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Inhaltsverzeichnis







 

Sehenswürdigkeiten in Ansbach

Großer und kleiner Lindlein-See

Die Lindlein-Seen liegen ca. 2 Kilometer von Rothenburg ob der Tauber entfernt und gehören zum Landkreis Ansbach. Der große Lindlein-See erhält sein Wasser vom Schweinsbach. Er ist mit dem tiefer liegenden kleinen Lindlein-See verbunden. Von hier verläuft der Saubach bis in das Steinbachtal. Dort bildet er zusammen mit dem Ruhbach den Steinbach. 1383 kaufte die Stadt Rothenburg die beiden Seen. Sie gehören zu einer ehemaligen Verteidigungslinie. Diese verlief vom Steinbachtal über die beiden Lindlein-Seen, dem Schwanensee, dem Igelsee bis zur Einmündung des Igelbachs in die Tauber. Sie liegt in einem Halbkreis um die Stadt Rothenburg. Die Seen waren durch einen Graben verbunden. Die Bauern aus der Gegend mussten diesen Graben ausheben. Er war ein Hindernis für Reiter und schwere Kriegsgeräte. Den Namen Bauerngraben trägt heute nur noch die Verbindung zwischen Schwanensee und Lindlein-See. An beiden Lindlein-Seen brüten und rasten viele Vogelarten. Seltene und bedrohte Vogelarten nutzen die Schilfflächen und die Verlandungszonen als Lebensraum. 54 Arten, die auf der Roten Liste stehen, konnten bisher gesichtet werden. Im Schutzgebiet brüten davon 7 Arten. Die guten Lebensbedingungen haben auch zur Folge, dass viele Zugvögel dieses Gebiet nutzen. Das gesamte Schutzgebiet um den großen und kleinen Lindlein-See ist ca. 28 Hektar groß. Es ist ein Naturschutzgebiet und unterliegt somit den Bestimmungen des Bundesnaturschutzgesetzes. Jedes Naturschutzgebiet muss in Bebauungsplänen dargestellt und auch beachtet werden. Es ist auch möglich, Naturschutzgebiete aufzuheben. Dies muss aber genau wie die Ausweisung eines Naturschutzgebietes bekannt gemacht werden. Im Jahre 2008 gab es in Deutschland 8.413 Naturschutzgebiete. Sie belegten eine Fläche von 1.271.582 Hektar. Über die Hälfte der Naturschutzgebiete in Deutschland sind kleiner als 50 Hektar. Fachleute sind der Meinung, dass die Schutzziele in kleinen Gebieten schlecht erreicht werden können. In den vergangenen Jahrzehnten haben sich daher die Anzahl und die Größe der Naturschutzgebiete stark erhöht.

St. Gumbertus

Die St. Gumbertus Pfarrkirche prägt das Stadtbild. Schon von weitem sind die 3 Türme zu sehen, der mittlere hohe Turm und die beiden seitlichen, etwas niedrigeren Türme. Sie ist eine evangelisch-lutherische Pfarrkirche. Im Jahre 748 befand sich hier eine Klosterkirche. Die erste steinerne Kirche wurde um das Jahr 1040 erbaut. Von ihr ist nur noch die romanische Krypta unter der Gumbertus-Kirche vorhanden. Sie ist die ehemalige Hof- und Stiftskirche der Markgrafen. Sie hat eine Saalkirche im barocken Stil. Die Anbauten sind im gotischen Stil. Im Inneren zeugt die Kirche von einer jahrhundertlangen Geschichte. Die Orgel stammt von Christoph Wiegleb. Sie wurde in den Jahren 2004 bis 2007 rekonstruiert. In der Schwanenritterkapelle befinden sich viele Denkmäler und totenschilde an den Schwanenritterorden, der von Albrecht Achilles gegründet wurde. Das Kelterbild ist das wertvollste Kunstwerk. Es stammt aus der Schule von Albrecht Dürer. Die Gräber der Markgrafen mit 25 Sarkophagen befinden sich seit 1976 in der Schwanenritterkapelle. Hier ist auch der Sarg von Friederike Luise. Sie war die Schwester von Friedrich des Großen und mit dem Markgrafen Carl Wilhelm Friedrich verheiratet. Der Markgraf Carl Wilhelm Friedrich lebte ein verschwenderisches Leben, so dass die Staatskassen bald leer waren. Ansbach kam daraufhin nach Preußen und Napoleon gab die Stadt an das Königreich Bayern ab. In der Schwanenritterkapelle wurde Kaspar Hauser im Mai 1833 konfirmiert. Der Pfarrer, Johann Simon Heinrich Fuhrmann, wurde nach dem Konfirmanden-Unterricht ein väterlicher Freund von Hauser. Die Gumbertus-Kirche wurde 1738 eingeweiht. Vorher hatte die Schwanenritterkapelle für den Gottesdienst genutzt. Der älteste Teil der Gumbertuskirche ist aus dem 11. Jahrhundert. Es ist die romanische Krypta unter dem Hochaltar. 1934 wurde sie komplett freigelegt. Sie ist eine der ältesten Krypten in Franken.

Herrieder Tor

Das Herrieder Tor steht in Ansbach und ist eines der Wahrzeichen der Stadt. Das Tor ist ein 47 Meter hoher, sehr imponierender Bau. Er entstand unter Markgraf Carl Wilhelm Friedrich Brandenburg – Ansbach. Der Turm ist achteckig. Er wurde in den Jahren 1750 bis 1751 erbaut. Der baumeister war der Hofbau – inspektor und oberste Baumeister im Markgrafentum Ansbach, Johann David Steingruber. Der Unterbau wurde im 15. Jahrhundert erschaffen. Im Jahre 1374 wurde bereits der Vorgängerbau des heutigen Herrieder Tores erwähnt. Damals verlief die Stadtmauer weiter Nördlich. Das Tor lag zu dieser Zeit etwa auf der Höhe der Löwen-Apotheke. Markgraf Albrecht Achilles erweiterte die Stadt und dabei wurden die Stadtmauer und das Stadttor nach Sünden verschoben. Auf der Nordseite ist ein Glockenspiel angebracht. Es wurde vom Lions-Club 1987 gestiftet. Täglich um 11 und um 17 Uhr spielt es den Hohenfriedberger Marsch. Der Blick durch das Tor auf die steinerne Promenade ist sehr lohnenswert. Die Promenade erstreckt sich in südlicher Richtung. Ansbach liegt in Mittelfranken. Sie kann auf eine fast 1.250 – jährige Geschichte zurückblicken. Heute zählt die Stadt ca. 40.000 Einwohner. In der Nähe liegt der Naturpark Frankenhöhe. Die Stadt hat viele Freizeit – Möglichkeiten und Sehenswürdigkeiten zu bieten. In der Stadtmitte befindet sich ein attraktives Einkaufszentrum. Urkundlich wird sie im Jahre 1221 erstmalig erwähnt. Ansbach ist seit 1972 die fünftgrößte Stadt von Bayern. Im Jahre 1975 wurde sie an das Autobahnnetz angeschlossen. In der Stadt dreht sich viel um den ehemaligen Bewohner Kaspar Hauser. Er wurde 1828 bekannt, als er in Nürnberg erstmalig auftauchte. Im Jahr 1833 wurde er von einem Unbekannten ermordet. Denkmäler und weitere Zeugnisse seiner Person befinden sich in Ansbach.

