvögte der Markgrafschaft und später als Burgvogtei genutzt. Die Stadt Emmendingen erwarb das Schloss 1833, um dort ein Spital einzurichten. Heute bildet es den passenden Rahmen für das Museum im Markgrafenschloss. Im ersten Stockwerk wird die wechselvolle Geschichte der Stadt präsentiert. Hier lautet das Motto: Von der Alemannensiedlung zur Kreisstadt. Und da gibt es auch entsprechend viel zu sehen. Handwerk, Zünfte, Industrialisierung oder die Badische Revolution geben wichtige Einblicke quer durch die Jahrhunderte. Der Literatursalon wartet mit Goethe, Lenz und Schlosser auf die Besucher. Im zweiten Stockwerk befindet sich die Galerie, die Wechselausstellungen zeigt und auch Sammlungsbereiche des traditionellen Fotohauses Hirsmüller (1861-1993) zur Schau stellt. Die Firmen- und Familiengeschichte des Fotohauses kann, anhand von zahlreichen Exponaten, wie beispielsweise Kamerasammlungen, Studio- und Laborgeräten sowie historischen und zeitgenössischen Fotografien, verfolgt werden. Das Schloss am Schlossplatz 1 bietet auch im Außenbereich zahlreiche Grünanlagen und ausreichend Gelegenheit zum gemütlichen Verweilen. Gegenüber dem Schloss ist das -Lenzhäuschen- zu finden, ein Nebengebäude der Schlossanlage. Von diesen Nebengebäuden gab es ursprünglich noch einige mehr, die aber nach und nach verschwunden sind. Das liebliche Gebäude ist nach dem Dichter Jakob Michael Reinhold Lenz benannt, der in der Zeit von 1777-1779 in Emmendingen gelebt hat.

Neues Rathaus

Auch das neue Rathaus auf dem Landvogteiplatz gehört zu den Sehenswürdigkeiten in Emmendingen. Der moderne Stil bildet einen schönen Kontrast zum Alten Rathaus und zeigt die Baukunst der Gegenwart. Aber auch ein Stück Tradition wurde hier -verbaut-. Das historische -Stuck´sche Haus ist mit dem Rathaus Neubau durch einen imposanten Glasgang verbunden. In diesem Haus befand sich der Lagerkeller der gleichnamigen, bekannten Brauerei. Im Foyer des Rathauses springt dem Besucher gleich ein ganz besonderes Kunstwerk ins Auge. Der -Bürgermeisterbaum- ist eine Skulptur des Bildhauers Ernst Thomann und trägt die Namen sämtlicher Bürgermeister und Oberbürgermeister von Emmendingen seit der Stadterhebung 1590. Auch im Innenhof des Rathauses zeigt sich die Kunstverbundenheit der Stadt. -Eva und Borchert- die Personengruppe aus Eisenguss, geschaffen vom Künstler Karl Bobek, zieht die Blicke auf sich. Eine Lichtinstallation von Christoph Hildebrand am westlichen Treppenhausturm zeigt in 21 Neonelementen wichtige Gebäude und Ereignisse der Stadt. Hier findet auch der Tourist auf unterhaltsame Art und Weise schnell einen Überblick. Draußen auf dem Landvogteiplatz vor den Bogengängen des -Stuck´schen Hauses- thront ein Mosaik mit den Wappen der Emmendinger Partnerstädte. Die Wappen der Stadtteile sind am Blumentrog auf der Südostseite des Rathauses zu finden. Auch hier am kleinen Marktplatz wurde, wie an vielen Stellen in der Stadt, den bedeutenden Persönlichkeiten, die mit Emmendingen verbunden waren, gedacht. Der ansässige Bildhauer Bernhard Bührer hat einen symbolischen Brunnen zur Erinnerung an den Dichter Goethe, den Flugpionier Carl Friedrich Meerwein und den Maler Fritz Boehle geschaffen. Das neue Rahhaus ist ein sehr gutes Beispiel dafür, dass sich Geschichte und Stadtbewusstsein wie ein roter Faden durch die Architektur ziehen und doch hat jede Zeit ihre ganz individuelle Ausdruckskraft.

