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Sehenswürdigkeiten in Eisleben

Geburtshaus Martin Luther

Wandelt der Besucher der Lutherstadt Eisleben auf den Spuren des Namensgebers der Stadt, so führt ihn kein Weg am berühmten Geburtshaus des großartigen Reformators Martin Luther vorbei. Am 10. März 2007, nach einer langen Zeit der Sanierung und des Umbaus des Geburtshauses Luthers, wurde dieses zum Schatz der Weltkulurerbestätten der UNESCO gehörende historische Gebäude wiedereröffnet. Am 10. November 1483 ist in diesem Mittelalterlichen Stadthaus Martin Luther geboren. Vermutlich in einer kleinen Dachkammer dieses im mittelfränkischen Baustil erbauten Hauses erblickte Luther das Licht der Welt. In den kirchlichen Taufbüchern der Stadt Eisleben wurde vermerkt, dass Luther am Martinstag in der sich in der Nähe befindlichen Petri Kirche getauft wurde. Hier erhielt er von seinem Vater Hans und seiner Mutter Margarete den Namen des heiligen Schutzpatrons Martin. Chronisten und Geschichtswissenschaftler unserer Zeit sind sich darüber einig, dass die Taufe in Eisleben Luthers Verbundenheit mit der Stadt Eisleben für immer prägte. Noch im Jahre 1484 verzog die gesamte Familie nach Mansfeld. Jedoch zog es Martin Luther stets in seinem gesamten Leben zurück in seine Geburtsstadt. Hier lebte und arbeitet er im Lutherhaus mit seiner Frau Katharina und in seiner Geburtsstadt verstarb der große Sohn der Stadt Eisleben. Für die diese Gedenkstätte Luthers alljährlich besuchenden Touristen, hält das Luther Geburtshaus auf einer Ausstellungsfläche von fast 700 Quadratmeter ca. 250 Ausstellungsexponate aus dem Zeitraum des 13. Bis zum 19. Jahrhundert bereit. Die als Dauerausstellung im Geburtshaus gestaltetete museale Sammlung, steht unter dem Motto - Von daher bin ich – Martin Luther und Eisleben- und bringt dem Besucher des Museum die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse in der Kinder- und Jugendzeit Luthers nahe.

St.-Annen-Kirche

Das Mansfeldische Land war schon in der Geschichte des frühen Mittelalters als ausgedehntes Bergbaurevier Mitteldeutschlands bekannt. Einen wesentlichen Anteil an der traditionsreichen Entwicklung dieses Bergbaugebietes leistete die über tausendjährige Stadt Eisleben. Mit ihrer Stadtentwicklung und historischen Stadtgeschichte ist sie eng mit der Entwicklung dieses Gebietes in Mitteldeutschland verbunden. Aus der damaligen Zeit des aufstrebenden Bergbaues rund um die ehemalige mittelalterliche Stadt Eisleben, ist uns bis heute eine alte Bergmannskirche im Gebiet der Eislebener Neustadt erhalten geblieben. Auf einer Anhöhe westlich der Stadt Eisleben, wurde im Jahre 1514 mit dem Bau der Kirche begonnen. In den Urkunden des Grafen Albrecht von Mansfeld-Hinterort ist zu lesen, dass auf sein Geheiß und dem Segen des Magdeburgers Erzbischofs Ernst II. mit dem Bau der Kirche sofort zu beginnen sei. Sie sollte den sich in der Eislebener Neustadt angesiedelten Bergleuten als Gotteshaus dienen und vom Aufstreben der Stadt Eisleben als Bergwerkstadt künden. Unmittelbar an die Kirche angrenzend befindet sich das noch heute erhaltene Gebäude des Augustiner-Eremitenklosters mit seinen fünf altfränkischen Mönchskammergiebeln. Die Gründung dieses Klosters erfolgte im Jahre 1515 und währte jedoch nicht lang als Kloster. Schon im Jahre 1523 wurde das Kloster infolge der fortschreitenden Reformation und Säkularisierung geschlossen. In seinen Mauern weilte auch Martin Luther während seiner Ordinatszeit und später als Distrikts Vikar des Ordens. Die Sankt Annen Kirche birgt für jeden Besucher und Touristen eine ganz besondere Rarität und europäische Kostbarkeit. Es handelt sich um die -Eislebener Steinbilderbibel-. Diese um 1585 vom Münsteraner Steinmetz Hans Thon Uttendrup geschaffene Kunstwerk, besteht aus 29 Steinreliefs und beschreibt in seinen filigranen bildlichen Darstellungen die Kirchengeschichte des Alten Testament. Weitere Kostbarkeiten und Sehenswürdigkeite dieser Kirche sind die edlen Fenstermalereien und die aus dem Jahr 1601 stammente Kanzel. Diese in ihrer Form und Verzierung einmalige Kirchenkanzel, stell die Menschheitsgeschichte und die Lebens- und Leidensgeschichte Jesus Christus in vielen Facetten und Einzelheiten dar. Bemerkenswert ist die Darstellung des gehörnten Moses als Kanzelträger und somit seine Würdigung als Verkünder des Alten Testamentes.

Sterbehaus Martin Luther

Mitten im Stadtzentrum der Stadt Eisleben befindet sich da heutige Museum –Luthers Sterbehaus- am Andreaskirchplatz der Stadt. Dieses zum Weltkulturerbe der UNESCO und der Stiftung Luthergedenkstätten der Stadt Eisleben gehörende Gebäude, ist eines von zwei historischen Häusern die man zum Museumskomplex Luthers Sterbehaus zählt. Die historischen Stadtchroniken bezeichneten einst im Jahr 1726 das Haus des Barthel Drachstedt als Sterbehaus Luthers, worauf die Stadt Eisleben das benannte Haus 1862 am Andreasplatz 7 erwarb und in dessen Räumen eine Luther Gedenkstätte errichtete. Neuere wissenschaftliche Untersuchungen der überlieferten Dokumente aus der Zeit Luthers ergaben jedoch, dass Luther am 18 Februar 1546 im Haus am Markt 56 starb, welches zur damaligen Zeit vom Stadtsyndikus Johann Albrecht bewohnt wurde. In diesem Gebäude befindet sich heute das Hotel -Graf Mansfeld-. Von der Stiftung Luthergedenkstätten werden beide historische Lutherhäuser betreut. Das als Museum ausgestattete Sterbehaus Martin Luthers ist in seiner Innenarchitektur reichhaltig mit Kunstwerken ausgestattet. Viele Gemälde wurden nach dem Tode Luthers in diesem Haus aufgestellt. So kann der Besucher des Museums, im ehemaligen Wohnraum des Hauses das Historienbild –Luthers letztes Bekenntnis-, ebenso wie das Gedächtnisgemälde für Elisabeth Francke aus dem Jahr 1517 besichtigen. Historisch von unschätzbaren Wert und ein Bekenntnis für die Arbeit Luthers ist das von Heinrich Göding 1569 für die Familie des Hieronymus Menzel geschaffene Epitaph Gemälde. Es zeigt Martin Luther bei seiner letzten in der Sankt-Andreas-Kirche durchgeführten Ordination und gilt als schönstes Epitaph Gemälde seiner Zeit

Lutherhaus

Das Bauhaus in Dessau – Ein UNESCO Weltkulturerbe

Zu den wohl berühmtesten Sehenswürdigkeiten der Stadt Dessau gehört das von Walter Gropius (1883 bis 1969) in den Jahren 1925/26 entworfene und erbaute Bauhausgebäude in Dessau. Gemeinsam mit dem Bauhaus entstand in unmittelbarer Nähe eine Siedlung, auch bekannt als Meistersiedlung, bestehend aus drei Doppelhaushälften und einem Einzelhaus. Die Aufnahme des Bauhauses in die Liste der UNESCO Weltkulturerbe-Denkmäler ist Ausdruck der Anerkennung für die von Walter Gropius geleistete Arbeit zur Entwicklung und Gestaltung moderner Industrie-Architektur. Die Geschichte des Bauhauses ist eng mit dem Wirken und Arbeiten Walter Gropius in Dessau verbunden. Als Begründer des Bauhauses wurde Gropius 1919 in Weimar zum Direktor der Großherzoglich-Sächsischen Hochschule für Bildende Kunst ernannt. Nach der Erbauung des als Ateliers und Schule genutzten Bauhauses wurde er in der Elbestadt Dessau ansässig. Bis zur Machtergreifung der Nationalsozialisten in Deutschland diente das Bauhaus bis 1932 Gropius und andere freien Architekten als Schule, Atelier und Werkstatt. Der Baustil des Gebäudes und der Siedlung ist Ausdruck der von Gropius in dieser Zeit geleisteten Architektenarbeit. Er beschäftigte sich vor allem mit der Lösung des Massenwohnbaues als eine Lösung der städtebaulichen und sozialen Probleme, welche durch die rasant fortschreitende industrielle Entwicklung im Deutschland der zwanziger Jahre hervorgerufen wurde. Nach der Machtergreifung des Nationalsozialismus, wurde das Bauhaus 1934 von Gropius verlassen. Er emigrierte wie viele andere fortschrittlich denkende Intellektuelle nach England und setzte dort seine architektonischen Arbeiten fort. Das Gebäude des Bauhauses und die Meistersiedlung wurden während der Zeit des Nationalsozialismus zum Teil durch die Junkers-Werke genutzt und während des 2. Weltkrieges durch Luftangriffe schwer beschädigt. Nach dem Krieg wurden das Bauhaus und die Meistersiedlung notdürftig wieder aufgebaut und teilweise als Poliklinik und Wohnhäuser genutzt. Mitte der siebziger Jahre wurde das Bauhaus und die Meistersiedlung einer grundlegenden Sanierung unterzogen und letztendlich 2002 in ihrem jetzigen Zustand fertiggestellt. Seit 1996 befindet sich das Bauhaus Dessau als anerkanntes Denkmal auf der UNESCO-Weltkulturerbe Liste.









Wörlitzer Park - Ein UNESCO Welterbe Nur 18 km vom Dessauer Stadtzentrum entfernt, befindet sich mitten im Biosphärenreservat Mittlere Elbe ein Unikat historischen Garten- und Landschaftsbaues. Der Wörlitzer Park, auch bekannt unter dem Namen Wörlitzer Anlagen oder Wörlitzer Garten. Diese ausgedehnte Parkanlage mit ihren drei Themengärten, dem Schloss mit Kirchengebäude, Marstall und dem Grauen Haus und seinen dreizehn Brückenbauten, welche die romantische Wassermühlenfahrt überspannen, sind Teil des auf der UNESCO-Welterbe Liste stehenden Dessauer-Wörlitzer Gartenreiches. Nach dem Vorbild der bekannten englischen Gärten, wurde diese berühmte Parkanlage im Herzen Mitteldeutschlands in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, unter der Herrschaft von Fürst Leopold III Franz von Anhalt Dessau in den Jahren 1769 bis 1773 erschaffen. Er erfuhr unter der Obhut der Regentschaft des Landesfürsten bis 1813 eine stetige Erweiterung. Selbst in unserer heutigen Zeit zählt der Wörlitzer Park zu den größten deutschen Landschaftsparks und wurde im Jahr 2000 als Teil des Gesamtensembles Dessau-Wörlitzer Gartenreich durch die UNESCO als schützenswertes Weltkulturerbe anerkannt. An einem Seitenarm der Elbe gelegen, erstreckt sich die Parkanlage über eine Gesamtfläche von 112 Hektar. Der von dem Hofgärtner Johann Friedrich Eyserbeck entworfene und gestaltete Park ist mit vielen klassizistischen Bauten des Hofarchitekten Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorf versehen. Wohl die berühmtesten davon sind die Schloss Bauten. Das Schloss Wörlitz gilt anerkannter Weise als eines der ersten im klassizistischen Stil erbauten Schlösser Deutschland. So wie zu Zeiten Leopolds des III gehandhabt, sind die Parkanlagen für jedermann zugänglich und erfüllen neben dem Ziel der Entspannung auch einen Bildungsauftrag den schon damals Leopold III bei der Parkgestaltung festlegte. So sollten die Gärten aufzeigen, dass der Mensch im Mittelpunkt allen Tuns steht und das über alle Schönheit hinaus, jedes Ding einen praktischen Nutzen erfüllen soll.













Schloss Georgium und Parkanlage Georgengarten Inmitten der Stadt Dessau befindet sich ein Teil des berühmten und unter UNESCO Welterbe Status stehenden Landschaftsparkes, dem Dessauer-Wörlitzer Gartenreich. Neben dem Schloss Georgium gehört zu dieser einmaligen historischen Anlage auch der Georgengarten. Benannt wurde dieses Schloss und Parkensemble nach dem jüngeren Bruder von Fürst Leopold des III, dem Prinzen Johann Georg. Erbaut wurden die Schlossanlage und der dazugehörige Garten 1780 in einem Auenbruchwald nördlich der Stadt Dessau. Als Baumeister dieser Anlage wurde der Hofbaumeister Friedrich Wilhelm Erdmannsdorf (ein alter Freund und Weggefährte Fürst Leopold des III) beauftragt, ein im klassizistischen Stil geprägtes und mit vielem romantischem Accessoires des Park- und Landschaftsbaus versehenes Kleinod im Stile der englischen Gärten zu errichten. Ganz in diesem Sinne errichtete Friedrich Wilhelm Erdmannsdorf einen naturbelassenen Landschaftspark mit vielen kleinen Denkmälern und Gebäuden. Ein besonderer Blickfang bilden hierbei der ionische Rundtempel und die Nachbildung zweier antiker Torbögen. Das ebenfalls im klassizistischen Stil erbaute Schloss Georgium beherbergt die Anhaltinische Gemäldegalerie mit seiner unvergleichlichen Sammlung altdeutscher und holländischer Gemälde der Alten Meister. Neben solch bekannten Werken wie Dürers –Melancolia-, sind Originalgrafiken Albrecht Dürers und von Lucas Cranach (d. Älteren) ausgestellt und laden zu einem Besuch der Ausstellung ein. Nur dem unermüdlichen und rastlosen Einsatz der Mitarbeiter der Anhaltinischen Gemäldegalerie ist es zu verdanken, dass viele der im Zweiten Weltkrieg in das Solvayhall Kalibergwerk ausgelagerten Gemälde gerettet wurden. Viele Kunstwerke kehrten erst nach 1958 aus den Depots der damaligen Sowjetunion in die Gemäldegalerie zurück. Leider wurden von den einst vorhandenen und durch die russische Armee beschlagnahmten Gemälden und Grafiken, nur ein Teil zurückgegeben.