Ehemalige markgräfliche Kanzlei

Die ehemalige markgräfliche Kanzlei befindet sich am Montgelasplatz. Hier war Kaspar Hauser als Schreiber beschäftigt. Im Innenhof befindet sich am Treppenturm eine Gedenktafel für Anselm von Feuerbach. Er war der Jurist und Protektor von Kaspar Hauser. Das Gebäude ist der größte und bedeutendste Bau von Gideon Bacher. Es steht nördlich der Gumbertus Kirche. Bacher bekam den Auftrag für den Bau der Hofkanzlei von dem Markgrafen Georg Friedrich. Der Treppenturm hat eine Wendeltreppe. Arkaden befinden sich in den beiden oberen Stockwerken zum Innenhof. Sie geben ihm eine besondere Atmosphäre. Ansbach hat fast 40.000 Einwohner. Die Stadt war über Jahrhunderte Sitz der Hohenzollernfürste. Sie prägten das Stadtbild. Die Gebäude, wie das Schloss, die Gumbertuskirche und andere historische Häuser zeugen von der glanzvollen Vergangenheit. Die Stadt hat ein vielseitiges und abwechslungsreiches Freizeit-, Sport- und Kulturangebot und eine wunderbare Landschaft. Im Jahre 1056 erhielt die Stadt das Marktrecht. Mitte des 15. Jahrhunderts wurde sie zur Residenz erhoben. Aufgrund des aufwendigen Lebensstils des Markgrafen Carl Wilhelm Friedrich waren die Staatskassen leer. Ansbach wurde an Preußen abgetreten und Napoleon gab die Stadt 1806 an das Königreich Bayern ab. Die ehemalige markgräfliche Kanzlei ist eine hufeisenförmige Anlage. Die Flügel sind unterschiedlich lang. Das Gebäude ist 3-geschossig. Die gesamte Stadt ist mit Kaspar Hauser verbunden. 1828 trat er in Nürnberg ins Licht der Öffentlichkeit. Später kam er in die Obhut des Lehrers J. G. Meyer. In Ansbach fand er auch seinen Tod. Bis heute gibt seine Person noch Rätsel auf. Er war 1828 völlig verwahrlost in Nürnberg aufgetaucht, konnte nicht sprechen. Jedoch lernte er schnell lesen und schreiben. Am 14. Dezember 1833 wurde er von einem Unbekannten erstochen.

Naturschutzgebiet Cadolzhofen

Das Naturschutzgebiet Cadolzhofen liegt im Landkreis Ansbach. Es hat ca. 13,75 Hektar. Die Hutung gehört zum Naturraum Mittlere Frankenhöhe. Gipskeuper prägt das Gebiet. Der Untergrund ist aus dunkelgrauen, roten und bunten Schiefertonen. Sie basieren auf Corbula-Bank. Sie reichen bis zum Schilfsandstein, der aber in dem Gebiet selber nicht mehr vorhanden ist. Die ursprünglichen Bodendecken sind zum großen Teil abgetragen oder nur flach ausgeprägt. Zum Ackerbau sind die Böden ungeeignet. Bei anhaltender Trockenheit neigen sie zur Trockenstarre. Da der Halbtrockenrase sehr ausgeprägt ist, wurde das Gebiet zum Naturschutzgebiet erklärt. Hier findet man viele geschützte und gefährdete Pflanzen, die regional selten sind. Auch viele Vogelarten finden hier einen Lebensraum, der viele Nistmöglichkeiten bietet. Die vielen Samen und Insekten bieten den Vögeln ein reichhaltiges Nahrungsangebot. Wie jedes Naturschutzgebiet unterliegt auch das Naturschutzgebiet Cadolzhofen dem Bundesnaturschutzgesetz. In Naturschutzgebieten wird der besondere Schutz von Natur und Landschaft praktiziert. Somit werden die Lebensräume von Tieren und Pflanzen erhalten. Das Naturschutzgebiet ist durch Schilder ausgewiesen, damit z. B. ein Spaziergänger weiß, dass er sich in einem solchen Gebiet befindet und nicht die Wege verlässt. In Deutschland ist diese Kennzeichnung aber nicht einheitlich. Das liegt an den unterschiedlichen historischen Gründen. In den alten Bundesländern sind die Schilder grün mit einem Seeadler darauf. In den neuen Bundesländern ist das Schild gelb mit einer Waldohreule darauf. Es war geplant, die Schilder einheitlich zu gestalten. Diese Planung wurde aber nicht überall umgesetzt. Schleswig Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Thüringen und Sachsen verwenden die Eule im gelben 5-eckigen Schild. Sachsen Anhalt hat dagegen die Eule in einem 5-eckigen weißen Schild. Berlin, Niedersachsen und Bremen zeichnen die Gebiete mit einem grünen Dreieck und der Eule aus und Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland Pfalz, Saarland, Baden-Württemberg und Bayern benutzten ein grünes Dreieck mit dem Seeadler.