Silberbergwerk Grube Caroline Sexau

Die Grube Caroline liegt im idyllischen Eberbachtal im Sexauer Ortsteil Eberbächle, gegenüber der Emmendinger Hochburg-Ruine. Sie ist eines der ältesten Erzbergwerke im Schwarzwald und bietet den interessierten Besuchern einen Einblick in die Arbeitswelt unter Tage zwischen dem 13. und 18. Jahrhundert. Auch die geschichtliche Entwicklung der Grube kann anhand der Funde und Schriftstücke zeitlich belegt werden. In der Grube wurden silberhaltige Blei- und Kupfererze abgebaut. Große Teile der Grubenanlage sind über Stollen für den Besucher gefahrlos und sicher zugänglich. Eine gute Ausleuchtung trägt zur optimalen Sicht auf die historischen Bereiche bei. Eingesehen werden können die Stollensohle, drei kurze alte Tagschächte und ein Hauptschacht, von dem wiederum sechs Teilsohlen abgehen. Besonderheit ist ein ausgegrabener Haspelschacht aus der Zeit um 1530, der noch im Originalholzausbau erhalten ist. Der Hauptschacht ist 24 Meter tief und kann heute über sechs kurze Leiterstücke mit Zwischenbühnen befahren werden. Er gilt als das schönste Beispiel eines mittelalterlichen Schachtes, durch die mit Schlägel und Eisen von Hand aus dem Gestein herausgearbeiteten Grubenräume. Auf den Besucher warten rund 300 Millionen Jahre geologische Entwicklungsgeschichte der Erz- und Mineralgänge, die buchstäblich zum Greifen nah ist. Bergbauphasen vom Mittelalter bis in das 18. Jahrhundert können von den Besuchern bestaunt werden. Die ältesten Befunde stammen aus dem 13. Jahrhundert. Benannt wurde die Grube zu Ehren der Markgräfin Caroline Luise von Hessen, die als große Fossilien- und Mineralienfreundin galt. In ihrer Sammlung befanden sich auch Stücke aus Sexau und dem Freiamt.

Deutsches Tagebucharchiv

Tagebücher sind etwas ganz besonderes. Was wären wir heute ohne die Tagebücher von berühmten Persönlichkeiten - Vieles wüsste die Welt überhaupt nicht, vieles läge im Verborgenen. Aber natürlich ist ein Tagebuch etwas sehr privates. Es enthält Gefühle, Lebenssituationen werden geschildert, die guten und die schlechten Erlebnisse sind darin festgehalten. Das Tagebuch ist ein stiller Freund und das schon seit Jahrhunderten. Alles, was man einem anderen Menschen nicht anvertrauen mag oder kann, wird hier niedergeschrieben. Einzigartig in Deutschland ist das Tagebucharchiv in Emmendingen. Seit der Gründung 1998 durch Frauke v. Troschke werden hier Tagebücher, Briefe und Memoiren gesammelt. Allerdings nicht nur von Berühmtheiten. Nein, jeder kann hier Tagebücher oder Memoiren in Verwahrung geben. Interessierte können Tagebücher einsehen oder sich aktiv an Lesegruppen beteiligen. Auch wer alte Tagebücher oder Schriftwechsel von seinen Vorfahren besitzt und einen würdigen Platz dafür finden will, der ist im Deutschen Tagebucharchiv richtig. Besucher der Stadt sind herzlich eingeladen, bei einem Rundgang das Archiv zu besichtigen und ausgewählte Tagebücher in Vitrinen zu bestaunen. Wer das Archiv zur Recherche oder zu wissenschaftlichen Zwecken nutzen möchte, der sollte telefonisch einen Termin vereinbaren. Das Deutsche Tagebucharchiv hat zurzeit in seinem Bestand autobiographische Werke von mehr als 2300 Autoren, von kleinen Tagebüchern bis hin zu großen Werken, die mehrere tausend Seiten umfassen. Der Gesamtbestand, der sich aus Tagebüchern, Lebenserinnerungen und Briefwechseln zusammensetzt ist weitaus größer. 8500 Exemplare sind hier vertreten. Das Deutsche Tagebucharchiv hat es sich zur Aufgabe gemacht, für Lebenserinnerungen einen würdigen Ort der Aufbewahrung zu schaffen. Weiter werden die Dokumente gelesen, ausgewertet und für wissenschaftliche Zwecke zur Verfügung gestellt.