Marktkirche Unser Lieben Frauen Eine der schönsten und bedeutendsten Bauten der Spätgotik in Mitteldeutschland ist die Marktkirche Unser Lieben Frauen in Halle an der Saale. Die auch unter dem Namen Marienkirche über die Ländergrenzen berühmt gewordene jüngste aller mittelalterlichen Kirchen der Halorenstadt Halle, befindet sich im Zentrum der Stadt auf dem Obermarkt. Gemeinsam mit dem Roten Turm bildet dieses Ensemble das Wahrzeichen der Stadt Halle. Die Marienkirche mit seinen vier Türmen, den zwei nach Osten gerichteten und mit einer Brücke verbundenen spätromanischen Hausmannstürmen und den zwei nach Westen gerichteten spätgotischen Kirchtürmen und seiner dreischiffigen Hallenkirche wurde zwischen 1529 und 1554 erbaut. Bewundernswert ist die Tatsache, dass es sich bei der Marienkirche um den architektonischen Zusammenschluss zweier Kirchen handelt. So wurde die westlich gelegene Gertruden Kirche aus dem 11 Jahrhundert mit der östlich gelegenen Marienkirche aus dem 12. Jahrhundert verbunden. Somit erklären sich für den Betrachter dieses imposanten Kirchenbauwerkes auch die aus den unterschiedlichen Stilepochen stammenden Kirchtürme. Historisch belegt war die Gertruden Kirche eine Kirche der Salzwirker, besser bekannt als Halorenbruderschaft im Tal zu Halle. Diese Gegend um den heute noch vorhandenen Hallmarkt, war ehemals das Zentrum der Salzgewinnung der Stadt Halle und verhalf ihr im frühen Mittelalter zu Ruhm und Reichtum durch die Salzgewinnung und dem ertragreichen Handel mit diesem. Die Marienkirche hat eine lange historische Geschichte. Viele berühmte Persönlichkeiten verhalfen ihr zu dem weit über die Landesgrenzen bekannten Ruf. So predigte der Reformator und Begründer der Lutherisch Evangelischen Kirche Martin Luther in den Jahren 1545/46 auf der Kanzel der Marienkirche. Noch heute legt die in der Sakristei der Kirche aufbewahrte Totenmaske Martin Luthers und sein Handabdruck vom Wirken und Schaffen des weltbekannten Reformators in Halle, ein beredtes Zeugnis ab.













Alter Markt in Halle Wahrzeichen des Alten Markt in Halle ist der Müllerbursche mit dem Esel als Weggefährten. Dieser Springbrunnen wurde unter dem Namen Eselsbrunnen weit über die Landesgrenzen bekannt und bildet seit 1913 eines der markantesten Wahrzeichen der Stadt Halle an der Saale. Historisch gesehen ist der Platz des Alten Marktes in Halle einer der ältesten stadtgeschichtlich überlieferten Siedlungsplätze in der über 1000 Jahre alten Stadtentwicklung. Nach historischen Überlieferungen entstand genau an diesem Platz im Jahr 1100 eine befestigte Händlersiedlung. Diese an der mittelalterlichen Fernhandelsroute von Süddeutschland über Magdeburg nach Lübeck verlaufende Handelsstraße wurde an diesem Platz von der nach Westdeutschland führenden Handelsstraße tangiert. Zeugnis für die wichtige Stellung dieses Platzen in der historischen Stadtentwiucklung ist auch die Tatsache, dass sich am Alten Markt das erste urkundlich erwähnte Hallesche Rathaus befand. Ebenso die erste Pfarrkirche mit der Michaeliskapelle (benannt nach dem Schutzpatron des Heiligen Römischen Reiches und dem späteren Deutschland). Noch bis in die heutige Zeit erhalten, sind die aus den unterschiedlichen Stilepochen erhaltenen Fassaden rund um den Alten Markt. Die typische Form der aus dem Mittelalter übernommenen Bebauungsstruktur mit seinem fast T-förmigen Aussehen ist an diesem ältesten Platz der Stadt sehr ausgeprägt. Für jeden Besucher der Stadt, ist das angrenzende Altstadtgebiet mit seinen aus dem Mittelalter stammenden Wohn- und Geschäftshäusern ein beliebtes Ausflugsziel und lädt stets zu einem romantischen Bummel durch Halles Altstadt ein.















Die Moritzburg Einst eine mächtige Zwingburg auf einer Fläche von 6200 Quadratmetern, stand die Moritzburg in Halle an der Saale weit sichtbar über der Stadt an einem Nebenarm der Saale, dem Mühlgraben. Sie zählt zu den eindrucksvollsten Burganlagen Mitteldeutschlands und wurde als Residenz für den Magdeburger Erzbischof errichtet. Benannt nach dem Heiligen Mauritius, dem Schutzpatron des Magdeburger Bistums, blickt die Moritzburg auf eine lange geschichtliche Entwicklung zurück, welche von den Machtinteressen der Stadt Halle und denen des Erzbistums Magdeburg geprägt wurde. Erbaut in den Jahren 1484 bis 1503 unter der maßgeblichen Leitung Erzbischofs Ernst von Sachsen, wurde sie im Mai 1503 seine neue Residenz. Bis zum Jahr 1545 wurde die Moritzburg zu einer repräsentativen Zwingburg unter der Führung Kardinals Albrecht von Brandenburg ausgebaut. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde die Moritzburg sowohl 1626 von Wallenstein eingenommen, wie auch 1631 vom Schwedenkönig Gustav Adolf kampflos übernommen. Die Geschichte der Moritzburg als stolze Zwingburg endete am 6. Januar 1637 auf tragische Art und Weise, als während einer erneuten Belagerung der Schweden ein Feuer in der Burg ausbrach und diese im Wesentlichen zerstörte. Nach diesem Ereignis verlor die Moritzburg ihre strategische Anziehungskraft und wurde nachfolgend bis 1950 nicht wieder aufgebaut. Erst in den späten fünfziger Jahren wurde mit dem teilweisen Wiederaufbau der Moritzburg begonnen und erst im Jahr 2008, wurde der Aufbau der Moritzburg beendet. Die Moritzburg dient heute als Kunstmuseum des Landes Sachsen-Anhalt und wird durch Stiftung Moritzburg geleitet. In den für die Öffentlichkeit zugänglichen Räumlichkeiten der Moritzburg befinden sich die Gemäldesammlung, das Graphische Kabinett, die Sammlung Kunsthandwerk, Plastik und Fotografie, sowie das Landes Münzkabinett des Landes Sachsen-Anhalt.













Händelhaus In diesem Haus wurde 1685 einer der wohl berühmtesten Musiker und Komponisten der deutschen Musikgeschichte in Halle an der Saale geboren. Etwas abseits des Stadtzentrums, liegt das Händelhaus an der Einmündung der Großen Nikolaistraße am entgegensetzten Ende des Hallmarktes, ca. zehn Minuten vom Händeldenkmal auf dem Halleschen Obermarkt entfernt. Das Gebäude wurde im 13. Jahrhundert erbaut und dient heute der Stadt Halle als weltweit bekanntes und renommiertes Musikmuseum. Zusammen mit dem seitlich in die Nikolaistraße mündeten Gebäude aus dem 16. Jahrhundert, bildet dieser Gebäudekomplex ein gemeinsames Renaisanceensemble und ist jedes Jahr Ziel von tausenden Besuchern und Touristen der Stadt Halle. Das Händelhaus, dessen Grundmauern weit in das Mittelalter reichen, war lange Zeit Privateigentum der Familie Händel und besitzt eine lange historische Geschichte. Erstmals wurde es in den Chroniken 1558 erwähnt und war als -Gelber Hirsch- benannt. Erst im Jahr 1666 wurde das Anwesen vom Vater Georg Friedrich Händels, dem Hofchirug Georg Händel als Familiensitz erworben und verblieb bis 1784 im Besitz der Familie. Erst 153 Jahr später (1937) ging das Händelhaus in den Besitz der Stadt Halle über. Von den Kriegswirren des Zweiten Weltkrieges weitgehend verschont, eröffnete 1948 erstmals das Händelhaus als städtisches Musikmuseum seine Pforten und wurde seitdem bis zum Jahr 2001 mehrfach renoviert und baulich erweitert. In seinen Mauern finden Alljährlich vielfältige Ausstellungen zum Thema Musikgeschichte und Georg Friedrich Händel statt. Weiterhin vertreten sind zwei Dauerausstellungen über das Wirken und die Arbeit Georg Friedrich Händels und die imposante Historische Musikinstrumente Ausstellung. Die vielfältigen Aktivitäten des Händelhauses zur Ehrung des wohl berühmtesten Bürgers der Stadt Halle, wird durch die seit 2008 bestehende Händelstiftung der Stadt Halle geleitet und koordiniert.













Landesmuseum für Vorgeschichte Das 1819 durch den Thüringisch-Sächsischen Verein für die Erforschung des vaterländischen Alterthums und Erhaltung seiner Denkmalpflege geründete Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle, zählt in der heutigen Zeit zu eines der wichtigsten archäologischen Museen Europas. Es beherbergt mit seinen über elf Millionen Fundstücken eine der wohl umfangreichsten und imposantesten Sammlungen aus der frühen Vorgeschichte der Menschheit. Wohl geordnet und aufbereitet, werden diese Fundstücke in ihrer zeitlichen Reihenfolge, beginnend mit der frühen Vorzeit bis zur Frühen Bronzezeit, dem Besucher präsentiert. Unter den wohl weltweit berühmten Fundstücken des Museums, wie dem Reiterstein von Hornhausen, befindet sich auch die Himmelsscheibe von Nebra. Dieses Fundstück welches 1999 entdeckt wurde und uns einen Einblick in das Wissen der vor 3600 Jahren lebenden Menschen in Mitteleuropa gibt, ist der Stolz der Halleschen Museumsleitung, dem Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalts. Das seit 1918 als Museumsbau genutzte Gebäude wurde vom Architekten Wilhelm Kreis entworfen. Seine außergewöhnliche Architektur ist Ausdruck der Orientierung an dem Porta Nigra in Trier und verleiht dem Museumsgebäude seine Prachtvolle und Monumentale Ansicht. Fast unbeschadet durch die Auswirkungen des Zweiten Weltkrieges, überstanden das Museum und sein Fundus, ebenso die im Museum beherbergte umfangreiche Fachbibliothek die Kriegsereignisse. Nach der Wiedervereinigung wurde das Gebäude mehrfach renoviert und umgestaltet und konnte seine in ihm zu sehende Dauerausstellung zur Vor- und Frühgeschichte der Menschheit beständig mit neuen Inhalten erweitern. So ist seit 2008 die Dauerausstellung mit den Thematiken Paläolithikum, Mesolithikum und der Ära des Neolithikum erweitert wurden und gibt dem Besuchern somit noch mehr geschichtliche Eindrücke zur frühen Entwicklung der Menschheitsgeschichte.













Burg Giebichenstein Malerisch hoch über der Stadt Halle thronend, steht die Burg Giebichestein. Von hier hat jeder Besucher der Stadt Halle die Möglichkeit, vom Tor Turm der Burg aus weit in das Landschaftsschutzgebiet Saaletal zu schauen und in aller Ruhe die Schönheit der Saalemetropole zu bewundern. Heute als Kunstcampus der Hochschule für Kunst und Design Halle genutzt, wurde der 1966 als Freilichtdenkmal erklärte Komplex der Burg erstmals im Jahre 961 urkundlich erwähnt. Somit besitzt die Stadt Halle mit der Burg Giebichenstein und der Moritzburg zum einem die wohl älteste, wie auch jüngste Burg (Moritzburg) Mitteldeutschlands. Bestehend aus der Alten Burg, der Ober-und Unterburg, Diente sie den Magdeburger Erzbischöfen seit der zweiten Hälfte des 12 Jahrhunderts bis zur Fertigstellung der Moritzburg (um 1503) als Residenz und Regierungssitz. Nach der Fertigstellung der Moritzburg im alten Stadtzentrum Halles, verlor die Burg Giebichenstein ihren Status als Erzbischöfliche Residenz und somit ihren militärischen Nutzen. Bei einem Brand im Jahre 1636 wurde die stolze Burg so stark verwüstet, dass ein Neuaufbau nicht mehr möglich war. Dessen ungeachtet bildete die Burgruine am Ende des 18./Anfang des 19. Jahrhunderts ein Symbol der fortschreitenden Epoche der Romanik in Deutschland. Über dem Wasser der die Stadt durchfließenden Saale, stand die ehemals stolze Burg als Burgruine der Bevölkerung als Ausflugsziel im Saaletal zur Verfügung. Erst 1906 wurde das Territorium der Burgruine von der Stadt Halle erworben und Stück für Stück in einem mehr als 100 Jahre dauernden Aufbau so hergerichtet, wie man sie heute bewundern kann. Wie jede Burg, hat auch die Burg Giebichenstein ihre Sage. So sagt man, dass Ludwig der Springer Landgraf von Thüringen, nachdem er sich in die Gemahlin des Pfalzgrafen Friedrich von Sachsen verliebte, diesen tötete und anschließend auf der Burg Giebichenstein gefangengehalten wurde. Der Sage nach flüchtete Ludwig durch einen kühnen Sprung von den Mauern der Burg in die unter ihr fließende Saale. Glaubt man dieser Sage, so erklärt sich somit auch sein Beiname -der Springer-.











Leipziger Turm Mitten in der Stadt Halle, zwischen Marktplatz und dem Hauptbahnhof, findet man ein Wahrzeichen und Kleinod aus der Geschichte der Stadt Halle, den Leipziger Turm. Wie vor 500 Jahren erhebt sich heute noch die imposante Gestalt des Wartturms hoch über die Häuser der unter ihm liegenden Leipziger Straße. Ehemals gehörte er zu der die Stadt Halle im 15. Jahrhundert umgebenden Befestigungsanlage und ist mit seinen 44 Metern Höhe, eines der imposanten Turmbauwerke Halles. Ehemals der größte Turm in der Stadtbefestigungsanlage, warnte er mit seinem weiten Blick über den ehemaligen Galgberg, der frühen mittelalterlichen Hinrichtungs-und Richtstätte der Stadt, die Einwohner vor drohenden Gefahren. Seine runde Bauform aus Bruchsteinen, mit einem Innendurchmesser am Turmfuß von beachtlichen 3,30 m und einer so mächtigen Mauerstärke von 2,80 m, brachte ihm von der Bevölkerung auch den Beinamen -Der runde Turm- ein. Der Einfluss des Gotischen Baustils lässt sich am Eingangstor des Turmes, welches stadtseitig gelegen ist und dem in jedem Stockwerk des Turmes befindlichen Fenster, erkennen. Nur die Spitze des Turmes mit seiner welschen Haube, die von einer Laterne gekrönt ist, verrät den Einfluss der Renaissance auf die spätere Vollendung des Turmbauwerkes im 16. Jahrhundert.

















Mitten in der Stadt Halle, zwischen Marktplatz und dem Hauptbahnhof, findet man ein Wahrzeichen und Kleinod aus der Geschichte der Stadt Halle, den Leipziger Turm. Wie vor 500 Jahren erhebt sich heute noch die imposante Gestalt des Wartturms hoch über die Häuser der unter ihm liegenden Leipziger Straße. Ehemals gehörte er zu der die Stadt Halle im 15. Jahrhundert umgebenden Befestigungsanlage und ist mit seinen 44 Metern Höhe, eines der imposanten Turmbauwerke Halles. Ehemals der größte Turm in der Stadtbefestigungsanlage, warnte er mit seinem weiten Blick über den ehemaligen Galgberg, der frühen mittelalterlichen Hinrichtungs-und Richtstätte der Stadt, die Einwohner vor drohenden Gefahren. Seine runde Bauform aus Bruchsteinen, mit einem Innendurchmesser am Turmfuß von beachtlichen 3,30 m und einer so mächtigen Mauerstärke von 2,80 m, brachte ihm von der Bevölkerung auch den Beinamen -Der runde Turm- ein. Der Einfluss des Gotischen Baustils lässt sich am Eingangstor des Turmes, welches stadtseitig gelegen ist und dem in jedem Stockwerk des Turmes befindlichen Fenster, erkennen. Nur die Spitze des Turmes mit seiner welschen Haube, die von einer Laterne gekrönt ist, verrät den Einfluss der Renaissance auf die spätere Vollendung des Turmbauwerkes im 16. Jahrhundert.



