Markgrafen Museum und Kaspar Hauser Denkmäler

Das Markgrafen Museum in Ansbach beschäftigt sich mit der Geschichte der Stadt. Es wurde nach den modernsten museumspädagogischen Aspekten umgebaut. Das Gebäude stammt aus dem 14. bis 18. Jahrhundert. Ein Stückchen der Stadtmauer gehört zum Gebäude. Es ist begehbar. Im Erdgeschoß ist die Abteilung von Kaspar Hauser. Im Obergeschoss bezieht sich die Sammlung auf die Markgrafenzeit. Das Obergeschoss wurde im Jahr 2000 renoviert und neu gestaltet. Das Museum ist das ganze Jahr geöffnet. Führungen finden nach Vereinbarung statt. Im Oktober 1998 wurde im ehemaligen Schnitzleinshof die Sammlung zu Kaspar Hauser in 3 Räumen eingerichtet. Der erste Raum beschäftigt sich mit dem öffentlichen Leben von Kaspar Hauser. Das war die Zeit von 1828 bis 1833. Der 2. Raum erläutert, wer Kaspar Hauser war und der 3. Raum beschäftigt sich mit der Gen-Untersuchung aus dem Jahre 1996. Das Denkmal von Kaspar Hauser wurde 1981 von Friedrich Schelle erschaffen. Die Idee stammt von Waldemar Fritsch. Es sind zwei Bronze Figuren, die Kaspar Hauser darstellen. Die erste Figur zeigt Hauser bei seinem Auftauchen im Jahre 1828 und die 2. zeigt ihn am Attentatstag im Jahre 1833. Gestiftet wurden die Figuren von dem Ansbacher LIONS.Club zum 10-jährigen Bestehen des Clubs. Zwischen den beiden Figuren befindet sich ein Meilenstein mit einer Bronzeplatte. Hier ist ein Text draufgeschrieben. Das neuste Denkmal aus dem Jahr 2007 ist der Kaspars Baum. Er steht am Montgelasplatz. Es ist eine Skulptur, die einen Baum umschlingt. Zum 1.000-jährigen Jubiläum des Bistums Bamberg wurden in 8 deutschen Städten Skulpturen erschaffen. Im europäischen Ausland wurden auch Skulpturen aufgestellt. Die Skulptur in Ansbach ist von dem Künstler Jaume Plensa aus Barcelona. Sie befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Kaspar Hauser Wohn- und Sterbehaus. Der Künstler hatte den Wunsch geäußert, ein Denkmal an Kaspar Hauser zu schaffen.

Historischer Stadtkern

Ansbach liegt in Mittelfranken und ist dessen Regierungshauptstadt seit 1838. Sie ist die ehemalige Residenz der Markgrafen von Brandenburg-Ansbach. Sie kann auf eine 1250-jährige Geschichte zurückblicken. Heute hat die Stadt ca. 40.000 Einwohner. Sie liegt direkt an der historischen Burgenstraße. In der Nähe befindet sich der Naturpark Frankenhöhe. Ansbach hat viele historische Sehenswürdigkeiten und Schätze. Hier finden sich beeindruckende Baudenkmäler, wie zum Beispiel die Hofkanzlei, die Kirchen St. Johannis und St. Gumbertus, die Residenz mit ihren 27 Prunkräumen und die wunderbare Orangerie im Hofgarten. Moderne Bildungseinrichtungen, wie eine Fachhochschule und die mittelständischen Industrieunternehmen der Kunststoffverarbeitung, Nahrungsmittel und Elektrotechnik sind heute für die Stadt prägend. Die unterschiedlichen Verwaltungseinrichtungen befinden sich im Zentrum der Stadt. Ein sehr attraktives Einzelhandelszentrum befindet sich ebenfalls in der Stadtmitte. Eine Höhe um Ansbach wurde in der Zeit 10.000 bis 8.000 vor Christus besiedelt. Im Jähre 1924 wurde die erste mittelsteinzeitliche Wohngrube in Eyb entdeckt. Gumbert gründete im Jahre 748 ein Benediktinerkloster. Im Jahre 1139 wird die Pfarrei von Ansbach erstmalig urkundlich erwähnt. Die Stadt hat ihre erste Erwähnung im Jahre 1221. Der Bau der Wasserburg beginnt im Jahre 1363. Sie ist der Vorläufer der späteren Residenz. 1709 wird die Fayencefabrik gegründet. Die Hugenotten kommen im Jahre 1685 nach Ansbach. Im Jahre 1763 wird die staatliche Porzellanmanufaktur gegründet. Seit 1972 ist Ansbach die fünftgrößte Stadt von Bayern. Dies geschah durch die umfangreichen Eingemeindungen. Den Anschluss an das Autobahnnetz erhielt die Stadt 1975. Erst 1991 werden Teile der US-Armee abgezogen. Das Markgrafenmuseum besteht seit 1984. Aber auch in den letzten Jahren hat sich viel in der Stadt getan. Das Brücken-Center wurde eingeweiht und der Hohenzollernring eröffnet. Das geschah in den Jahren 1997 und 1998.

Naturschutzgebiet Weiherboden bei Anfelden

Das Naturschutzgebiet Weiherboden bei Anfelden liegt in der Gemarkung Marktbergel und gehört zu den Landkreisen Neustadt an der Aisch und Ansbach. In der Mitte befindet sich eine Fläche mit einem aufgelassenen Fischweiher. Seine westlichen, südwestlichen und östlichen Dammbauten ragen über die Wiesenflächen des Talgrundes. Es entwickelte sich eine großflächige Wiesen- und Großseggen-Gesellschaft. Es entstanden kleinräumige floristische Großseggen-Bestände, Streuwiesen, Hochstaudenflure und Feucht- und Nasswiesen. Das Gebiet ist ca. 8,5 Hektar groß. Damit gehört das Gebiet zu den kleineren Naturschutzgebieten in Deutschland. Nach Ansicht von Fachleuten ist in solchen kleinen Gebieten das Erreichen der Schutzziele gefährdet, da negative Einflüsse aus dem Umland nicht ausreichend ferngehalten werden können. Die Anzahl und die Größe von Naturschutzgebieten haben sich in Deutschland deutlich erhöht. Trotzdem sind es immer noch zu wenige, um die Artenvielfalt in Deutschland erhalten zu können, meinen Experten. Ende 2008 gab es in Deutschland 8.413 Naturschutzgebiete. Die Bundesländer Hessen und Rheinland Pfalz weisen die niedrigsten Flächenanteile auf. In Deutschland ist die Kennzeichnung solcher Gebiete nicht einheitlich. So verwenden Schleswig Holstein, Mecklenburg Vorpommern, Brandenburg, Thüringen und Sachsen ein 5-eckiges gelbes Schild mit einer Eule. In Sachsen Anhalt ist dieses Schild in weiss. In Berlin, Niedersachsen und Bremen stehen Schilder, die dreieckig sind mit grünem Hintergrund und der Eule darauf. Hamburg, Nordrhein Westfalen, Hessen, Rheinland Pfalz, Saarland, Baden Württemberg und Bayern haben ein grünes, dreieckiges Schild mit einem Seeadler. Der Seeadler wird mit dem Wappenvogel von Deutschland gleichgesetzt. Er wurde von Hans Troschel entworfen. Die Eule ist von Kurt Kretschmann. In jedem Naturschutzgebiet gelten besondere Vorschriften, damit die Natur und Landschaft sowie die Tier- und Pflanzenwelt erhalten bleibt.