Eichbergturm

Hoch, höher am höchsten. Das trifft auf den Eichbergturm, der auf dem gleichnamigen Berg in 369 Metern Höhe steht, zu. Nördlich von Emmendingen kann der Besucher hier eine unvergessliche Aussicht und einen Panoramablick über Freiamt, den Rohrhardsberg, den Kandel, den gesamten Schwarzwaldkamm bis zum Isteiner Klotz, den Schweizer Jura, die Vogesenkette und den Kaiserstuhl genießen. Mit knapp 50 Metern Höhe überragt der Eichbergturm sogar noch den Eichenwald und ist der höchste Aussichtsturm im Schwarzwald. Von der ganzen Umgebung ist der interessant konstruierte Turm zu sehen. Sechs Douglasienstämme in schwindelerregender Länge bilden das Grundgerüst des Aussichtsturmes und tragen die Aussichtskanzel aus Eichenholz. Zusammen mit dem oberen Plattformrahmen ergibt sich ein Pyramidenstumpf. 240 Eichenstufen führen über das Treppenhaus, einem filigranen Zylinder aus Profilstahl und Baustahlgewebe, in die Höhe. Um diesen Turm zu bauen, wurde 1999 eigens der Verein Eichbergturm e.V. gegründet, der mittlerweile 700 Mitglieder zählt, die aus Handwerksfirmen, Mitbürgern und engagierten Helfern bestehen. Der Verein hat sein Ziel bravourös erreicht. 2005 wurde der Eichbergturm feierlich eingeweiht. Richtfest war bereits im Jahr 2002, als die Douglasienstämme aufgerichtet wurden. Das war genau am Tag des 50. Jubiläums der Entstehung des Landes Baden-Württemberg. Daher trägt der Turm auch die offizielle Bezeichnung -Jubiläumsturm Baden-Württemberg-. Als -Erhebung aus den Niederungen des Alltags- sehen die Erbauer den Turm an und laden Bevölkerung und Gäste aus Nah und Fern herzlich zum erhebenden Entspannen ein.

Stadttor

Der Eingang zur Stadt stellte, gerade in früherer Zeit, eine wichtige Abgrenzung dar. Feinde kamen meist nur bis vor das Stadttor und sollten auch gefälligst draußen bleiben. Und so sind diese Torbauten auch heute noch ein wichtiges Denkmal für die einstigen Stadtbefestigungen, die zur Verteidigung dienten. Das prächtige Stadttor in einem hellen Rot-Ton ist das Wahrzeichen von Emmendingen. Das heute noch stehende Tor ist einer, von insgesamt drei Tortürmen, die, zusammen mit der Stadtmauer, die Stadtbefestigung bildeten. Im Jahre 1706 erhielt das Tor ein kleines Türmchen und 1929 kam eine zweite Durchfahrt hinzu. Wer sich für die Reste der Stadtmauer interessiert, der wird beim Evangelischen Gemeindehaus in der Hebelstraße und beim Fußgängerweg im Goethepark fündig. Da lohnt sich gleich ein Spaziergang durch den 1835 angelegten Goethepark im französischen Stil. Die Idee hierzu kam vom Emmendinger Brauereibesitzer Wilhelm Stuck. Hier steht auch die -Goethesäule-, die an die Besuche des Dichters in Emmendingen erinnert. Kulturell gesehen bietet aber auch das Stadttor ein Highlight mit der -Galerie im Tor- des Kulturkreises Emmendingen e.V. Hier werden jährlich fünf mehrwöchige Wechselausstellungen aus den künstlerischen Bereichen Malerei, Fotografie, Druckgraphik, Zeichnung, Bildhauerei und Video gezeigt. Dabei steht besonders die kritische Auseinandersetzung mit der Zeit aus künstlerischer Sicht im Fokus der Exponate.