Frankesche Stiftungen

Die Geschichte der Halleschen Universität und somit der Aufstieg von der Halleschen Salzwirkerstadt zu einer angesehen Universitätsstadt Mitteldeutschlands, ist eng mit dem Namen des ehemaligen Pfarrers und späteren Professors und Rektors August Hermann Franke verbunden. Erstmals erwähnt Halles Stadtchronist 1891 Hermann Franke, als dieser zum Pfarrer der Sankt Georgen Kirche in Halle-Glauchau berufen wird und gleichzeitig seine Professur für griechische und orientalische Sprachen an der Universität Halle erhielt. All seine Kraft und persönlichen Verbindungen zum Halleschen Bürgertum, widmete er zur Linderung der Not und Verwahrlosung in seiner Gemeinde. So eröffnete Hermann Franke mit dem Geld einer Spende zu Ostern 1695 die erste Hallesche Armenschule auf dem Gelände der heutigen Frankeschen Stiftungen. Franke unterrichtete dort mit Unterstützung aus der Studentenschaft mittellose Kinder aus schlechtem sozialem Umfeld. Die fortschrittliche Erziehungsarbeit Frankes sollte alsbald Anerkennung im Halleschen Bürgertum finden, immer mehr betuchte Bürger der Stadt ließen ihre Kinder in dieser Einrichtung unterrichten und erziehen. Somit entwickelte sich durch die Einführung einer Schulgeldabgabe für betuchte Bürger und der Unterstützung des Kurfürsten, die Armenschule in ein Waisenhaus. Grundsteinlegung für ein für die damalige Zeit gewaltiges Waisenhaus war das Jahr 1698. Nach nur dreijähriger Bauzeit wurde dieses Waisenhaus, der Kern des noch heute erhalten gebliebenen Gebäudekomplexes der Frankeschen Stiftungen, im April 1701 eingeweiht. Die Kurfürstlichen Privilegien welche er hierfür nutzte, erlaubte auch die Ansiedlung weiterer Gebäude und Einrichtungen, wie eine Buchhandlung und Buchdruckerei, ein Naturalienkabinett und eine Apotheke. Finanziert wurde das Waisenhaus durch die von Franke in einer Stiftung zusammengefassten Gelder, zur Unterhaltung und den weiteren Ausbau des Waisenhauses. Der Gesamtkomplex der Frankeschen Stiftungen befindet sich in unmittelbarer Nähe des nach ihm benannten Frankeplatzes und umfaßt eine Fläche von fast 14 Hektar. In der Geschichte der Frankeschen Stiftungen gab es bis zur Gegenwart vielfältige Veränderungen, jedoch selbst in der Zeit des Nationalsozialismus überflügelte das Vermächtnis Hermann Frankes, ein sozial ausgerichtetes Schulsystem zu etablieren, die Ideen des Dritten Reiches. Zu dieser Zeit blieben die Stiftungen als Christliche Schulstadt erhalten. Bis zur Wiedervereinigung Deutschlands verlor die Frankesche Stiftung zwar ihre Selbstständigkeit, jedoch nicht ihren Bildungs-und Erziehungsauftrag. Ab 1991 begann die bis dahin größte Sanierung des Gebäudekomplexes, mit Unterstützung aus Spenden von Bund Länder und der Halleschen Kommune. Saniert und Restauriert wurden mehr als 50 Gebäude des Gesamtkomplexes, in deren Ergebnis die alte Schulstadt mit ihren umfangreichen wissenschaftlichen Sammlungen und dem nachweislich größtem Fachwerkhaus der Welt in altem Glanz erstrahlen konnte. Mehr als zwei Jahrhunderte, waren die Ergebnisse der Stiftung des größten halleschen Pädagogen August Hermann Franke, Vorbild für die Entwicklung der Schulsysteme in Europa, Amerika und Indiens.

Geiseltalmuseum Unweit des Stadtzentrums, in der Domstraße, ist das Geiseltalmuseum im Nordflügel der ehemaligen Kapelle Kardinal Albrecht II von Brandenburg untergebracht. Vielen alteingesessenen Hallensern ist dieser geschichtsträchtige Ort auch unter der Bezeichnung -Neue Residenz- bekannt. Das Museum beherbergt eine umfangreiche öffentliche Schausammlung der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und dokumentiert mit vielen naturwissenschaftlichen Asservaten die geologische Entwicklung des südlich von Halle gelegenen Braunkohlereviers im Geiseltal. Diese seit nunmehr über 75 Jahren bestehende Schausammlung wurde dank der unermüdlichen Arbeit des damaligen Direktors des Geologisch-Paläontologischen Instituts, Professor Dr. Weigelt, im November 1934 eröffnet. Seit der Eröffnung des Geiseltalmuseums bewunderten hunderttausende von Besuchern die in seinen Räumen untergebrachte Dauerausstellung über die Geologie des Geiseltales. Dem interessierten Besucher werden vielfältige Einblicke in die Welt der erdgeschichtlichen Eozän-Epoche gegeben. Von versteinerten Wirbeltieren und Pflanzen bis zu seltenen Mineralien findet der Besucher eine umfassend dokumentierte und in zeitlicher Abfolge ausgestellte Sammlung, welche jeden Besuch in dieser musealen Einrichtung zu einem Bildungserlebnis werden lässt. Wohl weltweit eines der bekanntesten Ausstellungsexponate ist das vollständige Skelett eines prähistorischen Altpferdes, welches nur die Größe eines Hundes hatte. Neben der Dauerausstellung, finden regelmäßig Themenausstellungen zur Paläontologischen Rekonstruktion der Entwicklung des Geiseltales statt. Hierbei werden die neuesten Erkenntnisse und Fundstücke der Ausgrabungsarbeiten im Geiseltal der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Führungen und Filmvorträge runden das anspruchsvolle Angebot dieser halleschen Musealen Einrichtung, für alle interessierten Besucher und Touristen der Stadt Halle gekonnt ab.













Zoo Halle Einer der schönsten Berg Zoos Deutschlands ist anerkannter weise der Berg Zoo der Stadt Halle. Im Norden der Stadt, im Stadtteil Giebichenstein ist der Zoo auf einer Gesamtfläche von nur 9 Hektar ein absolutes Muss für jeden Besucher und Tourist der Stadt Halle und gleichzeitig eine Attraktion für Jung und Alt. Mit allen Öffentlichen Verkehrsmitteln ist dieser vom Stadtzentrum aus in 10 Minuten erreichbar und alljährlich Publikumsmagnet für zehntausende von Besuchern. Durch seine Lage, auf dem über 130 Meter hohen Reilsberg, bekam er schon kurze Zeit nach seiner Eröffnung im Jahre 1901 den Beinamen -Berg Zoo-. Durch seine landschaftsarchitektonische Lage und die Integration der Tiergehege und Anlagen, lässt der Zoo Halle nicht vermuten, dass er zu einen der flächenmäßig kleinsten Zoologischen Berganlagen zählt. Rasant entwickelte sich der Zoo Halle mit seinem anfänglichen Tierbestand von 194 Tieren aus 96 Arten zu einem Vorzeigeobjekt zoologischer Hege und Pflege. Heute sind im Zoo Halle 1700 Tiere aus 250 Arten vertreten. Als einen Schwerpunkt seiner Arbeit, widmet sich der Zoo neben der traditionellen Haltung und Zucht von Bergtieren, der Tierwelt Südamerikas. Dem Besucher laden, neben den unterschiedlichsten und thematisch gestalteten Außenanlagen, mehre große Tieranlagen zum Verweilen und entspannen ein. Besonders sehenswert sind das Affenhaus, die Seebärenanlage, das Schimpansen Haus, der Komplex des Raubtierhauses mit integrierten Aquarium und Reptilen Gehege, das Krokodilhaus und dem Wahrzeichen des Zoo Halle, dem Elefantenhaus. Sollten die Besucher gefallen an der vielfältigen Flora und Fauna des Zoo gefunden haben, laden mehrere gastronomische Einrichtungen zu Speis und Trank, oder einem leckeren Eisbecher ein. Der unermüdlichen Arbeit des Vereins der Förderer und Freunde des halleschen Berg Zoo e.V. ist es zu verdanken, dass sich dieser seit der Wiedervereinigung Deutschlands zum absoluten Tourismusmagneten der Stadt Halle entwickelte. Aber nicht nur im Tourismusgewerbe ist der Zoo die Nummer Eins, auch seine weltweite Anerkennung als eine wissenschaftliche Stätte zum Schutz und der Erhaltung bedrohter Tierarten sprechen eine berede Sprache über die erfolgreiche Arbeit aller Mitarbeiter des Berg Zoo. Sollten Sie nach einem Besuch ebenfalls ein begeisterter Anhänger dessen werden, so besteht auch die Möglichkeit, ganz persönlich eine Tierpatenschaft zu übernehmen und somit zur Arbeit dieser zoologischen Einrichtung beizutragen.







Stadthaus Auf dem Obermarkt in Sichtweite des Händeldenkmales, befindet sich an der Südseite des Platzes das Stadthaus. Als ein Wahrzeichen der Stadt Halle prägt es seit seiner Errichtung in den Jahren 1891 bis 1894 die glanzvolle Ansicht dieses zentralen Mittelpunktes des öffentlichen Lebens der Stadt. Das anmutig und zugleich prachtvoll aussendende Gebäude ist eine Meisterleistung des Kölner Architekten Emil Schreiterer (1852-1923), nach dessen Entwürfen das prunkvolle Gebäude erbaut wurde. Nicht nur die von außen ersichtlichen Elemente der verspielten Neorenaissance und Neogotik geben diesem Gebäude seine einzigartige Ausstrahlung, sondern auch die mit Holztäfelungen reich verzierten Decken und Gewölbe. Über die an der Frontseite gelegene Toreinfahrt führt ein reich verziertes Treppenhaus in die im oberen Geschoß gelegenen Sitzungssäle. Besonders bemerkenswert ist die Gestaltung des tonnenförmig gewölbten Hauptsaales mit seinen Deckenmalereien und Holztäfelungen. Weit über die Mauern der Stadt Halle bekanntgeworden, ist der ebenfalls in diesem Gebäude befindliche Wappensaal. Mannigfaltige Restaurierungarbeiten am Gebäude waren nach den Ereignissen des Zweiten Weltkrieges erforderlich um das Stadthaus in seinem alten Glanz erstrahlen zu lassen. So wurden die einst mit christlichen Ornamenten verzierten Bleiglasfenster dieses Gebäudes mit Glasmalereien des halleschen Malers Charles Crodel ersetzt. Im Stadthaus, welches heute als historisches Rathaus der Stadt genutzt wird, befinden sich das Standesamt der Stadt Halle, wo sich alljährlich viele Brautpaare in diesem einmaligen Ambiente das Ja-Wort geben. In den historischen Sitzungssälen des Stadthauses werden regelmäßig die Sitzungen des Stadtrates und seiner Ausschüsse abgehalten. Ein Besuchermagnet für viele In- und Ausländische Touristen und Besucher der Stadt Halle, ist der sich in den Kellergewölben befindliche Ratskeller. Eine Gastronomische Einrichtung der Spitzenklasse, in welcher der Besucher mit Speisen und Getränken aus der Region in- und um Halle und des Saaletales verwöhnt wird.









Roter Turm Die Stadt Halle an der Saale ist in Mitteldeutschland und darüber hinaus, auch als Stadt der Fünf Türme bekannt. Ursache für diese Bezeichnung sind die im Stadtzentrum befindlichen und als einzigartiges Wahrzeichen bekanntgewordenen Vier Türme der Marktkirche Unser Lieben Frauen und dem Roten Turm, gleich gegenüber dem Händeldenkmal auf dem Halleschen Obermarkt. Der im spätgotischen Stil erbaute und über 84 Meter hohe freistehende Uhr- und Glockenturm weist bei seiner fast quadratischen Bauweise eine erstaunliche Kantenlänge von 10 mal 15 Metern auf. Im Jahre 1418 erbaut durchlebte er eine wogende Geschichte, welche eng mit der geschichtlichen Entwicklung des halleschen Stadtrechtes verknüpft ist. 1945 bei einem amerikanischen Angriff von einem Artelleriegeschoß getroffen, wurde er teilweise zerstört und verlor hierbei seine herrliche spätgotische Turmspitze. Umfangreiche Restaurierungs- und Sanierungsmaßnahmen, wie dem Wiederaufbau der Turmspitze und der Installation des Glockenspiels, ließen dieses Wahrzeichen 1976 in neuem Glanz erstrahlen. Gleichzeitig erfolgte bei der von 2004 bis 2006 stattgefundenen Komplettsanierung des Marktplatzen, ein Um- und Ausbau des Roten Turm. Ausgarbungen rund um das Turmgelände bestätigten, dass der Rote Turm auf dem ehemaligen Gelände des Friedhofes der Marienkirche Unser Lieben Frauen erbaut wurde. Die Entwicklung des Stadtrechtes von Halle ist eng mit der Turmgeschichte einhergehend. Chronisten der Stadt Halle beschrieben schon 1386 in der Schrift über das Hallesche Tal recht, den Roten Turm als Stadtzeichen der Salzstadt Halle. Diese Eintragungen und noch andere Historische Quellen der Stadt Halle belegen, dass auf dem Gelände des heutigen Roten Turmes sich schon im frühen Mittelalter ein Vorgängerturm befunden hat. Den Beinamen der -Rote- Turm erhielt dieser nach Aussagen der Stadtchronisten, durch die an seinem Fuße ausgeübte Blutgerichtsbarkeit der Saalestadt. Aus diesen Zeiten des Mittelalterlichen Rechtes und seiner Durchführung zeugt noch heute die am Fuße des Turmes stehende Figur eines steinernen Rolands. Alljährlich erfreuen sich eine Vielzahl von Besuchern und Touristen an dem stündlich zu vernehmenden Glockenspiel, hoch über den Köpfen der den Markplatz überquerenden Menschen.