Orangerie im Hofgarten

Die Orangerie im Hofgarten wurde in den Jahren 1726 bis 1728 erbaut. Geschaffen hat Sie Carl Friedrich von Zocha nach französischen Vorbildern. Die Südseite hat den Grand Trianon in Versailles als Vorbild und die Nordseite die Kolonnade des Louvre. In der Orangerie finden heute unterschiedliche Veranstaltungen statt. Sie hat Konzert- und Tagungsräume. Sie gehört zur Residenz Ansbach. Allerdings ist sie vom Schloss getrennt. Die Frühjahrs- und Sommerpflanzen basiert auf barocke Musterbücher. Sie ist sehr vielfältig. Die Kübelpflanzen im Citrushaus sind Zitronen-, Pomeranzen-, Oliven-, Pistazien-, Lorbeer- und Erdbeerbäume. Viele Denkmale und Gedenktafeln sollen an den Botaniker Leonhart Fuchs, den Dichter Johann Peter Uz, den markgräflichen Minister Freiherr von Benkendorff und Kaspar Hauser erinnern. Im Jahre 2001 wurde zum 500. Geburtstag von Leonhart Fuchs ein attraktiver Heilkräutergarten angelegt. In der Orangerie befindet sich der Blaue Saal. Er eignet sich für Konzerte und Sektempfänge und hier haben bis zu 700 Personen Platz. Der Kuppelsaal bietet Platz für 300 Personen. In den beiden Räumen finden fasst 70 Veranstaltungen statt. Dazu zählen auch die international bekannten -Bauchwoche Ansbach-, -Höfische Feste- und die Sommerkonzerte. Im Jahre 2007 wurde eine umfangreiche Sanierung der Orangerie geplant. Es sollten die Fassaden, die Schlossbrücke, die Dächer und die Schlossgraben-Mauer saniert werden. Die Schlösserverwaltung führte bereits seit Jahren Renovierungs- und Restaurierungsarbeiten durch. Die Residenz entstand über mehrere Jahrhunderte. Der Grundstock der heutigen Anlage, die spätmittelalterliche Burg mit der gotischen Halle, ist noch teilweise erhalten. Sie zählt zu den vollkommensten Raumkunstwerken des deutschen Rokoko. Die Orangerie ist ca. 18 Hektar groß. Jährlich kommen hier zahlreiche Besucher her, um sich zu erholen und Ruhe zu finden. Die Bürger und Bürgerinnen von Ansbach haben nach der Sanierung einen modernen und technisch verbesserten Ort für Veranstaltungen erhalten. Hier befindet sich auch ein sehr gutes Restaurant, von dem aus der Gast einen schönen Ausblick auf den Hofgarten hat.

Jägerndorfer Heimatstuben und Heimatarchiv

Die Jägerndorfer Heimatstuben befinden sich im hinteren Gebäude des Rathauses am Martin-Luther-Platz ins Ansbach. Die Ausstellung besteht aus 6 Räumen. Sie geben einen Überblick über die Geschichte des sudeten-schlesischen Herzogtums Jägerndorf und über die Stadt und den Kreis bis 1945. Ganz besondere Beachtung findet die Zeit unter der Herrschaft der Fürsten von Brandenburg.-Ansbach von 1523 bis 1622. Es sind zahlreiche Schautafeln, Bilder, Gebrauchsgegenstände aus dem Haushalt, Handwerk und der Landwirtschaft, Textilien, Gläser, Porzellan, Keramik und Gegenstände aus den Kirchen. Aber auch Bilder, Dokumente, Pläne und Berichte sind vorhanden. Die Stadt Ansbach hat im Jahr 1954 die Patenschaft über die Stadt und den Kreis übernommen. Hier befinden sich Dokumente, Fotografien, Textilien und Gegenstände aus Liturgie, Haushalt und Landwirtschaft. Der Freundeskreis zur Förderung der Patenschaft Ansbach-Jägerndorf e. V. will die historische Geschichte der deutschen Bevölkerung und der Region Jägerndorf pflegen. Das Jägerndorfer Heimatarchiv befindet sich am Karlsplatz im Stadtarchiv Ansbach. Es beinhaltet schriftliche Zeugnisse der Stadt und der Kreisgemeinden. Die Dokumente geben auch Auskunft über die Geschichte und das Leben der Bewohner, das Ortsbild und die Häuser bis zum Jahre 1945. Hier befinden sich Landkarten, Pläne, Beschreibungen, Berichte, Manuskripte, Fotografien und Urkunden. Es sind schriftliche Unterlagen, die noch erhalten geblieben sind. Im Lesesaal kann der Besucher diese Unterlagen einsehen. Besonders sehenswert ist die große Sammlung zu bedeutenden Persönlichkeiten. Dazu gehören der Bauernbefreier Hans Kudlich aus Lobenstein, der bekannte Geiger Gerhard Taschner, der Schriftsteller Robert Hohlbaum, Erwin Ott, Hanns Cibulka und die Malerfamilie Raida. Ebenfalls gehört eine Sachbücherei zu dem Archiv. Hier befinden sich viele Bücher zum Thema Jägerndorfer Land, aber auch Heimatzeitschriften und Gemeindechroniken. Die Sammlung wird stetig vergrößert.

Jüdischer Friedhof

Die jüdische Gemeinde kaufte 1815 ein Grundstück am alten Ziegelhüttenweg. 1817 erhielt sie die Baugenehmigung für einen Friedhof auf dem Grundstück. Der jüdische Friedhof wurde 1927 und 1932 verwüstet. 1927 stürzten 2 Jugendliche sieben Grabsteine um und zerstörten einige davon. 1935 soll der Synagogendiener Sali Schmid in der Leichenhalle des jüdischen Friedhofs eine Arbeiterin der Firma Arnold verführt haben. Er wurde wegen Rassenschande in Schutzhaft genommen. Das Hetzblatt -Der Stürmer- berichtete über diesen Vorfall. Die Überschrift lautete: Das Scheusal von Ansbach. Im Mai 1942 enteignete die Stadt Ansbach den Friedhof. Sie wollte hier einen Sportplatz bauen. Noch nicht ganz verweste Leichen hätten umgebettet werden müssen. Daher wurde diese Maßnahme erst einmal verschoben. Auch nach Kriegsende wurde der Friedhof einige Male geschändet. Im Jahre 1950 übereignete die Stadt Ansbach den Friedhof an den Bayerischen Landesverband der israelitischen Kultusgemeinde. Die Synagoge und der Friedhof sind die einzigen Zeugnisse der jüdischen Vergangenheit in Ansbach. Die Synagoge wurde 1732 erbaut. Sie durfte aber nur an einer versteckten Stelle erbaut werden und von außen nicht als Synagoge erkennbar sein. 1946 fand eine Gedenkfeier in der Synagoge statt und 1949 wurde sie renoviert. Viele Rabbiner lebten und arbeiten in Ansbach. Rabbiner sind die oberste religiöse Autorität im Judentum und dienen auch als Richter im jüdischen Religionsgesetz. Sie werden auch Rabbi, Rebbe, Judenmeister oder Lehrmeister genannt. Ein Rabbiner ist kein Priester. Er hat auch keine besondere Funktion bei jüdischen Gottesdiensten. Sie waren für Eheschließungen und Scheidungen zuständig und viele Bereiche des täglichen Lebens, sowie schulische Angelegenheiten. Am Ende des Mittelalters wurden die Rabbiner zu festangestellten Beamten und bekamen ein Gehalt.