Marktplatz

Immer sehenswert ist der Marktplatz einer Stadt. Hier treffen sich Touristen und Einheimische und von dort gelangen die Besucher als Ausgangspunkt zu den anvisierten Zielen. Der Marktplatz in Emmendingen wurde im 15. Jahrhundert angelegt. Repräsentativ hebt sich das Alte Rathaus hervor. Gesäumt wird der Platz von zahlreichen, barocken Bürgerhäusern, die den traditionellen Baustil noch heute bezeugen Im Zuge der Innenstadtsanierung im Jahre 1997 wurde der Marktplatz neu gestaltet. Bis 1897 stand der so genannte Stockbrunnen in der Mitte des Platzes. Er wurde 2006 rekonstruiert und ist eine angenehme Verweilstelle für jedermann. Auch Goethe fand nach Emmerdingen. An seinen Aufenthalt erinnert die -Löwenstube-, die sich im Kaufhaus Krauss (Marktplatz 9) befindet. Hier stand früher das traditionsreiche Gasthaus Löwen, in das auch der Dichter und Denker einkehrte und es sich munden ließ.

Evangelische Stadtkirche

Vor langer, langer Zeit stand in Emmendingen die erste Evangelische Kirche. Diese wurde im Mühlburger Krieg 1424 zerstört. Der Neubau erfolgte in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Von diesem Bau zeugt heute noch der spätgotische Chor, der um 1490 vom Freiburger Münsterbaumeister Hans Niesenberger konstruiert wurde. In der Zeit von 1813 bis 1815 wurde das Langhaus der Kirche umgebaut. Verantwortlich hierfür zeichnete der Großherzogliche Oberbaudirektor Friedrich Weinbrenner. Zwei polygone Anbauten folgten in der Zeit von 1903 bis 1905. Die Kirche ist durch den gotischen Stil stark geprägt. Der neugotische Turm wurde 1858/59 erbaut. Im Inneren wird wieder die Verbindung der Stadt zu den Markgrafen deutlich. Ein restauriertes Standbild des Markgrafen Karl II von Baden und Hachberg aus dem 18. Jahrhundert ziert die rechte Chorseite. Dieses Bild stammt aus der Hochburg. Auch alte Gedenksteine weisen darauf hin, dass die Evangelische Kirche als Grablege der Markgrafen von Baden und Hachberg diente. Ein besonders wertvolles Stück ist das spätgotische Altarkreuz

Katholische Pfarrkirche

Die Katholische Pfarrkirche reicht mit ihrer grünen Spitze weit in den Emmendingener Himmel hinaus. Die Grundkonstruktion der Kirche wurde in den Jahren 1862/63 nach dem Entwurf des Karlsruher Baumeisters Heinrich Hübsch errichtet. Aus dieser kleinen Kirche wurde dann unter Baudirektor Max Meckel in zwei Bauabschnitten ein Gotteshaus im neugotischen Stil erbaut. Chor und Querschiff entstanden 1894/95, Langhaus und Turm folgten in den Jahren 1911 bis 1913. Im Inneren hütet die Kirche einen besonderen Schatz: den dreiteiligen Flügelaltar von 1473, der dem schwäbischen Meister der altdeutschen Malerei Friedrich Herlin von Nördlingen zugeschrieben wird. Der Altar zeigt die Weihnachtsgeschichte. Auf dem Linken Flügel ist die Geburt des Christuskindes zu sehen, rechts findet sich Jesus im Tempel und in der Mittel wird die Anbetung der Heiligen Drei Könige dargestellt.