Botanischer Garten

Ein besonderer Besuchermagnet der Stadt Halle an der Saale ist sein unweit des Stadtzentrums gelegener Botanischer Garten. Besucher des Obermarktes in Halle benötigen nur 25 Minuten Fußweg, bis sie auf eine der wohl schönsten Botanischen Gärten Deutschlands treffen. Seine mehr als 12.000 Pflanzenarten aus allen Kontinenten der Welt beherbergenden Anlage, bietet dem Besucher ein exotisches Kleinod, mitten in der städtischen Umgebung. Eine Attraktion des 4,5 Hektar großen Botanischen Gartens, sind seine umfangreichen Sammlungen von Kakteen, tropischen Palmen und Orchideen, sowie die aus Südamerika stammenden Fleisch fressende Pflanzen aus dem Amazonasgebiet. Die Themengärten werden innerhalb des Parks von großflächigen Gewächshäusern umsäumt, in denen der interessierte Besucher das ganze Jahr die exotische Flora bestaunen kann. Im Jahre 1694 auf dem Gelände des von Augustinermönchen bewohnten ehemaligen Kloster Neuwerk , als Arzneigarten angelegt ,entwickelte sich dieser nach dem Ankauf des Klostergeländes durch die Hallesche Universität 1794 als wissenschaftlicher Garten. Schon zur damaligen Zeit blühten und wuchsen 2562 Pflanzenarten auf seinem Gelände. Ein weiteres Kleinod innerhalb des Botanischen Gartens, bildet die 1788 erbaute historische Sternwarte, welche heut unter Denkmalschutz steht und zum Verweilen vieler Besucher des Botanischen Gartens einlädt. Bei einem Besuch des Gartens sollten Sie die Besichtigung des Victoria-Hauses mit seiner gleichnamigen mannsgroßen Seerosen nicht versäumen. Auch das altehrwürdige Palmenhaus mit seiner Sammlung tropischer Orchideen und Palmgewächsen ist ein Muss für jeden Besucher und Touristen der Stadt Halle.











Stadtgottesacker

Unweit der Staatsoper von Halle befindet sich eine einzigartige aus der Zeit des Renaissance befindliche Friedhofs- und Grabanlage. Diese 1557 im italienischen Stil einer Camposanto- Anlage (dtsch. Heiliges Feld) errichtete Grabanlage, ist die letzte Ruhestätte so bekannter historischer Persönlichkeiten, wie der Jurist, Philosoph und Germanist Christian Thomasius; dem Vater Georg Friedrich Händels, Georg Händel und dem Gründer der weltbekannten Frankeschen Stiftungen, August Hermann Franke. Diese und viel andere hallesche Persönlichkeiten, fanden auf dem Stadtgottesacker Ihre letzte Ruhestätte. Viele Besucher und Touristen der Stadt Halle besichtigen alljährlich diese eine tiefe Ruhe und Geheimnisvolles zum Innehalten einladende Stäte, mit seinen 94 denkmalgeschützten Gräbern und Gruften. Vor seinem Aufbau im Jahre 1557 beherbergte der heutige Stadtgottesacker auf dem Martinsberg, schon seit 1350 die sterblichen Überreste der Pestopfer von Halle. Ein architektonisches Meisterwerk bilden die 1557 nach den Entwürfen des Stadtbaumeisters erbauten 94 Schwibbögen mit ihren filigranen Steinmetz Verzierungen. Diese nach innen gerichteten Bögen, bilden im Gesamtkomplex die an der ehemaligen Mauereinfassung gelegene -Arkadien-, mit den eingearbeiteten Grüften. Stets war der Stadtgottesacker nach seinem Bau als Camposanto eine gefragte und beliebte Begräbnisstätte des halleschen Bürgertums. Im Zweiten Weltkrieg durch die massiven Bombenangriffe der Alliierten stark zerstört, wurde der Stadtgottesacker nur durch die unermüdliche Arbeit der -Stiftung Stadtgottesacker- vor dem fortschreitenden Zerfall bewährt. Durch großzügige nationale und internationale Spenden konnte dieses hallesche Kleinod in seinem heutigen originalgetreuen Zustand rekonstruiert werden und sich somit in seiner ganzen und einmaligen architektonischen Schönheit präsentieren.











Julius Kühn Museum

Die Einrichtungen der Martin-Luther-Universität zu Halle-Wittenberg beherbergen in ihrem Fundus viele einzigartige und weltweit einmalige museale Sammlungen. Eine davon wird in den Räumen des 1864 errichteten -Haustiergartens- in der halleschen Adam-Kuckhoff-Straße Ecke Emil-Abderhalden-Straße, der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Es ist die im Julius-Kühn Museum aufbewahrte und als Schausammlung aufbereitete Ausstellung der weltweit größten erhaltenen Sammlung von Haustierskeletten. Die einst von seinem Gründer und musealen Namensgeber, dem deutschen Agrarwissenschaftler Julius Kühn ins Leben gerufene Sammlung, legte den historischen Grundstein der heute vorhandenen Ausstellung. Jedem interessierten Besucher des Museum steht der Gesamtbestand der Sammlung für die Besichtigung zur Verfügung. Gleichzeitig verfügt das Museum über eine wohl weltweit einzigartige Vergleichssammlung von 1000 Archäozoologischen Skeletten aus 300 Tierarten. Dieser wohl einmalige Fundus musealer Exponate wird abgerundet mit einer Fotosammlung von geschätzten 100000 Bildern aus der wissenschaftlichen Arbeit der Haustierzucht. Sämtliche ausgestellten Tierexponate stammen aus dem in der Zeit von 1863 bis 1969 bestehenden Haustiergarten der Landwirtschaftlichen Fakultät . Das Museum präsentiert auf seiner rund 300 Quadratmeter großen Ausstellungsfläche die tierzüchterische Forschungsarbeit innerhalb der Haustierzucht. Insbesondere die Ergebnisse in der wissenschaftlichen Forschungsarbeit zur Vererbungslehre in der Tierzucht, werden in den Ausstellungen populärwissenschaftlich aufbereitet und dem interessierten Besucher verständlich dargestellt. Ein Besuch dieser musealen Einrichtung, sollte bei einer Museumstour durch das altehrwürdige Halle nicht ausgelassen werden.











Große Märkerstraße Eine kulturhistorische und Städtebauliche Sehenswürdigkeit mit einem ganz besonderen Charakter, bildet die Große Märkerstraße in der historischen Salzwirkerstadt Halle an der Saale. Im Zentrum der Stadt gelegen und gerade 500 Meter lang, ist die Große Märkerstraße ein stadtgeschichtliches Unikat. Sie ist die in den Stadtchroniken die erste erwähnte Straße der Stadt Halle. 1315 beschrieben sie Chronisten als die - Merkelinstrate-. In den Geschichtsbüchern der Stadt Halle, wurde sie im Zusammenhang mit der Familie der Merkelin erwähnt, welche vormals an dieser Stelle einen Hof bewirtschafteten. Später im Jahre 1369 wurde sie zum zweiten Male urkundlich erwägt. Die Einflussreiche hallesche Patrizierfamilie Kindau, besaß eine an dieser Straße erbaute Schenke, dem -Haus zu der Weintraube-. Der Stadtcharakter Halles wurde von der stets vorherrschenden regen Bautätigkeit in dieser Straße mitgeprägt, denn sie war der Sitz vieler reicher und im Stadtrat vertretener hallescher Bürger und Gelehrter. Eine große Feuersbrunst im September 1683 vernichtete viele Mittelalterliche Fachwerkhäuser in dieser Straße. Die in ihrer Nachbarschaft gelegenen Straßen wurden ebenfalls ein Raub der Flammen. Dieses tragische Ereignis wirkte sich jedoch für die weitere Entwicklung der Großen Märkerstraße vorteilhaft aus. Sie wurde dadurch von vormals 240 Metern auf eine Länge von fast 500 Metern erweitert. Mit der baugeschichtlichen Entwicklung des Straßenbildes ist die Geschichte vieler Gebäude eng verbunden. So erlernte im Jahr 1700 Halles weltberühmter Sohn und Musiker, Georg Friedrich Händel im Haus Nr. 2, bei seinem Freund Michael Hyntsch, dass Oboe spiel. Viele bekannte und ehrwürdige Patrizier der Stadt Halle hatten im Lauf der Jahrhunderte ihre Wohnstatt links und rechts der Großen Märkerstraße. So bekannte Namen wie Wilhelm Hermann Niemeyer, ein Mediziner der sich und sein Lebenswerk dem Problemen der Entbindungskrankheiten und der Frauenheilkunde verschrieb und sich damit einen unauslöschlichen Namen in der Geschichte der Medizin machte, bewohnten diese heutige Sehenswürdigkeit der Stadt Halle.









Merseburger Dom

Die Geschichte der Stadt Merseburg als Königspfalz, Residenzstadt von Bischöfen und Ursprung eines eigenen Herzogsgeschlechts, lässt sich an vielen Baudenkmälern der Stadt verfolgen. Das wohl älteste Baudenkmal der Stadt ist der Merseburger Dom auch als Dom Sankt Johannes des Täufers und Laurentius bekannt. Er zählt zu den schönsten und beeindruckensten Kulturgeschichtlichen Baudenkmälern Mitteldeutschlands und der durch sie verlaufenden Straße der Romanik. Diese für den Tourismus ernannte und vom Europarat anerkannte europäische Kulturstraße, verläuft durch mehrere Bundesländer (Sachsen-Anhalt, Thüringen) durch Italien, Slowenien und Österreich. An ihrem Wege tangiert sie die wichtigsten Baudenkmäler aus der Zeit der Romanik, welche dieser Straße auch Ihren Namen verlieh. Jährlich folgen zehntausende Besucher und Touristen den Spuren dieser Straße und sind Gäste der altehrwürdigen Stadt Merseburg und ihres Domes. Im Jahre 1015 erfolgte der Neubau auf den Grundmauern eines schon zur damaligen Zeit bestehenden früheren Domgebäudes unter der Leitung des Bischof Dietmar. Nach nur sechs Jahren Aufbau wurde die Weihe des Domes 1021 durch Kaiser Heinrich II vollzogen Das sowohl architektonisch wie auch künstlerisch prunkvoll in seinem Inneren und Äußeren gestaltete Baudenkmal, durchlebte in seiner Geschichte mehrmals umfangreiche Um- und Ausbauten, bevor es zu seinem heutigen Aussehen kam. Jedoch ist an seiner äußeren Gestaltung die Einflüsse der frühromanisch-ottonischen Architektur unverkennbar zu erkennen. In seinem inneren befindet sich die berühmte Bronzegrabplatte Rudolfs von Schwaben aus dem Jahre 1080. Diese Grabplatte zahlt in ihrer figürlichen Darstellungsweise zu den ältesten Zeitzeugen mittelalterlicher Grabkunst. Des Weiteren kann der Besucher sich an den filigran geschnitzten Gestühl des Doms, den Stiftsfiguren und reich verzierten Altären erfreuen. Den Besuchern des Doms erwarten neben diesen kunsthistorischen Sehenswürdigkeiten auch musikalische Darbietungen auf der größten romanischen Orgel Deutschlands, ebenso wie das berühmte Glockenspiel des Merseburger Doms.







Magdeburg Kloster Unser Lieben Frauen Folgt man der Straße der Romanik, welche in Form einer Acht durch mehrere Länder Europas führt und die Dome, Kirchen, Klöster, Burgen und Schlösser aus der Zeit der Romanik ( 10. bis 13. Jahrhundert ) verbindet, so findet man in deren Zentrum die Hauptstadt des Landes Sachsen-Anhalt, Magdeburg. Als Zeichen der Christianisierung Magdeburgs in der Zeit des frühen Mittelalters, findet man das im Zentrum der Stadt und unmittelbar an den Ufern der Elbe romantisch gelegene Kloster Unser Lieben Frauen. Es zählt wohl zu einem der schönsten führomanischen Baudenkmäler seiner Zeit in Mitteldeutschland. Seine fast 1000-jährige Schönheit wird untermalt durch dir herrlichen Tonnengewölbe des Nordflügels, dem architektonischen Ensemble der beeindruckenden Turmgruppe mit anschließender Kirche und deren berühmten Kreuzgang mit seinem spitzkegligen Dach. Das einst im den Jahren 1063 bis 1129 errichtete Kloster wird in unserer heutigen Zeit als Museale Einrichtung und Kulturgeschichtlich-Kulturelles Zentrum genutzt. Alljährlich besuchen zehntausende Touristen dieses einzigartige kulturhistorische Zeugnis deutscher Baukunst. In den Räumen des Klosters befinden sich neben den wechselnden Ausstellungen zur Geschichte der Christianisierung Mitteldeutschlands, das Magdeburger Kunstmuseum und die historische Bibliothek des Klosters. Der Altbestand an historischen Schriften, Büchern und Urkunden dieser Bibliothek reicht bis weit in das 17 Jahrhundert zurück und umfasst mit seinen einmaligen Unikaten alle Wissenschaftsbereiche aus Naturwissenschaft und Theologie. Von allen In- und ausländischen Touristen geschätzt, wird das im Kloster Unser Lieber Frauen vorzufindende museale Konzept der Einheit von Frühromanischer Geschichte und Kunst der Neuzeit. Neben der architektonischen Schönheit des Klosters bildet dies, die besondere Charakteristik und Anziehungskraft als Besuchermagnet der Stadt Magdeburg.













Salzwedel Lorenzkirche

Vermutlich die älteste Kirche der Stadt Salzwedel, ist die im Stadtzentrum in der Holzmarktstrasse befindliche Katholische Kirche der Kirchengemeinde Sankt Lorenz, die Lorenzkirche. Dieses aus der Zeit der Spätromanik zur Gotik stammende kulturgeschichtliche Baudenkmal, befindet sich an der mehrere Länder Europas durchquerende Ferien-und Kulturstrasse, der Straße der Romanik. Als Kirche in einer ehemaligen Bergmannsiedlung erbaut, war sie dem Heiligen Laurentius geweiht. Die Geschichte vermerkt zum Heiligen Laurentius, dass er einst dem römischen Kaiser statt eines wertvollen Kirchenschatzes, die von Ihm zum Christentum bekehrten Armen der Stadt Rom, als den wahren Schatz des Christentums präsentierte. Seinen Status als heiliger Märtyrer und Schutzpatron der Armen und Handwerker gegen Pestilenz und Unheil bekam er im Jahre 258, als er nach dieser den römischen Kaiser verhöhnenden Präsentation, zum qualvollen Feuertode verurteilt wurde. So erhielt die Lorenzkirche den Namen dieses Schutzpatron in den Zeiten des 13. Jahrhunderts im Zuge der von den Markgraf Johann I und nachfolgend Otto II durchgeführten planmäßigen Urbanisierung der Magdeburger Börde. Die einst als dreischiffige, querschifflose Backsteinbasilika mit einem Westturm versehene Kirche südlich der Burg Salzwedel, durchlebte in ihrer langen Geschichte mannigfaltige bauliche Veränderungen, an deren Ende das Aussehen der Kirche, nicht mehr an ihre einstige architektonisches Schönheit erinnert. Schwere Beschädigungen der Kirche entstanden schon im Jahr 1692, als auf Befehl des Kurfürsten von Brandenburg die Nutzung der Kirche als Salzmagazin für die damalige Königliche Salzmanufaktur erfolgte. Die Folge waren schwere Beschädigungen der Seitenschiffe und Arkadien der Kirche. Erst der Erwerb der Kirche durch das katholische Bistum Paderborn, bewahrte diese vor der endgültigen Zerstörung. Seit dem Jahr 1860 dient die Lorenzkirche als kirchliches Zentrum der katholischen Gemeinde in Salzwedel. Die Lorenzkirche ist berühmt für die vielen Konzerte, die neben der Nutzung als katholisches Gotteshaus, alljährlich vor allem im Winter durchgeführt werden. Dass der Besucher und Tourist hierbei nicht friert, dafür sorgt eine angenehme Fußbodenbeheizung, welches gerade diese winterlichen Konzerte so beliebt machen.