Schwarzer Bock Ansbach

Das Hotel und denkmalgeschützte Haus -Schwarzer Bock- in Ansbach. Es steht zwischen der Residenz und der Kanzlei des Markgrafen sowie der Hofkirche. Die Rokokofassade ist typisch der bürgerlichen Häuser Ansbachs. Das Haus wurde wohl im 15. Jahrhundert gebaut und verfügte früh über einen Zugang zur Wasserversorgung durch die markgräflichen Quellen. Die Altstadt wurde früher aus den Quellen der Frankenhöhe mit Wasser versorgt, heute werden die Forellenteiche des Hotels mit diesem Wasser versorgt. Schon die Bauweise lässt den Schluss zu, dass das Haus von Anfang an als Gasthaus und Hotel geplant war. Das Haus steht heute für sich allein, aber auch zusammen mit der Residenz und der St.- Gumbert-Kirche unter Denkmalschutz. Besonders interessant ist, dass das Haus gegenüber dem Wohnhaus von Kasper Hauser steht, wo er auch verstorben ist. Auch aktuell wird das Haus als Restaurant und Hotel geführt. Hier wurden viele Vereine der Stadt gegründet und beliebtes Lokal des Militärs. So wurde zum Beispiel 1885 der Kolpingverein hier gegründet, außerdem trafen sich hier nach dem Zweiten Weltkrieg der Cartellverband der katholischen deutschen Studentenverbindungen. Der Schwarze Bock wurde auch in Gedichten erwähnt, sodass das Haus über die Stadtgrenzen bekannt wurde, und prominente Gäste hier einkehrten und über Nacht blieben, wie etwa Walter Scheel, Hans-Jochen Vogel, Konrad Porzner, Sepp Maier und die Schauspieler Nadja Tiller und Walter Giller.

Synagoge

Im Jahre 1732 wurde der jüdischen Gemeinde die Erlaubnis erteilt, ein eigenes Gebetshaus zu bauen. Sie durften das Gebäude aber nur in einem versteckten Winkel der Stadt errichten und es durfte von außen nicht als jüdisches Bethaus erkennbar sein. Der Baumeister war Leopoldo Retty. In den Jahren 1744 bis 1746 wurde die Synagoge dann verwirklicht. Die Reichskristallnacht hat das Gebäude ohne Schäden überstanden. Heute ist die Synagoge eine der bedeutendsten original erhaltenen Synagogen in Süddeutschland. Sie ist im barocken Stil gebaut, wirkt aber von außen unscheinbar. Da es heute keine jüdische Gemeinde in Ansbach mehr gibt, wird die Synagoge für kulturelle Veranstaltungen genutzt und kann bei einer Stadtführung besichtigt werden. Von Januar 1946 bis 1949 wurde die Rangau Klinik in Strüth für jüdische Waisenkinder genutzt. Sie wurde wie ein Kibbuz aufgebaut. Im Januar 1946 waren 360 Kinder eingetragen. Bereits 2 Monate später waren es 440 Kinder. Nach 1948 wurden die Kinder und die Betreuer nach Israel übergesiedelt. Nach 1945 wuchs die Zahl der jüdischen Personen stetig an. Die Bleidorn-Kaserne wurde in ein jüdisches Vertriebenen-Lager umgewandelt. Hier gab es die jüdische Gemeinde UNRRA, die Hilfs- und Wiederaufbau-Verwaltung der UNO. Sie wurde 1943 gegründet. In der Kaserne wurde ein Gebetsraum eingerichtet. 1946 wurde das Jüdische Komitee Ansbach gegründet. In der Synagoge fand im Mai 1946 eine Gedenkfeier für die getöteten Juden statt. Bis 1949 wurde die Synagoge renoviert. An die jüdische Gemeinde erinnern in Ansbach heute nur noch die Synagoge und der Friedhof. Die Synagoge steht heute unter der Obhut des Landesverbandes der israelitischen Kultusgemeinde in Bayern.

Residenz

Die fränkische Stadt Ansbach, dem Sitz der Regierung von Mittelfranken, befindet sich ein interessantes Gebäude – die Residenz Ansbach.

Das heutige Gebäude ist zurückzuführen auf eine mittelalterliche Anlage die Friedrich I. von Brandenburg außerhalb der Stadt errichten ließ. Die Überreste der damaligen Wasserburg sind noch heute in einem Teil des Gebäudes zu sehen. Allerdings erhielt der Bau erst zwischen 1565 und 1575 das imposantes Aussehen der Renaissance. Aus dieser Zeit stammt auch die -Gotische Halle-, ein langer Raum mit Kreuzrippengewölbe, der heute die -Ansbacher Manufaktur- beherbert und neben dem -Blauen Saal- und dem -Kuppelsaal- für Veranstaltungen und Empfänge gemietet werden kann.

Anfang bis Mitte des 18. Jahrhunderts erfolgen nochmals zahlreiche Umbauten und Erweiterungen, was zur heutigen Form führte. Die Hauptfront und der Arkadenhof wurden erbaut, sowie die Innenausstattung neu erstellt. Die in den folgenden Jahrzehnten erfolgten Renovierungen und Neuausstattungen wurden weiterhin im Rokoko-Stil gehalten, so dass sich die Residenz heute durchweg in diesem Stil zeigt. Besonders sehenswert sind Fresken von Carlo Carlone, Sohn einer bekannten Bildhauerfamilie, die Gemäldegalerie, das Spiegelkabinett sowie die Sammlung von Meißner Pozellan.

Der Garten der Residenz geht zurück bis ins 16. Jahrhundert, wurde allerdings erst im 18. Jahrhundert im heutigen Stil erstellt. Nach der fast völligen Zerstörung im zweiten Weltkrieg wurde der im Stil jener Zeit wieder errichtet. Verschiedene Ornamente und Statuen zieren den Garten. So findet man darin auch ein Denkmal des bekannten Kaspar Hauser, der in diesem Garten 1833 eine tödliche Stichwunde erlitt. Mit der Inschrift -Hier wurde ein Geheimnisvoller auf geheimnisvolle Weise getötet-, ruht auf dem Anwesen also etwas Rätselhaftes.