Altes Rathaus

Das Alte Rathaus inmitten des Marktplatzes wurde 1729 auf den Grundmauern einer Gemeinde- und Gerichtsstube erbaut. Diese ehemalige Gemeindestube lässt sich bis in das Mittelalter zurückdatieren. Das imposante Rathaus wird von einem Balkon geziert, dessen Augenmerk sich auf das kunstvoll gearbeitete Wappen der Markgrafen von Baden richtet. Das Geländer ist im prachtvollen Stil des Rokoko verziert. Der Wappenstein über dem Portal, mit dem Badischen Hausorden der Treue sowie dem Stadtwappen, zeugen von der Bedeutung des Hauses. Auch einem Förderer des Baus wird eine besondere Ehre zu teil. Die Büste des Markgrafen Karl Wilhelm (1709-1738), der seinerzeit die Stadt Karlsruhe gegründet hat, findet sich in einer Wandnische an der Nordwestseite des Alten Rathauses. Im Inneren glänzt der barocke Bürgersaal, der in früheren Zeiten den Bürgerversammlungen vorbehalten war und später auch dem Gemeinderat zu Sitzungszecken diente. Er ist allerdings nicht allgemein zugänglich. Heute finden hier standesamtliche Trauungen, Empfänge und kulturelle Veranstaltungen statt. Die Wände des Saales sind mit Porträts der Mitglieder des badischen Fürstenhauses geschmückt. Auch Erzherzog Karl von Österreich ist in der Galerie vertreten. Wer also in Emmendingen weilt, der kann vielleicht seinen Besuch mit einer Veranstaltung im Alten Rathaus zusammenlegen, um einen Blick in den schönen Saal zu werfen.

Hilla-vonRebay-Erinnerungsstätte

Wissen Sie, wer Hilla von Rebay war? Auf Anhieb vielleicht nicht oder es wissen nur die Kunstinteressierten. Wenn aber der Name Guggenheim Museum in New York fällt, dann horchen alle auf. Hilla von Rebay leitete 1943 als Gründungsdirektorin der Solomon R. Guggenheim Foundation den Bau des heutigen Solomon R. Guggenheim Museums in die Wege. Doch wie kommt man von Teningen in Emmendingen nach New York? Hilla Rebay (1890-1967) wurde in Straßburg geboren und begann bereits 1907 ihr Studium an einer Pariser Akademie. Sie reiste viel und war zeitweise auch bei ihren Eltern, die sich 1919 in Teningen, einem Stadtteil von Emmendingen niedergelassen hatten, zu Hause. Die abstrakte Malerin war bereits 1914 in der Berliner Kunstszene der Avantgarde sehr bekannt und gilt heute als Vorreiterin für den internationalen Durchbruch dieser Kunstform in der Malerei. Ihr Metier war die gegenstandslose Kunst, die sie auch in die große weite Welt zog. 1927 übersiedelte sie in die USA und freundete sich mit Solomon R. Guggenheim, dem weltberühmten Kunstsammler, an. In seiner Foundation war sie von 1937 bis 1952 als Gründungdirektorin eingesetzt. Als Gedenkstätte erinnert das Haus in der Emmendinger Straße 11 an die große Dame, die auch der Stadt einen Hauch von ihrem großen Namen hinterlassen hat. Das ehemalige Wohnhaus schenkte sie der Gemeinde Teningen, als sie ihr Bürgerrecht in Deutschland 1938 aufgab. In diesem Haus können die Besucher auf den Spuren der großen Künstlerin und deren Eltern wandeln. Persönliche Gegenstände wechseln sich mit den künstlerischen Werken ab und bieten interessante Einblicke. Auch das kleine, aber feine Bürgerhaus im Kontext zur großen Metropole New York zu sehen, schafft eine ganz individuelle Vorstellung, von der Faszination Kunst und der damit verbundenen Freiheit.