Halberstadt

Dom zu Halberstadt

Besucht man die altehrwürdige Domstadt Halberstadt, so fällt einem als erstes die markante Stadtsilhouette bestehend aus der Kirche Sankt Martin, dem Dom und der Liebfrauenkirche, besonders ins Auge. Der evangelische Dom zu Haberstadt ist einer der wenigen erhaltenen prunkvollen Kirchengroßbauten nach dem Vorbild der großen französischen Kathedralen. Im Zentrum der Stadt befindlich, wird der Dom umrahmt von Bauten aus Romanik, Barock und Neugotik. Die Geschichte des Dom ist eng mit der Entwicklung des Bistums Halberstadt verbunden und begann im 9. Jahrhundert als kirchliches Missionszentrum in dem einst eroberten Gebieten des alten Germaniens. Die Chronisten berichten von der feierlichen Einweihung des als Ursprung des Domes dienenden Kirchengebäudes aus dem Jahr 859. Im Jahr 1209 wurde der ehemalig bestehende Dom durch das Magdeburger Erzbistum abgerissen und man begann mit dem Bau des heute noch erhaltenen Dom. Die Architektur wurde hierbei sehr stark von der französischen Kathedralengotig mit seinen architektonischen Finessen beeinflusst. Neben der architektonischen Schönheit und dem prunkvollen Aussehen des Halberstädter Dom, kann der Besucher und Tourist seit dem Jahr 2008 den spektakulären Domschatz zu Halberstadt besichtigen. Dieser ist zweifelsohne der bedeutendste Kirchenschatz Europas. Gleich hinter dem Kirchenschatz des Vatikans, ist der in Halberstadt befindliche Schatz an materiellen Wert nicht zu beziffern. Sein Umfang und die Komplexität der in diesem enthaltenen mittelalterlichen Kulturschätze, macht den Kirchenschatz zu Halberstadt zu einem unersetzlichen Kulturerbe der Menschheit. Mit seinen über 300 Exponaten umfassenden Handschriften, Altarbildern und anderen Reliquien, dem Gold- und Silberschatz, sowie seinen prunkvollen Teppichen und mittelalterlichen Gewändern ist er in seiner Art einmalig. Eine Dauerausstellung präsentiert den Domschatz in den Räumen des altehrwürdigen Halberstädter Dom, in vielen thematisch aufbereiteten Schauvitrinen dem staunenden Besucher und Publikum. Führungen und Vorträge über die Entstehung und Geschichte des Dom und seines in ihm befindlichen Dom Schatzes, lässt jeden Besuch der Ausstellung zu einem unvergesslichen Erlebnis werden.



Halberstadt

Liebfrauenkirche Folgen Sie der Südroute der Straße der Romanik, so werden Sie in der altehrwürdigen Harzer Fachwerkstadt Halberstadt einem Wahrzeichen dieser Stadt, der Liebfrauenkirche begegnen. Sie zählt zusammen mit dem Dom und der Martinkirche zu den drei Hauptkirchen dieser Stadt. Gemeinsam bilden sie als architektonisches Gesamtensemble das die Stadt Halberstadt berühmt gemachte städtebauliche Wahrzeichen. Die in ihrer Architektur wohl einzigartige Basilika, zählt in ihrer burgenähnlichen Bauweise zu dem wohl imposantesten Kirchenbauwerk dieser Form in Mittel-und Norddeutschland. Über 1000 Jahre alt, wurde sie in der Zeit der Frühromanik im Jahr 1005 durch den Halberstädter Bischof Arnulf als Kirchenbauwerk des Kollegialstift erbaut. Ihre gen Osten stehenden vier Kirchentürme weisen zum Bau des Halberstädter Dom. Das Kirchengelände bildet gemeinsam mit dem in der Nachbarschaft stehendem Gebäude des Petershofs und dem im Osten stehenden Dom das Gelände des Domplatzes. Die Liebfrauenkirche wird inmitten des Stadtzentrums umrahmt von alten Fachwerkbauten und Häusern aus der Zeit der Renaissance, dem Barock und dem frühen Klassizismus in Deutschland. In ihrem Inneren ist die Liebfrauenkirche mit prunkvollen und wohl weltweit einzigartigen Reliquien ausgestattet. Hierzu gehören die aus Stuck gefertigten fast lebensgroßen figürlichen Nachbildungen der 12 Apostel mit Maria und Jesus von Nazareth, aus dem frühen 12. Jahrhundert. Diese im Original erhaltenen Figuren gehören zu den Chorschranken, den in der Nord-und Südseite des Innenraumes der Kirche gelegenem Arkadien mit ihren mannigfaltigen bildhauerischen Verzierungen und kirchlichen Abbildungen. Ein weiteres besonderes Detail der Liebfrauenkirche ist das Triumphkreuz, im westlichen Teil der Kirche aus dem 13. Jahrhundert. Kulturhistorisch und Kirchengeschichtlich besonders wertvoll sind die Darstellung des gekreuzigten Jesus und seine Leidensphase am Kreuz, welche in dieser Form eine Zäsur in der Kreuzigungsgeschichte der Kirche darstellt. Das wertvolle mit vielen Flachschnitzereien und dargestellten Drachenfiguren versehene, aus dem 16. Jahrhundert stammende Chorgestühl; der mit zwei Madonnenfiguren versehene Gotische Bronzeleuchter und die in Stein und Holz gearbeiten Fresken, bilden das kulturgeschichtliche und besonders sehenswerte an der Liebfrauenkirche in Halberstadt.







Blankenburg

Zisterzienserkloster Michaelstein Kommt man der Straße der Romanik folgend in den westlichen Teil Sachsen-Anhalts, so passiert man unweit von Blankenburg das südwestlich beim Ort Langenstein gelegene ehemalige Zisterzienser Kloster Michaelstein. Das ehemalige und auf den Überresten eines alten Kirchenbaues aus dem Jahre 956 stammende Zisterzienserkloster, ist der heutige Sitz der Stiftung Kloster Michaelstein. In seinen über 1000 Jahre alten historischen Gemäuern mit seinem Klausurgebäude und den zwei Klostergärten, hat die Musikakademie Sachsen Anhalt ihren festen Sitz und nutzt dieses aus der Romanik stammende Klosteranwesen zu vielfältigen kulturellen und musikwissenschaftlichen Veranstaltungen. So ist ganzjährig eine öffentliche Schausammlung historischer frühmittelalterlicher Musikinstrument zu besichtigen. Die Geschichte des Zisterzienserklosters reicht bis in die frühe Zeit der Romanik zurück. Erstmals urkundlich erwähnt, wurde um 956 eine auf dem heutigen Grund und Boden des Klosters stehende und dem Heiligen Sankt Michael geweihte Höhlenkirche. Auf dieser Aufbauend entwickelt sich um 1139 ein durch die Quedlinburger Äbtissin Beatrix II geleiteter planmäßiger Klosteraufbau. Durch den Reichtum des Klosters Michaelstein, entwickelten sich das Kloster und die Umgebung im Mittelalter sehr rasch. Kloster Michaelstein erlebte im Verlauf seiner Geschichte viel Höhen und Tiefen, so wurde es 1525 durch plündernde und marodierende Bauernhorden verwüstet und erst 1629 wieder von Zisterziensermönchen besiedelt. Eine besondere Attraktion des Klosters Michaelstein, ist die in ihm befindliche historische Musikmaschine. Diese nach den Bauplänen des französischen Ingenieurs Salomon de Caus konstruierte und mittels Wasserkraft angetriebene Maschine, ist in der Scheune des Klosters zu besichtigen. Angetrieben durch Wasserkraft sind die beweglichen Skulpturen und die sich im Klang klassischer Melodien wogenden Wasserspiele eine besondere Attraktion für alle Besucher und Touristen des Klosters Michaelstein.









Quedlingburg

Stiftskirche St. Servatius An der Südroute der Straße der Romanik gelegen, ist die Stiftskirche St. Servatius in Quedlinburg eines der monumentalsten und prunkvollsten Kirchenbauten der Romanik. Diese Stiftskirche, auch besser als Quedlinburger Dom bekannt, gehört zu den von der UNESCO anerkannten Schätzen des Weltkulturerbes. Die unweit des Quedlinburger Schlosses, an der heutigen Wassertorstraße gelegene Kirche, wurde im Jahre 1129 geweiht und steht als Nachfolgebau auf geschichtsträchtigen Kirchengelände. Sie ist die nach beurkundeten Chronistischen Überlieferungen erbaute, dritte Kirche auf diesem Gelände. Schon im Jahre 936 wurde hier König Heinrich beigesetzt. Die Stiftskirche wurde seit ihrem Neubau 1129 stets erweitert und umgebaut. So erfolgte 1320 die Erweiterung der Krypta durch einen Chor bau, der die Handschrift des in der Gotik angewandten Baustiles trägt und nur von außen sichtbar ist. Erst im späten 19. Jahrhundert wurde das imposante Turm paar an die Basilika angefügt. In der Krypta der Stiftskirche ist das Grab Heinrich i und seiner Gattin Mathilde. Durchgeführte wissenschaftliche Untersuchungen haben den Beweis erbracht, dass die Gebeine der Mathilde noch heute an dieser Stelle zu finden sind. Seinen weltweiten Ruf als UNESCO Weltkulturerbe, hat die Stiftskirche vor allem durch seine in der Krypta befindliche Fürstengruft erlangt. Das in Ihr vorherrschende Klima, mumifizierte die Leichname der Aurora von Königsmark, sowie der dort aufgebahrten Quedlinburger Äbtissinnen Anna II. und Anna III. zu Stollberg-Wernigerode und Marie Elisabeth von Schleswig-Holstein-Gottorf für die Ewigkeit. Besonders erwähnenswert ist der in der Stiftskirche verwahrte Domschatz zu Quedlinburg. Dieser in einem besonderem Anbau am nördlichen und südlichen Teil des Altarraumes aufbewahrte und der Öffentlichkeit zugängliche Schatz, ist von nicht zu beziffernden kulturellem Wert. Zu den Hauptstücken der Reliquiensammlung gehören das Servatiusreliquiar, der Heinrichskamm, das Wipertieevangelistar, das Samubel-Evangeliar, der Reliquienkasten Heinrch I. und der weltberühmte Katharinenschrein.







Quedlingburg

St. Wiperti

Folgt man der Straße der Romanik nach Quedlinburg, so gelangt man unweigerlich an die in unmittelbarer Nähe des Stadtschlosses Quedlinburg gelegene 1000-jährige Basilika St. Wiperti. Diese aus der Zeit der Romanik erbaute Basilika gehört gemeinsam mit der Altstadt, dem Schlossberg, der Stiftskirche St. Servatius und dem Quedlinburger Münzenberg zum anerkannten Welterbe der UNESCO. Die Geschichte der Basilika St. Wiperti reicht zurück bis zum Jahre 850, als erstmalig das Kloster Hersfeld urkundlich erwähnt wurde. Dieses Kloster befand sich an der Stelle, wo sich heute die Basilika befindet. Im Zuge der sich entwickelnden Besiedlung des Raumes um Quedlinburg, wird die spätere Stiftskirche in den Chroniken der ottonischen Pfalz Quedlinburg erwähnt. Auf den Mauern dieser Kirche wurde im Jahre 950 die dreischiffige Basilika erbaut, welche im Jahr 1000 die noch heute in ihrem Originalzustand erhaltene Krypta erhielt. Die Krypta und Basilika St. Wiperti belegen noch heute als architektonische Zeitzeugen ihre herausragende Stellung in der Entwicklung als Königshof des sächsisch-ottonischen Herrscherhauses. Die Basilika wurde bis zum Jahre 1146 regelmäßig als Versammlungsort und zum Zelebrieren der Osterfeste durch die Kaiserfamilie Otto I. bis Ott III. genutzt. Nachdem die aus dem Kaisergeschlecht hervorgehende erste Äbtissin Beatrix II im Jahre 1146 die Einrichtungen der Basilika in ein Kloster umwandelte wurde diese bis zum Jahre 1547 als Prämonstrantenkloster genutzt. Die Gebäude und Einrichtungen welche im Laufe der rasch fortschreitenden Entwicklung des Klösterlichen Anwesens rund um die Basilika entstanden, wurden während des Bauernkrieges 1526 vollständig vernichtet. Der Versuch das Klosteranwesen nach dem Dreißigjährigen Kriege wieder in die Hände der Prämonstratenser zu geben scheiterte und fortan wurde die Basilika im Laufe der Reformationsbewegung zuerst als evangelische Pfarrkirche und im 19. Jahrhundert als katholische Kirche genutzt. Dem massiven äußeren Bau der Basilika. steht eine gediegene Innenausstattung gegenüber. Der sich im nördliche Seitenflügel befindliche Flügelaltar wird heute umrahmt von zwei Wandteppichen, vor denen sicher der Aufbewahrungsort der Heiligen Hostien, der Tabernakel, befindet.







Eisleben

Kloster Helfta Auch heute noch ist der Ort des Kloster St. Marien zu Helfta eine Stätte der wissenschaftlichen Bildung deutscher Ordensfrauen mit der ihn eigenen Christusliebe und Frömmigkeit. Das in einem Ortssteil der Lutherstadt Eisleben in Sachsen-Anhalt beheimatete Zisterzienserinnenkloster ist seit 1258 an diesem Ort bestehend und zählte im 13. Jahrhundert zu einem der bekanntesten und beliebtesten Frauenklöster Deutschlands. Diesen Ruf des Klosters, als Perle der christlichen Klosterkultur, begründeten die dem Kloster vorstehenden Äbtissinnen und als Kirchenmystikerinnen vom Vatikan Heilig gesprochenen Ordensschwestern, wie di Hl. Mechthild von Magdeburg, Hl. Mechthild von Hackeborn und die Hl. Gertrud von Helfta. Seine ursprüngliche Gründung fand im im Jahre 1229 bei Mansfeld, durch den damaligen Grafen Burghard von Mansfeld und seiner Gemahlin statt. Durch die geografisch sehr ungünstig gelegene Lage des Klosters, erfolgt der Umzug um 1258 in das noch heute im Originalzustand erhaltene romanische Klosteranwesen in Helfta. Das stets auf seine Unabhängigkeit bedachte Kloster wurde in seinen Anfängen sowohl von Benediktinerinnen als auch Zisterzienserinnen bewohnt. In seiner Geschichte mehrmals zerstört, wurde es stets wieder aufgebaut und gelangte schnell zu neuer Blüte. Seine spirituelle Hoch Zeit bekam das Kloster um 1251 unter der Leitung der großen Mystikerin Gertrud von Helfta. Sie war die Begründerin der Helftaer Theologinnen Schule. Das im Stil der Frühromanik errichtet Kloster mit seiner Klosterkirche dem Liboriushaus und Konventsgebäude, lädt in seiner malerisch verträumten Gegend zum Verweilen und entspannen ein. Reisende auf der Straße der Romanik, haben die Möglichkeit in seinen Mauern zu logieren und die Mystik und Besinnlichkeit des noch heut von Zisterzienserinnen bewohnte und bewirtschaftete Klosters zu genießen.