Scheerweihergebiet bei Schalkhausen

Das Naturschutzgebiet Scheerweihergebiet bei Schalkhausen gehört zum Ortsteil Schalkhausen. Der Scheerweiher ist der ehemalige Mühlteich der Scheermühle. Das Gebiet liegt ca. 4 Kilometer von der Stadt Ansbach entfernt. Wahrscheinlich bestand schon im Mittelalter der Stauteich. Er wurde erstmalig im 14. Jahrhundert erwähnt. Die Grabenanlagen des Ansbacher Wasserschlosses wurden unter anderem mit dem Wasser des Stauteichs geflutet. Er diente auch als Wasserreservoir. Das Schutzgebiet ist ca. 52,5 Hektar groß. Davon ist der Teich ca. 8 Hektar. Das Gebiet gliedert sich in 3 Zonen. Die Zone A ist der Scheerweiher mit der näheren Umgebung. Das ist eine Größe von ca. 22,7 Hektar. Die Zone B ist ca. 10,9 Hektar groß und umfasst den Laubmischwald am Nordufer. Die Zone C ist dem Weiher vorgelagert und ca. 18,9 Hektar groß. Sie soll verhindert, dass stoffliche Einträge nicht in die Schutzzone A gelangen. Das gesamte Gebiet hat eine große Struktur-Vielfalt. Die großen Verlandungszonen sind mit Teichbinsen-, Rohrkolben- und Schilfröhrichten ausgestattet. Im Gebiet befinden sich kleine Fließgewässer, höhlenreiche Solitär-Eichen, Auwald-Reste, Sumpf-Seggenrieden und große Wälder um den Bocksberg. Das ist auch der Grund für die zahlreichen Vogelarten, die hier einen geeigneten Brutplatz finden. Insgesamt wurden hier 54 Arten gesichtet, wobei 9 Arten davon auf der Roten Liste stehen. Hinzu kommen noch viele Vögel, die durch das Gebiet ziehen. Wie auch bei den anderen Naturschutzgebieten zählt das Scheerweihergebiet bei Schalkhausen zu den Gebieten, wo der Schutz von Natur und Landschaft erforderlich ist. Hier sind alle Handlungen, die zu einer Zerstörung oder Beschädigung führen, nicht erlaubt. Das Gebiet darf ebenfalls nicht verändert werden. Naturschutzgebiete müssen durch Veröffentlichung der Schutzgebietsverordnung und der Abgrenzung bekannt gemacht werden.

Karrachsee

Die beiden Karrachseen liegen ca. 6 Kilometer von Rothenburg ob der Tauber und gehören zum Landkreis Ansbach. Das gesamte Naturschutzgebiet ist ca. 20,2 Hektar groß. Durch die alten schützenswerten Feuchtbiotope ist dieses Gebiet für den Naturschutz besonders wertvoll. Hier befinden sich ausgedehnte Verlandungszonen, Streiwiesen, Grünland, Erlengehölze mit kleinen Bächen, Erlenfeuchtwälder und Bachrinnen-Erlenau-Wald. Der größere See heißt großer Karrachsee. Hier findet man Reste eines Turmhügels. Er ist von einem Wassergraben umgeben, der mit beiden Seen verbunden ist. Der große Karrachsee diente früher als Rückhaltebecken für einen Wassergraben. Weil dieses Gebiet sehr abgeschieden liegt, wurde hier die Landwirtschaft nicht intensiv betrieben. Auch die Grünlandflächen werden größtenteils nicht intensiv genutzt. Die ehemalige Streunutzung des Gebietes wurde aufgegeben, was der Fläche geschadet hat. In einigen Bereichen entwickelte sich eine verfilzte Vegetationsdecke. Das wirkte sich auf die Artenvielfalt aus. Trotzdem eignet sich das gesamte Gebiet zur Erhaltung von Natur und Landschaft. Es ist wichtig, dass alle Wanderer, Radler, Spaziergänger usw. die Ruhe der Tierwelt nicht stören. Es darf kein Feuer in dem Gebiet gemacht werden. Alle Besucher sollten auf den Wegen bleiben und keine Pflanzen mitnehmen, sondern diese an dem Ort belassen, wo sie wachsen. Abladen von jeglicher Art Müll ist verboten. Naturschutzgebiete unterliegen dem Bundesnaturschutzgesetz. Der besondere Schutz von Natur und Landschaft steht dabei im Vordergrund. Lebensstätten, Biotope oder Lebensgemeinschaften wild lebender Tier- und Pflanzenarten sollen erhalten, entwickelt oder wieder hergestellt werden. Alle Aktionen, die zu einer Veränderung, Beschädigung oder Zerstörung des Gebietes führen, sind verboten. Die Naturschutzbehörde versucht meistens in den Gebieten die Schutzziele zu erreichen. Meist können diese Ziele aber nicht umgesetzt werden, da die Verbote und Auflagen in den Gebieten nicht durchgesetzt werden können. Dafür fehlt der Behörde das nötige Personal und das Geld.

Kaspar Hauser

Das Markgrafen Museum in Ansbach beschäftigt sich mit dem Leben von Kaspar Hauser. Er ist in der Zeit vom 1828 bis 1833 ins öffentliche Leben getreten. Das Museum erklärt, wer Kaspar Hauser war. In der Stadt stehen auch einige Denkmäler von Kaspar Hauser. Dazu zählt auch der Kaspar Baum. Er steht am Montgelasplatz. In der Nähe liegt das Wohn- und Sterbehaus von Kaspar Hauser. In der Schwanenritterkapelle aus den Jahren 1501 bis 1523 wurde er im Mai 1833 konfirmiert. Der Pfarrer Johann Simon Heinrich Fuhrmann wurde zu einem väterlichen Freund von Kaspar Hauser. Seine erste große Liebe war die Tochter des Regierungspräsidenten, Lila von Stichaner. Er hielt sich oft im Haus des Regierungspräsidenten auf. Im Hofgarten steht ein Denkmal. Die Inschrift lautet: Hier wurde ein geheimnisvoller getötet: 14. Dezember 1833. Das Grab von Kaspar Hauser ist auf dem Stadtfriedhof bei Heilig Kreuz. Die Beerdigung fand am 20. Dezember 1833 statt, bei der der Pfarrer Fuhrmann die Beerdigung abhielt. Auf dem Grabstein steht geschrieben: Hier liegt Kaspar Hauser, ein Rätsel seiner Zeit, unbekannt seine Geburt, geheimnisvoll sein Tod. 1833. In Nürnberg tauchte er im Jahre 1828 auf. Er war völlig verwahrlost und der deutschen Sprache kaum mächtig. Das Interesse war bei Journalisten und Kriminalisten geweckt. Hauser lernte schnell lesen und schreiben. Er spielte Klavier, malte und wendete sich der Poesie zu. Nach einem Attentat-Versuch kam er in die Obhut des Lehrers J. G. Meyer, der in Ansbach wohnte. Im Dezember 1833 wurde er von einem Unbekannten erstochen. In der Platenstraße befindet sich ein Denkmal, das ihn einmal im verwahrlosten Zustand von 1828 zeigt und einmal als einen angesehenen jungen Mann. Noch heute sind viele Rätsel um seine Person noch nicht gelöst.