Ruine Hochburg

Die Burg- und Festungsruine Hochburg bei Emmendingen ist eine der größten Anlagen im Süddeutschen Raum. Unter dem Namen -Hachburg- wurde sie erstmals im 12. Jahrhundert erwähnt. Als Gründer und Besitzer dieser Burg gelten die Herren von Hachberg. Bekannt und berühmt wurde sie durch die Markgrafen von Baden, die seit dem 13. jahrhundert die große Anlage in ihrem Besitz hatten. Blütezeit der Burg war das 17. Jahrhundert, als sie von Markgraf Georg Friedrich von Baden zur Festung ausgebaut wurde. Die Ära währte nicht lange, denn 1636 fiel sie den Auswirkungen des Dreißigjährigen Krieges zum Opfer. Nach einem Wiederaufbau im Jahre 1660 hielt der Frieden wiederum nicht lange. Ein Erbfolgekrieg führte 1689 zur endgültigen Zerstörung. Als Ruine fristete sie fortan ein Dasein voller Sagen und romantischer Idylle. Der Verein zur Erhaltung der Ruine Hochburg gründete sich 1971 und ist seit 2007 Pächter der Ruine. So fanden umfangreiche Freilegungsarbeiten statt, die Zeugnisse aus der vergangenen Zeit und den Bewohnern der Burgruine zutage brachten. Es folgten aufwendige Sicherungs- und Sanierungsmaßnahmen, so dass die Burgruine heute den Besuchern der Stadt Emmendingen einen weit reichenden Einblick in die Bedeutung der ehemaligen Burganlage geben kann. Der Gewölbekeller in der Oberburg dient als Ausstellungsbereich für die zahlreichen Fundstücke. In der Eingangshalle führt eine breite Sandsteintreppe in die Ausstellungsräume. Steinmetzarbeiten und Zieglerwaren sind hier zu bestaunen. Die Vielfalt an Architekturelementen der ehemaligen Burg und die verwendete Zieglerware bieten einen interessanten Einblick in den Burgbau. Im ehemaligen Wein- und Vorratskeller aus dem 12. oder 13. Jahrhundert befindet sich die eigentliche Ausstellung. Fünf Vitrinen beherbergen Fundmaterialien zur Geschichte der Burg und der Besitzer. Es werden auch Führungen durch die Burganlage und das Museum angeboten. Auf Wunsch geschieht dies auch in mittelalterlichen Gewändern.

Jüdisches Museum, Mikwe

Unweit des Markgrafenschlosses befindet sich das Jüdische Museum. Hier wird die Geschichte der israelischen Gemeinde vom 18. Jahrhundert bis zur Zerstörung im Dritten Reich gezeigt. 1997 wurde das Museum im Gebäude der so genannten Mikwe eröffnet. Mikwe ist die Bezeichnung für das jüdische Ritualbad und zwar sowohl für das Gebäude als auch für das rituelle Tauchbad selbst. Das Ritualbad gehört zur jüdischen Gemeinde fest dazu. Das Gebäude der Mikwe ist ein Haus um 1840 mit schöner Fachwerkverzierung. Die denkmalgeschützte und restaurierte Mikwe ist in der unmittelbaren Nähe der ehemaligen Synagoge am Schlossplatz 7 zu finden. Auch am Nebengebäude des gräflichen Schlosses sind Gedenktafeln zur Zerstörung der Emmendinger Synagoge im Jahre 1938 angebracht. Als unvergessliches Zeichen wurden am Schlossplatz farbige Pflastersteine in den Boden eingearbeitet, die zum ehemaligen Standort der Synagoge führen. Eine Bronzetafel mit Grundriss und Portalansicht der Synagoge ist ebenfalls im Pflaster zu finden. In der Kirchstr. 11 steht das alte Jüdische Gemeindehaus. Die geschichtliche Entwicklung der Israelitischen Gemeinde Emmendingen ist in den unteren Räumen der Mikwa zu sehen. Dabei wird der Zeitraum von 1716 bis 1940 mit vielen anschaulichen Exponaten präsentiert. Wer mehr über die jüdische Kultur und das Alltagleben erfahren möchte, der wird ebenfalls fündig, Die vielen Bräuche und Feste im Laufe des Jahres werden ausführlich erklärt. Utensilien aus dem Ritualbad, das Tauchbad selbst und viele andere, interessante Gegenstände können entdeckt werden. Auch die intensive Beschäftigung mit der jüdischen Geschichte wird im Jüdischen Museum möglich. Im Obergeschoss steht ein Lese- und Seminarraum zur Verfügung, indem sich der Besucher, anhand von Videos und Literatur, zur jüdischen Geschichte und zum Judentum intensiv informieren kann. Unter der Trägerschaft des Vereins für jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen e.V. versteht sich das Haus nicht nur als reines Museum, sondern vielmehr als Stätte der Erinnerung, des Gedenkens und Lernens. Die Begegnung mit jüdischem Leben auch in der heutigen Zeit spielt eine weitere wichtige Rolle.