Sangerhausen Sankt Ulrici Mitten im Stadtzentrum der Stadt Sangerhausen im Bundesland Sachsen-Anhalt findet man in der Riestedter Straße, ein einmaliges romanisches Kulturerbe. Es ist die Kirche Sankt Ulrici zu Sangerhausen. Diese auch als Ullrichkirche bezeichnete Kirchengebäude, stammt aus dem Jahre 1116 und wurde nach nur 7-jähriger Bauzeit 1123 geweiht. Sie ist auf dem ehemaligen Grund und Boden des Klosters Reinhardsbrunn erbaut. In den Chroniken ist urkundlich vermerkt, dass einst der Landgraf Ludwig der Springer im Jahre 1100, dem Kloster und der Stadt Sangerhausen eine Kirche schenkt. Nach Chronistischen Überlieferungen handelte es sich um die Vorgängerkirche des heute noch im Originalzustand erhaltenen Kirchbaues der Sankt Ulrici Kirche. Urkundlich mit dem Namen des Schutzpatrons und Heiligen Sankt Ulrice, wurde die Kirche im Jahre 1478 erwähnt. Heute zur Evangelischen Gemeinde Mitteldeutschlands gehörend, stellt die Sankt Ulrice Kirche in ihrem für diese Stilepoche einmaligen Baustil, einen -Fremdling- des sonst recht einheitlichen und für die Zeit der Frühromantik typischen Baustiles dar. Bestehend aus Bruch und Sandsteinquadern, ist sie im Stile einer dreischiffigen Pfeilerbasilika erbaut. Die klare und nüchterne architektonische Linienführung des aus Lang- und Querhaus bestehenden Kirchengebäudes, wird durch die massiven kreuzförmig angeordneten Pfeiler und den auf diesen aufsitzenden Jochen untermalt. Der imposante achteckige Vierungsturm mit seiner ihm zierenden Spitzhelmkuppel ist das die Kirche bezeichnenste Element ihrer Architektonik und bildet auch das Wahrzeichen der Stadt Sangerhausen. Beeindruckend ist die jedem Besucher der Kirche überwältigende Ansicht, der Schluchtartig wirkenden Deckenarchitektur des Mittel und Querschiffes der Sankt Ulrice Kirche.













Querfurt

Burg

Die wohl mächtigste Burg Mitteldeutschlands befindet sich mit ihrer, von zwei gewaltigen steinernen Ringmauern und einem in Fels gehauenen Grabensystem geprägten Silhouette, in der im Bundesland Sachsen- Anhalt gelegenen Stadt Querfurt. Sie ist die kulturgeschichtlich älteste und in ihrer Ausdehnung (das Siebenfache der Wartburg bei Eisenach) die größte in ihrem Original Zustand erhaltene Burganlage der Romanik. Alljährlich zieht diese gewaltige Burg, an der Straße der Romanik gelegen, tausende Besucher und Touristen nach Querfurt. Die bis in die frühe Bronzezeit reichenden geschichtlichen Ursprünge der Burg sind Ursache für die regelmäßigen archäologischen Grabungsaktivitäten nationaler und internationaler Archäologen. Im Jahr 881 bis 899 erstmals in den Urkunden des Kaisers Otto II. erwähnt, war die Burg seit dem 10. Jahrhundert Lehen- und Stammsitz der Ritter und Edelherren zu Querfurt. Noch heute sind die Spuren aus dieser Zeit an der inneren Ringmauer und des ehemaligen Korn- und Rüsthauses zu finden. Die geschichtliche Entwicklung der Burg ging mit einem regen baulichen Treiben der damaligen Burgherren einher. So wurde sie im 12. Jahrhundert mit dem wohl bekanntesten Turm, dem -Dicken Heinrich- erweitert. Ihm folgten im 13. Jahrhundert der- Marterturm- und im 14. Jahrhundert der -Pariser Turm- . Vervollständigt wurde das Bauwerk mit den mächtigen Bastionen und den äußeren Ringmauern aus dem 13. bis 15. Jahrhundert. Im Burggelände befindet sich ebenfalls, die aus der Frühzeit der Romanik stammende Burgkapelle mit der im Jahr 1162 errichteten Stiftskirche und ihrem Grabkapellenbau. Die Burg in unserer heutigen Zeit nicht nur als Denkmal und Touristenattraktion genutzt, sondern es entstand nach dem weltberühmt gewordenen Fund der Himmelscheibe von Nebra, in den Verwaltungsgebäuden der Burg Querfurt ein wissenschaftliches Zentrum für den 2003 gegründeten Archäologiepark Querfurt.









Bernburg

Schloss Bernburg

Folgt man der südlichen Route der Straße der Romanik, so passiert man im Bundesland Sachsen-Anhalt die im herrlichen Saaletal liegende Stadt Bernburg mit dem im Stadtzentrum befindlichen Schloss Bernburg. Auf den Grundmauern einer im Jahre 961 urkundlich erwähnten Burg erbaut, befindet sich das Schloss, unmittelbar an einer ehemaligen Furt der die Stadt Bernburg durchfließenden Saale. In den Zeiten des frühen Mittelalters herrschte an dieser Stelle ein reges Handelstreiben. An genau dieser Stelle führte eine alte mittelalterliche Handelsstraße von Magdeburg nach Halle und Leipzig . Das auf den hohen Sandsteinfelsen auf der östlichen Saaleaseite liegende Renaissanceschloss ist durch seine architektonische Schönheit, auch als -Krone- Sachsen-Anhalts bekannt. Der monumentale und wohl in Deutschland größte erhalten gebliebene Bergfried, welcher in Anlehnung an die Sage Till Eulenspiegel als Eulenspiegelturm bekannt ist, wurde im 12 Jahrhundert auf dem Schloss- und Burggelände erbaut. Einst eine Burg wurden um 1538 im Auftrag des damaligen Landesfürsten Wolfgang zu Anhalt die Umgestaltung der Gelädes und der Aufbau der Schlossgebäude begonnen. Eine besondere architektonische Meisterleistung sind die am Wolfgangsbau im Original erhaltenen Runderker. Diese reich mit Ornamenten und Bildreliefs deutscher Kaiser und Fürsten versehenen Erkerbauten, sind ein beliebtes Besuchsobjekt des Bernburger Schlosses. Bis zum Jahre 1863 wurde der Schlossbau als Residenz und Heimstatt der Anhalt-Bernburger Herzogsfamilie genutzt und beständig aus- und umgebaut. Für die Besucher des Schloss Bernburg sind mannigfaltige historische Exponate in den zum Schloss gehörenden Museum ausgestellt. Unter anderem befindet sich in seinen Ausstellungsräumen die seit dem Jahre 1738 bestehende anhaltinische Mineraliensammlung mit Ausstellungsstücken zur Entwicklung des Harzer Bergbaues. Das Museum befindet sich im südlichen Teil des Schlosses und ist im Alten und im Krummen Haus untergebracht.







Neustadt bei Coburg

Museum der Deutschen Spielzeugindustrie Mitten in einem der schönsten Naherholungsgebiete Deutschlands, dem Thüringer Wald, ist die auf der bayerischen Seite gelegene idyllische Kleinstadt Neustadt im Landkreis Coburg zu finden. Die historische Entwicklung der Stadt ist eng verbunden mit der Entwicklung der Spielzeugindustrie im Thüringer Raum. Das sich in der Stadt befindliche und alljährlich von vielen Besuchern aus dem In- und Ausland aufgesuchte Museum der Deutschen Spielzeugindustrie, verdeutlicht in seiner Ausstellung diese interessante und wechselvolle Entwicklung. Das Museum liegt am Ende einer touristischen Reiseroute, der Deutschen Spielzeugstraße, welche durch Thüringen und Franken führt und am Ende ihrer Reise das Spielzeugmuseum in Neustadt bei Coburg steht. Besonders Sehenswert für jeden Museumsgast ist die Ausstellung der Trachtenpuppensammlung und das alljährlich im Sommer stattfindende Internationale Puppenfestival, welches der größte Event der Welt für alle Liebhaber und Sammler von Puppen, Miniaturen, Eisenbahnen und Blechspielzeug darstellt. In liebevoller Arbeit und mit vielen Exponaten, gibt das Museum eine Übersicht über die Entwicklung der Spielzeugindustrie Deutschlands sowie des Thüringer Raumes. Ausgestellt werden museale Schaustücke, welche die zeitaufwendige Arbeit zur Herstellung von Puppen darstellen. Die mannigfaltigen Thematisch aufbereiteten Schauvitrinen geben dem staunenden Besucher einen Einblick über den Umfang der handwerklichen Tätigkeiten und den vielen Berufszweigen, welche zur Herstellung von Puppen unterschiedlichster Materialien, Größen und Formen, notwendig sind. Eine einmalige Schausammlung von 800 Trachtenpuppen aus über 100 Länder der Erde, erwartet den Besucher ebenso, wie das integrierte Kindermuseum für alle kleinen Besucher.











Angermünde

Franziskaner Klosterkirche Angermünde

Eine besondere Sehenswürdigkeit der Stadt Angermünde ist die Franziskaner Klosterkirche -Peter und Paul-. Sie verkörpert in ihrem Baustil viel von der wechselvollen Geschichte Uckermärkisch-Brandenburgs. Die in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnte Klosterkirche wurde anfänglich aus Feldsteinen errichtet und später als Backsteinbau vollendet. Architektonisch interessant ist die Tatsache, dass am noch im Original vorhandenen Kirchenschiff der Klosterkirche zwei Baustile, dem spätromanischen und den frühgotischen erkennbar sind. Aus der Spätromanik erhalten geblieben, ist im Originalzustand der Saalbau und aus der Zeit der Frühgotik der Ausbau der Klosterkirche zur zweischiffigen Hallenkirche. Bis zum Jahre 1543 wurde das Gelände rund um die Klosterkirche, vom Franziskaner Kloster -Peter und Paul- bewirtschaftet. Diese klösterliche Einrichtung wurde erstmals 1299 in den brandenburgischen Chroniken und seine Urkunden aufgeführt. Nachdem die fortschreitende Reformation und Säkularisierung auch den uckermärkisch-brandenburgischen Raum erreichte, verlor das Kloster 1543 seinen Status und wurde fast 25 Jahre später von der Stadt Angermünde aufgekauft. Bis in die siebziger Jahre des 20. Jahrhunderts, verfiel das kirchliche Bauwerk in fortschreitenden Maße. Erst mit dem Beginn der Sanierung dieser baugeschichtlich wertvollen Klosterkirche, konnte dem fortschreitenden Verfall der Bausubstanz Einhalt geboten werden. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands, war die Sanierung der Klosterkirche in Angermünde eine der bedeutendsten Arbeiten des Denkmalschutzes der kommunalen Verwaltung Angermündes. Mit dem Geld vieler für die Erhaltung des Kirchenbauwerkes durchgeführter Spendenaktionen, konnte die Klosterkirche in Angermünde umfangreich restauriert und saniert werden. Das heute 680 Quadratmeter große Langhaus und der sich in diesem befindliche Chor, wird heute für viele Kulturelle Veranstaltungen der Stadt Angermünde und seinen Besuchern und Touristen genutzt.









Altenburg

Schloss Altenburg Im Zentrum der Thüringischen Stadt Altenburg ist das ehemalige Residenzschloss des alten Herzogsgeschlechts von Sachsen-Altenburg zu finden. Das Schloss wurde auf geschichtsträchtigem Grund und Boden erbaut. Erste historische Erwähnungen in den Urkunden Kaiser Friedrich I. im Jahr 976 , besser auch als Kaiser Barbarossa bekannt, erwähnen an der Stelle des heutigen Schlossbaues eine außerhalb der Stadtgrenzen liegende Slawische Wallanlage als Vorposten deutscher Besiedlung der -Osterlande-. Unter Kaiser Barbarossa, stieg dieser Platz im frühen 12. Jahrhundert zur Kaiserpfalz auf. Viele historische Ereignisse sind mit dem Schloss Altenburg eng verbunden, so wissen die Chronisten zu berichten, dass vom Residenzschloss und gleichzeitig der Kaiserpfalz Altenburg Kaiser Barbarossa den Wittelsbachern das Herzogtum Bayern verlieh. Von den Wettiner im Jahre 1307 als Herrschaftssitz übernommen, wurde die lange Tradition des Schlosses Altenburg als Residenzschloss fortgesetzt. Vor allem in den Jahren 1706 bis 1744 erhielt das Schloss sein heutiges Aussehen durch die umfangreichen Ausbauarbeiten unter den Herzögen Friedrich II. und Friedrich III. Auf dem Gelände des Schlosses befinden sich das besonders Sehenswerte Gebäude Corps de Logis, mit dem Bach Saal, dem barocken Festsaal und den klassizistischen Goldsaal. Alle Räume des Corps de Logis, sind reich verziert mit Ornamenten und wertvollen Intarsien. Die sich auf dem Schlossgelände befindliche Schlosskirche aus dem Jahre 1404 wurde durch die Wettiner im gotischen bzw. spätgotischen Stil erbaut. Berühmt wurde die Kirche durch ihre 1739 erbaute Orgel, auf der schon Johann Sebastian Bach seine weltberühmten Werke spielte. Ursprünglich war das Schloss Altrenburg umsäumt von sieben Türmen. Von diesen aus dem 12. Jahrhundert stammenden Türmen, sind jedoch nur noch der Hausmannsturm und der Mantelturm erhalten. Mit seinen 32 Metern Höhe, ist der Hausmannsturm das höchste Gebäude des Schlosses. Ein anderes Wahrzeichen des Schlosses ist die -Flasche-, ein im romanischen Stil erbauter und mit bis zu vier Meter dicken Mauern versehener Bergfried. Das Schloss Altenburg beheimatet in seinen Räumen, dass wohl bekannteste Spielkartenmuseum der Welt, das Altenburger Skatmuseum. Diese aus privaten Spenden finanzierte und 1919 eröffnete Ausstellung zeigt Spielkarten aus aller Welt und historische Exponate über die Entwicklung und Herstellung dieser. Jährlich besuchen tausende Touristen und Besucher das Schloss Altenburg und das dortige Altenburger Spielkartenmuseum.







Altenburg

Herzogin-Agnes-Gedächtnis-Kirche

Die Thüringische Stadt Altenau hält für alle Besucher und Touristen der Stadt, viele Sehenswürdigkeiten und imposante Bauwerke bereit. Alljährlich ist die Stadt Ziel der Reise von Tausenden Besuchern und Touristen, welche auf den Spuren der ehemaligen Kaiserpfalz und späteren Residenz der alten Adelsgeschlechter zu Sachsen-Altenburg und Wettin wandeln. Ein solches geschichtsträchtiges Bauwerk, befindet sich in dem östlich des Altenburger Schlosses angrenzenden Schlosspark aus dem 16. Jahrhundert. Es handelt sich hierbei um die Herzogin-Agnes-Gedächtnis-Kirche. Diese von Herzog Ernst I. zum Gedenken an seine Frau gestiftete Kirche wurde 1904 erbaut und am 28. April 1906 als evangelisch-lutherische Kirche geweiht. Dieses im Eingangsbereich mit dem Relief seiner Gemahlin Agnes verzierte Kirchengebäude ist bekannt, durch seine prachtvoll mit Rosenreliefs verzierten Innenwände und den aufwendigen Schmuckverglasungen der Kirchenfenster. Die Häufigkeit der verwendeten Rosenmuster in den Reliefdarstellungen, soll auf den Geburtsmonat (Juni) der verstorbenen Gattin Herzog Ernst I. hinweisen und diesen ehrent in Gedenken halten. Das ansonsten in seiner Architektur eher als schlicht gehaltenes einzustufendes Kirchenbauwerk, untermalt mit diesem Baustil sein Sinnbild als Gedächtniskirche. Leider für den Besucher der Kirche nicht frei zugängliche, ist der monumentale und fast 56 Meter hohe Kirchturm, mit seinem einmaligen Rundblick über die Stadt Altenburg.