Kühberg bei Gastenfelden

Das Naturschutzgebiet Kühberg gehört zum Landkreis Ansbach und liegt nordöstlich von Gastenfelden. Es hat eine Gesamtgröße von ca. 17,7 Hektar. Das Gebiet wird durch die Lehrbergschichten des Gipskeupers geprägt. Auf den Böden der Hochfläche haben sich Borstengrasrasen, Wacholder und andere Gehölze entfacht. Auf den Lehrbergtonen wächst vor allem Enzian – Schillergrasrasen. Die Gegend besitzt auch Streuobstwiesen, Hecken und Gebüsche. Diese bieten vielen gefährdeten Vogelarten einen Lebensraum und Brutstätten. Die Artenvielfalt auf dem Magerrasen des Kühbergs ist für Gipskeuterhutung sehr groß. Durch diese Vielfalt können zerstörte Flächen der Umgebung wieder besiedelt werden. Das Naturschutzgebiet mit den gut beweideten Flächen stellt den idealen Lebensraum für viele Tierarten dar. Dazu gehören Käfer, Schmetterlinge, Heuschrecken, Spinnen und Hautflügler. Die Flächen sind durch die Beweidung und von der landwirtschaftlichen Nutzung stark gefährdet, da hier eine Artenverarmung und Verbuschung gegeben ist. Die Einschwemmungen, Ablagerungen und Einwehungen aller Art stellen ebenfalls ein Problem dar. Daher muss die Beweidung sichergestellt werden und Pflegearbeiten durchgeführt werden. Hier stehen Entbuschungsmaßnahmen an erster Stelle, aber auch die Entsorgung von Müll wird notwendig. Ein Naturschutzgebiet ist ein Gebiet, das dem Bundesnaturschutzgesetz unterliegt. Hier ist der Schutz von Natur und Landschaft erforderlich, damit die Natur erhalten bleibt und sich weiter entwickelt oder wieder hergestellt wird. Alle Aktionen, die zu Zerstörung, Beschädigung oder Veränderung des Gebietes führt, sind verboten. Viele Naturschutzgebiete sind der Öffentlichkeit zugänglich. Naturschutzgebiete werden durch Bekanntmachung der Schutzgebietsverordnung und der Abgrenzung ausgezeichnet. Die Eigentümer der Naturschutzgebiete sind in ihren Rechten eingeschränkt. Wird ein Gebiet als Naturschutzgebiet ausgewiesen, können alle Betroffenen diese Anordnung gerichtlich anfechten. Meistens dürfen Naturschutzgebiete betreten werden, jedoch nur auf angelegten Wegen, damit die Tier- und Pflanzenwelt nicht gestört wird.

Naturschutzgebiet Schandtauberhöhle

Das Naturschutzgebiet Schandtauberhöhle liegt etwa 5 Kilometer von Rothenburg ob der Tauber. Hier befindet sich die Quelle der Schandtauber. Die Quelle liegt in dem Ort Bettenfeld. Die Schandtauber ist ein Nebenfluss der Tauber. Bei hohen Niederschlägen hat der Talgraben oberhalb von Bettenfeld Wasser. Die Entwässerung erfolgt hier unter der Erde durch die Schandtauberhöhle. In Bettenfeld kommt der unterirdische Fluss wieder an die Oberfläche. Die Schandtauberhöhle hat eine vermessene Länge von 1.020 Metern. Sie ist die einzige wasserführende Großhöhle im Bayerischen Gebiet. Hier findet man vom Wasser eingeschwemmte Ablagerungen. Den Hauptanteil bilden Lehm, Sand und Schotter. Die Tropfsteine sind hier eine Besonderheit. Auch die Lehmtropfsteine sind etwas Besonderes. Die Entstehung der Lehmtropfsteine ist bis heute nicht genau geklärt. Der Höhlenbach ist sehr verschmutzt. Trotzdem leben hier zahlreiche Tiere. Darunter zählen Höhlenschnecken, Käfer und Wasserwanzen. Also gibt es hier Höhlentiere, aber auch Tiere, die von der Erdoberfläche her eingeschwemmt wurden oder eingewandert sind. In den oberen Höhlenabschnitten überwintern regelmäßig Fledermäuse. Die Höhle ist die zweitlängste Muschelkalkhöhle. Sie darf nicht betreten werden, weil sie von großer Bedeutung ist. Sie hat eine Größe von ca. 12 Hektar. Der Landkreis ist Ansbach und die nächst größere Kreisstadt ist Rothenburg ob der Tauber. Akzeptiert wird das Betretungsverbot der Höhle nicht von allen Naturfreunden. Für Manche ist dies nicht nachvollziehbar. Sie sind der Meinung, dass es nur gerechtfertigt ist, wenn es um Störungen und Zerstörungen der Landschaft und der Pflanzen- und Tierwelt geht. Die Natur wird den Menschen vorenthalten. Hier wünscht man sich zumindest ein paar Tage im Jahr, an denen das Naturdenkmal geöffnet ist.

St. Johannis-Kirche

Im Jahre 1410 wurde mit dem Bau der heutigen St. Johannis-Kirche begonnen. Im Jahre 1435, nach 25 Jahren, war das Gebäude fertiggestellt. Baumeister waren die Steinmetze Endres Emhard und Wilhelm Kreglinger. Jedoch ist nur Wilhelm Kreglinger urkundlich erwähnt. Der Chor wurde im Jahre 1441 erbaut und die Chortürme kamen erst zwischen 1504 bis 1508 dazu. Sie ist eine schlichte dreischiffige Kirche. Das Mittelschiff und der Chor haben ein Springgewölbe. Die Seitenschiffe haben ein Kreuzrippengewölbe. Die beiden Chortürme sind unterschiedlich hoch und auch die Gestaltung und Form ist unterschiedlich. Der nördliche Turm ist durch Maßwerkblenden, eine Galerie und einem Treppenturm gegliedert. Er ist 5-geschossig. Der südliche Turm ist der kleinere und schlicht gestaltet. An ihm befinden sich eine Sonnenuhr und darunter die Wappen der Ansbacher Markgrafen und der Stadt Ansbach. Über der Uhr hängt eine Baumeistermaske. Der nördliche Hauptaltar ist im Renaissance-Stil und stand ursprünglich in der Gumbertuskirche. Er ist sehr sehenswert. Einige Epitaphien in der Kirche sollten unbedingt Beachtung finden. Dazu zählt auch das farbig gefasste Schnitzwerk des Bürgermeisters Wolfgang Seybald, der 1631 gestorben ist. Aus dem Jahre 1660 stammt die ehemalige Fürstengruft, die sich unter dem Chor befindet. Die Kirche ist eine evangelisch-lutherische Kirche. Sie prägt das Stadtbild. Neben der Funktion als Stadtkirche ist sie auch Dekanskirche. Sie hat fast 5.600 Gemeindemitglieder aus der Innenstadt, dem Boxberg, ein Stück des Rügländer Viertels, die Ortschaft Hennenbach und kleinere Orte vom Rand der Stadt. Das Klinikum Ansbach wird vom Krankenhauspfarrer betreut, der auch zur Gemeinde St. Johannis gehört. Im Jahre 1139 wurde erstmalig die Kirche St. Johannis erwähnt. Der älteste gefundene Grabstein ist auf das Jahr 1101 ausgestellt. Sie war Taufkirche und hatte einen Friedhof. In einer Urkunde ist vermerkt, das Johannes Baptista der Pfarrheilige war. In der früheren Kirche waren ein Taufstein, ein Sakramentshäuschen und eine Kanzel vorhanden.