Wissenswertes

Die Stadt Emmendingen liegt im Bundesland Baden-Württemberg und gehört zum gleichnamigen Kreis Emmendingen. Circa 14 Kilometer in nördlicher Richtung befindet sich Freiburg. Im Norden grenzt die Vorbergzone des Schwarzwaldes an. Ebenfalls nördlich gelegen ist die Freiburger Bucht mit einer Höhe von bis zu 386 Metern. Im Westen der Stadt fließt die Elz entlang. Die angrenzenden Nachbargemeinden sind Kenzingen, Sexau, Malterdingen, Freiamt, Teningen, Reute und Denzlingen. Insgesamt ist die Stadt in elf Ortsteile untergliedert.

Leider verfügt Emmendingen über keinen direkten Autobahnanschluss. Die nächste Anschlussstelle befindet sich in der Nachbargemeinde Teningen an der A 5. Die Bundesstraße 3 Offenburg - Freiburg führt durch die Stadt. Weiterhin kann Emmendingen mit seinem ausgebauten Schienennetz punkten. Der Leopoldskanal wurde im 19. Jahrhundert erbaut und dient als Hochwasserentlastung. In den nächst größeren Städten Freiburg, Lahr und Basel befindet sich ein Flughafen.

Das Stadttor in der schönen Altstadt gilt als Wahrzeichen der Stadt. Gleich in unmittelbarer Nähe des Stadttores gibt es auch ein Kino, wo die so genannten Fuchsenlichtspiele stattfinden. Die mittelalterliche Ruine von der Hochburg, das Markgrafenschloss mit integriertem Stadtmuseum und der Weinanbau im Stadtteil Mundingen sind ebenfalls nett anzusehen. Außerdem befindet sich in Emmendingen das einmalige Tagebucharchiv in ganz Deutschland. In dem Museum werden mühevoll und mit Liebe zum Detail alle möglichen Tagebücher, Briefe und Lebenserinnerungen sortiert und kunstvoll dargestellt. Die persönlichen Schriftstücke geben Einblicke in das Leben unserer Vorfahren. Vorwiegend dient das Museum zu Forschungszwecken, aber angemeldete Führungen sind auch möglich. Seit 1997 befindet sich in der ehemaligen Mikwe ein Museum der jüdischen Geschichte. Des Weiteren gibt es ein Psychiatrie-Museum, welches den Besuchern die Geschichte der örtlichen Heil- und Pflegeanstalt näher bringt. Im Ortsteil Bürkle-Bleiche kann man auf dem so genannten Skulpturenweg entzückende Bildhauerarbeiten begutachten. Für Kunst-Interessierte gibt es außerdem die Galerie im Tor, die Sammlung Geyer-zu-Lauf und die Galerie im Fotomuseum Hirsmüller im Markgrafenschloss zu besichtigen. Das Markgrafenschloss wurde im Renaissance Stil erbaut und besitzt einen achteckigen Treppenturm.

Verkaufsoffener Sonntag in Emmendingen

Folgende Termine in Emmendingen und Umgebung haben wir in unserer Datenbank gefunden:




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Städte in der Nähe von Emmendingen:
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