Altenburg

Brüderkirche

Eine der großen Städtebaulichen Sehenswürdigkeiten der Stadt Altenburg, befindet sich etwas abseits des Stadtzentrums in südwestlicher Richtung, an der Brüdergasse gelegen. Es ist die im 19. Jahrhundert abgerissene und im neogotischen Baustil neu errichtete Brüderkirche. Einst gehörte diese im 13. Jahrhundert im Stil der damaligen Gotik erbaute Kirche zum Klosterbesitz der Franziskaner und bekam von diesen auch ihren Namen. Mit einherschreiten der Reformationsbewegung in Deutschland, wurde das Kloster im Jahre 1529 aufgelöst und deren Gebäude teilweise abgerissen oder von der Stadt Altenburg genutzt. Letztendlich fiel die damalige Brüderkirche 1901 unter starken Bürgerprotesten dem Abriss zum Opfer. Auf dem Boden des ehemaligen Kirchenbaues, wurde nach den Gestaltungsvorschlägen des Architekten Jürgen Kröger in den Jahren 1902 bis 1905 ein neues Kirchengebäude erbaut, in dem bauliche Elemente der Stilepochen des Jugendstiles, der Neoromanik und Neugotik vertreten sind. Diese im Innenraum reich mit Malereien und Mosaikbildern ausgestattete Kirche, zeigt in seinen Malereien die Kirchengeschichte der Bergpredigt und die Darstellungen des großen Schwedenkönigs Gustaf Adolf II., Martin Luthers, Johann Sebastian Bach und den Kirchenmusiker Paul Gerhard. Dem Besucher der Kirche bestechen im Inneren die herrlich anzusehenden Deckenmalereien und die im Innenraum herrschende mystische Atmosphäre, welche durch das einfallende Licht der unzähligen Mosaikfenster hervorgerufen wird. In unserer heutigen Zeit wird in der Brüderkirche das Konzept der offenen Kirchenarbeit durchgeführt, welches die Nutzung des Kirchengebäudes zu kulturellen Veranstaltungen, wechselnden Ausstellungen im Kirchturm beinhaltet.









Altenburg Mauritianum Am Rande des Schlossgartens des Schlosses zu Altenburg, ist eine der schönsten naturkundlichen musealen Einrichtungen der Stadt zu finden. Das Mauritianum, wurde 1907 als ein Neobarockes Bauwerk errichtet und ein Jahr später als Museum, mit seiner naturwissenschaftlichen Sammlung und Wissenschaftlichen Bibliothek der Naturforschenden Gesellschaft des Osterlandes, eingeweiht. Interessant ist die Tatsache, dass die berühmten Naturforscher Alfred und Christian Brehm, die wohl bekanntesten Zoologen und Tierforscher Deutschlands, Mitglieder dieser Naturforschenden Gesellschaft waren. Zum Zeitpunkt der Eröffnung des Museums war es erstmals gelungen die rund um die Stadt Altenburg verstreute naturwissenschaftliche Sammlung in einem Museum zu vereinen und als Schauausstellung der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. In Ihren Räumen werden Exponate aus Fauna und Flora der Region des Osterlandes ebenso ausgestellt, wie Ausstellungsstücke aus dem Gebiet des Umweltschutzes und der Ökologie. Das Mauritianum ist weit über die Stadtgrenzen der Stadt Altenburg berühmt für seine vielfältigen Sammlungen aus den Bereichen Botanik, wirbellose Tiere, Wirbeltiere, Völkerkunde und der Geologischen Sammlung. Dem Besucher des Mauritius erwarten neben zehntausenden Ausstellungsstücken eine Vielzahl wechselnder Themenausstellungen, welche durch spezielle Vorträge, Exkursionen und museale Veranstaltungen vervollständigt werden. Im Focus der Museumsleitung steht neben der Forschung und Erweiterung der bestehenden Sammlungen auch die Öffentlichkeitsarbeit mit den Kleinsten Besuchern des Museums. Kindern, die Museumsangebote speziell nahezubringen und somit ihr Interesse für die Natur und Umwelt zu wecken, ist ein breitgefächertes Thema in der Arbeit des Museums. Gerade ein Museumsbesuch mit den Kindern, wird im Mauritianum zu einem tollen Freizeitereignis.













Altenburg

Roten Spitzen

Wer kennt sie nicht die Roten Spitzen Altenburgs. Weit über das Häusermeer und die Silhouette der Stadt sichtbar, sind sie doch das Wahrzeichen der Thüringischen Stadt Altenburg. Diese zwei Türme mit ihren roten Spitzdächern gehören zu dem ehemaligen Kloster der Augustiner und Chorherren am Berg. Das im italienischen Stil im Jahre 1172 fertiggestellte Kloster mit seiner romanischen Basilika wurde erstmals in den Chroniken Kaiser Friedrich I., besser als Kaiser Barbarossa bekannt, beschrieben. Das von ihm gestiftete Kloster wurde in der Mitte des 16 Jahrhunderts, hervorgerufen durch die fortschreitende Reformationsbewegung im Osterlande zerstört und aufgelöst. Auslöser der Zerstörung des ehemaligen Klosters, war Chronisten zufolge sein schlechter Ruf als - Ort der sittlichen Verwahrlosung und Wollust-. Angeführt von den Anhängern der Reformationsbewegung wurde das Kloster durch marodierende Bauernhorden mehrfach gebrandschatzt. Einige Jahre später kam es durch die im Bauernkrieg erlittenen Zerstörungen der Klosterkirche zum Einsturz des Hauptschiffes der ehemaligen Klosterkirche. Einzig und allein die beiden Türme sind vom ehemaligen Kirchengebäude im Originalzustand übriggeblieben. Ihre Bedachung mit der spitzen Form wurde nach dem erfolgten Aufbau der Türme 1570 angebracht. Zu der unterschiedlichen Form der Spitzbedachung ist es durch einen Brand gekommen. Wie die Stadtchronisten der Stadt Altenburg berichten, ging einer der beiden Türme vor dem Jahre 1618 in hellem Feuer auf, welches durch einen Blitzschlag entfacht wurde. Daraufhin erhielt ein Turm die markante barocke Dachform. Zum Leidwesen vieler Besucher und Touristen der Stadt sind die beiden Türme für die Besichtigung und dem Zugang gesperrt.











Altenburg Magdalenenstift Unweit vom Stadtzentrum entfernt, im Stiftsgraben, befindet sich der Magdalenenstift zu Altenburg. Dieses Kulturdenkmal der Stadt Altenburg ist der Sitz der gleichnamigen kirchlichen Stiftung -Evangelisch-Lutherischer Magdalenenstift- und beherbergt heute ein Alten- und Pflegeheim. Im Jahre 1665 ließ Herzog Friedrich II. auf dem Berg gegenüber dem Schloss Altenburg für seine Frau Magdalena Sibylle von Sachsen-Altenburg eine fast quadratische Schlossanlage erbauen. Das Sclossgebäude war von Friedrich II. als Witwensitz für seine Gemahlin gedacht, wurde jedoch aufgrund deren frühzeitigen Todes im Jahr 1668 nicht vollendet und als Kornmagazin lange Zeit zweckentfremdet genutzt. Mit dem Weiterbau der Schlossanlage wurde 1702 begonnen, nachdem auf Drängen der Luther treuen Pietistin Henriette Catharina von Eggersdorf, der Landesfürst Friedrich II. seine Einwilligung zum Ausbau der sich noch immer im Bau befindlichen Schlossanlage gab, jedoch nunmehr mit der Maßgabe dieses nicht als Schloss, sondern als Heimstatt eines evangelischen-lutherischen Frauenstifts zu nutzen. Erst im Jahr 1705 wurde der ehemalige Schlossbau in seiner heutigen Form vollendet und nunmehr als kirchliches Stiftsgebäude geweiht. Seit dem Tag seiner Einweihung erfüllte das Magdalenenstift über mehr als 200 Jahre seine Aufgabe als Internat und adlige Mädchenschule. Im Laufe dieser Zeit wurde das Magdalenenstift beständig bis ins Jahr 1911 um-und ausgebaut. So wurde das Stiftsensemble mit einem Pfarrhaus, der Grabkapelle, einer Turnhalle, dem sogenannten Verbindungshaus und dem Nordostflügel erweitert. Seit 1999 ist das Magdalenstift ein Sozialzentrm der Diakonie und wird in seiner Verbindung von historischem Kulturdenkmal und moderne Funktonalität als Alten-und Pflegeheim der Senioren- und Behindertenhilfe des Altenburger Landes genutzt.











Altenburg

Rathaus Eines der schönsten und bemerkenswertesten Gebäude am Markt der Thüringischen Stadt Altenburg, ist das Rathaus. Dieses aus der Zeit der Renaissance erbaute prunkvolle Gebäude, wurde in nur zwei Jahren Bauzeit von 1562 bis 1564 errichtet. Besonders Sehenswert sind die mit reichen Ornamenten verzierten Fassaden des Rathauses. Die auch als -Gaffköpfe- bezeichneten steinernen Kopffiguren, ein architektonisches Stilmittel aus der Zeit der Renaissance, erstaunen noch heute die alljährlich das Rathaus besuchenden Touristen. Diese -Gaffköpfe- befinden sich über den Portalen an den Außenfassaden des Gebäudes. An den zwei Eckerkern an der Frontseite des Rathauses, befinden sich die in filigraner Steinmetzarbeit dargestellten Bibelszenen, sowie die steinernen Reliefs der sächsischen Herzogs- und Adelsfamilien. Seine reich verzierten Erker und den als Wahrzeichen des Rathauses bekannten achteckigen Treppenturm, macht dieses Gebäude zu einem der schönsten Renaissancegebäude der Stadt Altenburg. Aber nicht nur Äußerlich ist das Gebäude des Rathauses eine Augenweide. Die Ausstattung der Innenräume ist prunkvoll und mit vielen Malereien, Holzintarsienarbeiten und anderen Schmuckelementen der Renaissance versehen. Besonders erwähnenswert sind hierfür der Ratssaal mit seiner einzigartigen bemalten Balkendecke und der Ratskeller. Dieser befindet sich im Erdgeschoß des Gebäudes und verfügt über ein auf Säulen ruhendes Kreuzgratgewölbe. Unverkennbar ist diese Deckenarchitektur deswegen, da auf dem oberen Abschluss jeder der das Kreuzgratgewölbe tragenden Säule, eine figürliche Darstellung zu sehen ist. Das noch heute für die Stadtverwaltung und die Stadtverordnetenversammlung genutzte Gebäude, kann durch die Besucher und Touristen der Stadt, an allen Wochentagen besichtigt werden.











Altenburg

Pohlhof Dieser aus dem Mittelalter stammende Freihof, wurde direkt am westlichen Teil der Altenburger Stadtmauer im 14. Jahrhundert erbaut. Aus dieser Zeit erhalten, ist das Hauptgebäude des ehemaligen Rittergutes, dem letzten erhaltenen seiner Art in und um Altenburg. Im Mittelalter wurden diese Freihöfe von Adligen und Rittern innerhalb der Stadtmauern bewohnt und bewirtschaftet und verhalfen den Städten wesentlich zu ihrem wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwung. Als Gegenleistung hierzu, waren die dem Freihof bewohnenden Adligen von jeglichen städtischen Steuern und Abgaben befreit. In dieser Funktion der städtischen Entwicklung hatte auch der Pohlhof seinen wesentlichen Anteil. Besonders sehenswert am Pohlhof ist der Südgiebel des Hauptgebäudes, welcher von einer prunkvollen Renaissance Treppe und seinen Stufengiebeln geschmückt wird. Das ehemalige Rittergut beherbergte auch den berühmtesten Sohn der Stadt, Bernhard August von Lindenau. Dieser bedeutende Kunstsammler, Staatsmann und Astronom der Stadt Altenburg wurde am 11 Juni 1779 in diesem Freihof geboren und verstarb auch an seinen so beliebten Wohnort dem Pohlhof im Mai 1854. Seine wesentlichen naturwissenschaftlichen Erfolge lagen im Bereich der Astronomie. Schon 1804, im Alter von nur 25 Jahren, wurde er von Herzog August von Sachsen-Gotha-Altenburg zum Direktor der Sternwarte in Altenburg ernannt. In den Jahren 1815 bis 1818 war Bernard von Lindenau der Herausgeber der ersten deutschen Zeitschrift für Astronomie und verwandte Wissenschaften. Später in den Staatsdienst von Friedrich IV. berufen, leitet er umsichtig bis über den Tod des Landesfürsten 1825 hinaus, als Minister und Geheimer Rat die Staatsgeschäfte des Herzogtums. Die geschichtsträchtigen und altehrwürdigen Mauern des Pohlhofes mit seinem ihm umgebenden alten Parkgelände, werden in unserer heutigen Zeit als Kulisse für viele Trauungen Altenburger Paare genutzt. In den Räumen des Hauptgebäudes des Pohles ist heute das Standesamt der Stadt Altenburg untergebracht.









Altenburg Schlossmuseum Altenburg Eine besondere Sehenswürdigkeit der Stadt Altenburg, ist das sich in den Räumen von Schloss Altenburg befindende Schloss-und Spielkartenmuseum. Die thüringische Stadt Altenburg ist in ihrer Tradition eng mit dem Handwerk der Spielkartenherstellung und dem Skatspiel verbunden. Die seit 1919 für die breite Öffentlichkeit zugängliche museale Schausammlung, bringt dem interessierten Besucher und Touristen Einblicke in die Geschichte des Altenburger Landes und gleichzeitig in die Geschichte der Kartenmanufaktur und der Entwicklung des Skatspieles. Die Bestände der ehemaligen herzoglichen Rüst-und Antiquitätenkammer und die umfangreich gesammelten historischen Exponate aus Spenden privater Sammlungen, bilden die Quellen der heute im Schlossmuseum ausgestellten und noch in den Magazinräumen verwahrten historischen Ausstellungsstücke. Das Museum gewährt dem Besucher tiefe Einblicke in die historische Entwicklung der Besiedlung des Osterlandes, seit der Früh-und Vorgeschichte bis zur Gegenwart. In dem mehrere Etagen umfassenden Ausstellungskomplex des Schlossmuseums, sind die weit über die Stadtgrenzen berühmten Dauerausstellungen der Rüstkammer des Schlosses, ebenso wie die historische Porzellan- und Uhrensammlung zu besichtigen. Eine besondere Abteilung des Schlossmuseums beschäftigt sich mit der Entwicklung der Spielkartenherstellung und der Spielkarten- und Skatmalerei. Das Skatspiel, dessen Wurzeln Altenburg entstammen und von hier aus durch Spielkartenfreunde in die gesamte Welt hinausgetragen wurde, gilt heute als das Nationalkartenspiel aller Deutschen. Aus diesem Grunde sind im Schlossmuseum die einzigartige und umfangreichste Spielkartenausstellung der Welt zu bewundern. Alljährlich ist das Altenburger Schlossmuseum der Publikumsmagnet tausender Besucher und in-und ausländischer Touristen aus aller Welt und wird somit auch in seiner weltweit einzigartigen Stellung als Geburtsstätte des Skatspieles geehrt.