Naturpark Frankenhöhe

Der Naturpark Frankenhöhe liegt in Mittelfranken. Er ist ca. 110.450 Hektar groß. Westlich grenzt er an Baden-Württemberg und nördlich an dem Steilabfall der Frankenhöhe zur Windsheimer Bucht. Im Osten liegt er nah an den Ballungsgebieten Nürnberg-Fürth-Erlangen. Im Westen wird er durch die Bundesstraße B 14 zwischen Ansbach, Feuchtwangen und der Landesgrenze begrenzt. Er kann von der A 6 und der A 7 aus erreicht werden. Auch die Bundesstrasse B 13 und die Romantische Straße liegen am Naturpark. Der Wanderweg Europäische Wasserscheide ist ca. 97 km lang. Er liegt im Naturpark Frankenhöhe. Der Eichelbergweg ist Teil der Europäischen Wasserscheide. 1990 wurde er als Heuschrecken-Weg ausgebaut. Bis zum Jahre 2010 wurde er mit einigen Wasserableitungsmöglichkeiten saniert. Auf dem Natur- und Geschichtsweg kann die Natur erlebt werden und der Wanderer erfährt auch viel über die Geschichte. Tafeln geben viele Informationen. Die Einweihung des Weges war im Jahre 2008. Im Taubertal findet der Wanderer unterschiedlich genutzte Flächen. Hier befindet sich Grünland, Brachflächen, Streuobstwiesen, Gebüsche, Heckenriegel und vieles mehr. Dass das Gebiet einmal dem Weinbau diente, ist heute noch an den Mauern, die die Steilhänge zu einer Terrasse machen, sichtbar. Nach der Weinbau-Nutzung wurde hier vorwiegend Heu gewonnen. Es entstanden Salbeiwiesen und einige Halbtrocken-Rasen. Die Landwirtschaft hat sich aus diesem Gebiet teilweise zurückgezogen, was eine Verbuschung zur Folge hat. Damit die Lebensräume im Taubertal erhalten bleiben, müssen sie besonders gepflegt werden. Wenn die Flächen zugewachsen sind, müssen die Büsche gezielt entfernt werden, damit wieder offenes Land entsteht. Der Landschaftspflegeverband Mittelfranken pflegt nach einem Pflege- und Entwicklungskonzept das Taubertal, also den Naturpark Frankenhöhe, den Bezirk Mittelfranken und den Landkreis Ansbach. Der Wuchs des kleinen Knabenkrauts ist in den letzten Jahren stark zurückgegangen. Die Wurzelknollen waren ein bekanntes Heilmittel. Heute ist diese Pflanzenart stark gefährdet.

Wissenswertes

Die vielfältige Stadt Ansbach beheimatet den Sitz der Regierung von Mittelfranken. Diese fünftgrößte Stadt Bayerns trug bis ins 18. Jahrhundert hinein den Namen Onolzbach. Erstmals als Stadt erwähnt wurde das heutige Ansbach im Jahre 1221. Von 1331 an unterstand die Stadt für viele Jahre den Hohenzollern. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges stand die Stadt unter amerikanischer Besatzung. In der ehemaligen Lungenheilanstalt war ein Lager für Displaced Persons untergebracht worden.

Bereits seit 1960 unterhält die Stadt eine Partnerschaft mit dem Ort Bay City in den USA. Jüngere partnerschaftliche Verbindungen bestehen mit dem chinesischen Ort Jing Jiang und der italienischen Stadt Fermo. Vor allem wegen der geschichtlichen Verbundenheit hat Ansbach auch eine Patenschaft über den Ort Krnov in Tschechien übernommen.

Die Stadt Ansbach beheimatete den namhaften Astronom Simon Arius, der die Monde des Jupiters als Erster entdeckt haben soll.

Ansbach hat einige sehr interessante Bauwerke zu bieten. Aus einer Anlage des Mittelalters heraus wuchs die Residenz der Markgrafen zu Brandenburg. Die gotische Halle von nicht unbeachtlichen Ausmaßen stammt aus dem Jahr 1400. Die größte Sammlung der Ansbacher Porzellan-Manufaktur stellt sich hier unter einem Kreuzrippengewölbe vor. Weitere Blickfänge des Schlosses sind das Deckenfresko im Festsaal und die Gemäldegalerie des Rokoko. Auch im Spiegelkabinett findet sich noch eine Sammlung Meißner Porzellan. Die Orangerie, sowohl auch der Hofgarten wurden am Anfang des 16. Jahrhunderts erstmals in einem Kräuterbuch erwähnt. Wer ein Naturdenkmal besuchen möchte, unternimmt einen kurzen Ausflug zur Kreuzeiche bei Hürbel.

Auf ihre Sportler ist die Stadt Ansbach besonders stolz. Bereits zwei mal gewann der städtische TSV 1860 die deutsche Feldhandball-Meisterschaft. Auch viele andere zur Verfügung stehende Sportvereine bieten eine weite Bandbreite an Sportarten an.

Einen überregionalen Bekanntheitsgrad erlangt die Stadt Ansbach gegenwärtig durch die ansässigen kunststoffverarbeitenden Unternehmen und die Zulieferindustrie für Automobile. Auch ein namhafter Holz- und Bautenschutzhersteller ist in der Stadt Ansbach beheimatet.

Verkaufsoffener Sonntag in Ansbach

Folgende Termine in Ansbach und Umgebung haben wir in unserer Datenbank gefunden:




Es wurden aktuelle Termine zu verkaufsoffenen Sonntagen in Ansbach nicht gefunden. Termine in der Umgebung (nach Bundesland sortiert) findest hier.

Städte in der Nähe von Ansbach:
gunzenhausen (27.5km), feuchtwangen (28.8km), bad-windsheim (29.9km), langenzenn (30.6km), neustadt-an-der-aisch (31.4km), dinkelsbuehl (36.4km), cadolzburg (36.9km), rosstal (38.2km), heidenheim (38.6km),





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