Eisleben

Lutherhaus Im Bundesland Sachsen-Anhalt ist die zweitgrößte Stadt des Mansfelder Landes zu finden. Ihren Beinamen als Lutherstadt verdanken die Einwohner der Tatsache, dass der große Reformator und Gründer der Lutherisch-Evangelischen Kirche in Eisleben geboren wurde. Seit 1946 führt sie deshalb diesen Beinamen in ehrendem Gedenken an einen der größten Deutschen Söhne und gleichzeitig der Stadt Eisleben. Das dieser Beiname nicht nur ehrt, sondern auch verpflichtet zeigen die unermüdlichen Bestrebungen der Stadt, dass verpflichtende Erbe Martin Luthers in Gedenken zu halten und gleichzeitig der breiten Öffentlichkeit und den vielen Besuchern und Touristen der Staat, das Leben, Wirken und Schaffen Luther nahe zu bringen. Diese wertvolle kulturgeschichtliche Arbeit der Stadt, fand ihre Anerkennung in den Luthergedenkstätten der Stadt Eisleben und deren Aufnahme in die Liste der Weltkulurerbestätten der UNESCO im Jahr 1996. Eine dieser Luthergedenkstätten ist das historische Lutherhauses, im Osten der Collegienstrasse gelegen. Schon der Weg zum Gebäude des Lutherhauses ist eine Pilgerreise in die Geschichte der Lutherstadt Eisleben. Viele tausend Touristen durchqueren alljährlich das Augusteum, ein langgestrecktes Haus in der östlichen Collegienstrasse, welches an seinem Ende das Evangelische Priesterseminar beherbergt. Hinter einer prunkvollen und beeindruckenden Toreinfahrt gelangt der Besucher auf dem Hof des Lutherhauses, in dessen Mitte ein Denkmal an die Frau des Großen Gelehrten und Reformators Martin Luthers, Katharina von Bora, erinnert. Luther lebte und arbeitete seit dem Jahre 1508 in diesem Hause. Katharina von Bora seit 1525 nach ihrer Hochzeit mit Martin Luther hier lebend, schenkte Ihrem Mann das nach ihr benannte Katharinenportal zu seinem 57. Geburtstag. In besonders filigraner und akribischer Steinmetzarbeit zeigt das Torpartal auf seiner linken Seite die Abbildung Martin Luthers mit dem Magisterzeichen des Mittelalters, dem Doktorhut, und Rechts das Hauswappen der Familie Luther, die Lutherrose. Seit über 120 Jahren ist diese Wirkungsstätte Luthers, das Lutherhaus, eine museale Einrichtung und Luthergedenkstätte der Stadt Eisleben.

St.-Andreas-Kirche

Die Lutherstadt Eisleben verfügt als eine in Ihrer historische Entwicklung von Martin Luther geprägte Stadt, über eine Vielzahl von Kirchenbauwerken. Kirchen als Orte der Besinnung und Andacht, bezeugen auf ihre ganz einmalige Art und Weise die Entwicklung unseres abendländischen Kulturkreises. Einer dieser Zeitzeugen ist die St.-Andreas-Kirche, eine Pfarrkirche, mitten in der Altstadt Eislebens. An der Stelle des heutigen Kirchengebäudes befand sich einst ein romanischer Kirchenbau, von dem lediglich das Untergeschoss des doppeltürmigen West Baus erhalten geblieben ist. Die beiden Doppeltürme mit ihrem aus der Spätgotik erinnernden Schweifhauben, wurden erst ergänzend auf die ehemals gotischen Türme aufgebaut. Das aus Siebigeröder Sandstein erbaute Gebäude mit seinem im inneren der spätgotischen Halle befindlichen dreischiffigen Chor, ist nicht nur durch seine architektonische Schönheit berühmt, sondern beherbergt auch in seinem Innerem einmalige Ausstellungsstücke. Jahr für Jahr bewundern die Besucher und Touristen der Stadt Eisleben den sich in der Kirche St. Andreas befindlichen vierflügligen Altar. Dieser gehört unumstritten zu den bedeutsamsten Leistungen der spätgotischen Holzschnitzkunst. Ebenso erwähnenswert ist das sich im Kirchenbau befindliche Grabmal des letzten Mansfelder Grafen Hoyer VI. von Mansfeld-Vorderort aus dem Jahre 1540. Diese dem Grafen nachbildente Darstellung ist ein Meisterwerk der kirchlichen Renaissanceplastik. Aber nicht nur die Architektonischen Meisterleistungen dieses Kirchenbauwerkes sind für die vielen Besucher und Touristen von großem Interesse, sondern auch die Tatsache das diese Kirche für den Kulturkreis der abendländischen Christen eine Außerordentliche Bedeutung in der Entwicklung der evangelischen Kirche besitzt. In St. Andreas, zelebrierte Luther in der Zeit vom 31. Januar bis zum 15. Februar 1546 seine letzten Predigten. In ihren Räumen erfolgte auch die öffentliche Aufbahrung des großen Reformators am 19. Februar 1546, bevor der Leichnam nach Wittenberg zur dortigen Begräbnisstätte überführt wurde.

St.-Gertrud-Kirche

Der sich rasch fortschreitende Bergbau in der Region in und um Eisleben, sowie der Bau einer Eisenbahnlinie mit einem Haltepunkt in der Stadt im 19.Jahrhundert, waren die Ursache für eine akute Zunahme der Zuwanderung von Katholischen Arbeitern aus Polen und Schlesien. Sie fanden hier mitten im Mansfeldische Land ein neues Zuhause und Arbeit. Im Zuge dieser Entwicklung erwarb 1868 die Katholische Pfarrei Eisleben das Gelände des ehemaligen Kloster -Neuen Helft-. Dieses Kloster wurde in der Zeit von 1346 bis 1525 betrieben und im Zuge der Reformationsbewegung aufgegeben. Nach dem Erwerb dieses historischen Geländes wurde es durch die Benediktinerinnen des Ordens der -Ewigen Abgeltung- neu besiedelt und die katholisch klösterliche Tradition fortgesetzt. Der Aufbau einer neuen größeren Kirche an dieser geweihten Stelle konnte nur durch umfangreiche Spendensammlungen werden. Nur durch die großzügigen Privatspenden konnte mit dem Neubau der neuen St.-Gertrud-Kirche auf diesem Gelände 1914 begonnen werden. Am 15. November 1916 wurde das neue Kirchenbauwerk nach nur zweijähriger Bauzeit geweiht. Die neu errichtete Kirche bot nun den mehr als 2500 Katholiken der Stadt Eisleben mehr Platz und Raum um ihre katholischen Messen zu zelebrieren. Die vormals erste katholische Kirche St. Gertrude in der Nicolaistraße der Stadt, war durch den anhaltenden Zustrom von Katholiken aus Polen, Schlesien und Italien für die Katholische Gemeinde der Stadt zu klein geworden und wurde nun durch diesen Kirchenbau entlastet. Ein Wahrzeichen dieser Kirche ist sein Glockenspiel bestehend aus vier Glocken, welche die Namen der Schutzheiligen tragen. Das komplette Glockengeläut wurde 1952 mit dem Einbau der letzten Glocke fertiggestellt. Besonders Sehenswert, ist der sich im nördlichen Querschiff befindliche Kreuzweg, sowie die Marienstatue und der Taufstein der Kirche. Der die Kirche krönende Glockenturm mit einer stattlichen Höhe von 63 Metern, verkündet noch heute mit seinem Glockenspiel von der langen historischen Tradition und Geschichte dieser katholischen Gemeinde in der Lutherstadt Eisleben

St.-Nicolai-Kirche

Etwas außerhalb der Stadt Eisleben gelegen, prägt die in der nördlichen Vorstadt der Lutherstadt Eisleben gelegene Pfarrkirche St.-Nicolai die Silhouette des Stadtbildes. Die Unverwechselbarkeit dieses Kirchenbauwerkes im Stadtbild von Eisleben wird durch seine schlanken spätgotischen Türme, die weit in den Himmel ragen erreicht. Diese aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts erbaute Kirche besticht in ihrer architektonischen Schönheit durch den beim Bau verwendeten hellen Sandstein. Einen Hinweis auf das genaue Bau Datum der Kirche gibt es an der Nordwestecke des niedrigeren gotischen West-Turmes. Kaum noch erkennbar, verraten uns gotische Minuskeln den Baubeginn der Kirche, welcher auf den 31.Mai 1462 datiert ist. Die heutige St.-Nicolai Kirche steht auf sehr geschichtsträchtigen Boden. Sie wurde auf den Grundmauern eines durch die Chronisten im Jahre 1191 erwähnten Vorgängerbaues errichtet. Diese Vorgängerkirche war einen Schutzheiligen, dem Heiligen Godehard geweiht und fand ihre Erwähnung in den historischen Urkunden als Kirche und Kapelle zum Heiligen St. Godehard. Den eigentlichen Namen der Heutigen St.-Nicolas Kirche, hat diese der Besiedlung durch die Friesen zu verdanken. Zum Ende des 12. Jahrhunderts besiedelten die Friesen das heutige Gebiet um Eisleben und legten den sich im Besiedlungsraum liegenden ehemaligen -Faulen See- trocken. Ihm zu Ehren übertrugen sie den Namen ihres Schutzpatrons dem heiligen Sankt Nikolaus auf die sich zum damaligen Zeitpunkt am Ort befindliche Sankt Godehard Kirche. Ein altes Kirchen Siegel aus dieser Zeit, zeig uns noch heute die Abbildung der beiden Kirchenheiligen und belegt somit die Richtigkeit der historischen Überlieferungen zu diesem Kirchenbauwerk. Die sich dem Besucher und Touristen der Stadt Eisleben darbietende Kirche ist ein kleines dreischiffiges Hallenbauwerk, getragen von drei Jochen unterhalb der Hallendecke. Das Langhaus der Kirche ist sehr schlicht und einfach ausgestattet. Seine achteckigen Pfeiler betonen die Reinheit und Klarheit des Baustiles. Besonders Bemerkenswert sind die mit reichen Ornamenten ausgeschmückten Kirchenfenster mit ihrer spätgotischen Fischblasenornamentik.

Kloster Helfta

Auch heute noch ist der Ort des Kloster St. Marien zu Helfta eine Stätte der wissenschaftlichen Bildung deutscher Ordensfrauen mit der ihn eigenen Christusliebe und Frömmigkeit. Das in einem Ortssteil der Lutherstadt Eisleben in Sachsen-Anhalt beheimatete Zisterzienserinnenkloster ist seit 1258 an diesem Ort bestehend und zählte im 13. Jahrhundert zu einem der bekanntesten und beliebtesten Frauenklöster Deutschlands. Diesen Ruf des Klosters, als Perle der christlichen Klosterkultur, begründeten die dem Kloster vorstehenden Äbtissinnen und als Kirchenmystikerinnen vom Vatikan Heilig gesprochenen Ordensschwestern, wie di Hl. Mechthild von Magdeburg, Hl. Mechthild von Hackeborn und die Hl. Gertrud von Helfta. Seine ursprüngliche Gründung fand im im Jahre 1229 bei Mansfeld, durch den damaligen Grafen Burghard von Mansfeld und seiner Gemahlin statt. Durch die geografisch sehr ungünstig gelegene Lage des Klosters, erfolgt der Umzug um 1258 in das noch heute im Originalzustand erhaltene romanische Klosteranwesen in Helfta. Das stets auf seine Unabhängigkeit bedachte Kloster wurde in seinen Anfängen sowohl von Benediktinerinnen als auch Zisterzienserinnen bewohnt. In seiner Geschichte mehrmals zerstört, wurde es stets wieder aufgebaut und gelangte schnell zu neuer Blüte. Seine spirituelle Hoch Zeit bekam das Kloster um 1251 unter der Leitung der großen Mystikerin Gertrud von Helfta. Sie war die Begründerin der Helftaer Theologinnen Schule. Das im Stil der Frühromanik errichtet Kloster mit seiner Klosterkirche dem Liboriushaus und Konventsgebäude, lädt in seiner malerisch verträumten Gegend zum Verweilen und entspannen ein. Reisende auf der Straße der Romanik, haben die Möglichkeit in seinen Mauern zu logieren und die Mystik und Besinnlichkeit des noch heut von Zisterzienserinnen bewohnte und bewirtschaftete Klosters zu genießen.

Luthers Taufkirche

Unweit des Stadtzentrums der Lutherstadt Eisleben, kann der Besucher und Tourist der Stadt die einstige Taufkirche des großen Reformators und Begründers der Lutherischen – Evangelischen Kirche besichtigen. Das im Stil der Spätgotik errichtete Kirchenbauwerk wurde bei einer Bauzeit von 66 Jahren in mehreren Etappen erbaut. Als erstes entstand der viergeschossige Westturm in den Jahren 1447 bis 1474. Der im gotischen Baustil mit seinen Spitzbogenfenstern verzierte Turm, erhielt seinen wuchtigen achteckigen Turmaufbau mit Haube und Laterne erst Mitte des 16. Jahrhundert. Die dreischiffige Hallenkirche wurde als zweiter Bauabschnitt in den Jahren 1486 bis 1513 errichtet. Von besonderer architektonischer Schönheit sind die unter dem steilen Satteldach liegenden vier Jochbögen und der rundumlaufende dreigeschossige Chor anzusehen. Der Innenraum der Kirche ist mit mannigfaltigen und in zirzensischer Steinmetzarbeit gehaltenen Reliefs und Stuckarbeiten versehen. Von besonderer Einmaligkeit dieses spätgotischen Kirchengebäudes, ist das wohl größte spätgotisch erhaltene Glockengeläut im deutschsprachigen Raum zu bezeichnen. Diese Stadtkirchengeläute befindet sich im Turmaufbau des Westturms und wurde am 31.08.2008 nach umfangreichen Restaurations- und Sanierungsarbeiten wieder in Betrieb genommen. In der Kirche St. Peter und Paul wurde Martin Luther am 11. November 1483 auf den Namen des Heiligen Sankt Martin getauft. Die unzähligen Besucher und Touristen der Stadt können den noch heute erhaltenen Luthertaufstein im Altarraum der Kirche bewundern, welcher dort in Erinnerung an Martin Luther aufbewahrt und ausgestellt wird.

Wissenswertes

Die Stadt Eisleben liegt im Bundesland Sachsen-Anhalt und gehört zum Landkreis Mansfelder Land. Das Gebiet befindet sich im südlichen Harzvorland. Einen gewissen Bekanntheitsgrad erreichte Eisleben als Geburts- und Sterbestätte von Martin Luther. Seit 1996 zählt Eisleben mit der Lutherstadt Wittenberg zum UNESCO-Weltkulturerbe. Eisleben und Lutherstadt Wittenberg haben sich zur Lutherstiftung von Sachsen-Anhalt zusammengeschlossen. Circa 30 Kilometer in Richtung Westen befindet sich Halle / Saale.

Bereits zur Zeit der Völkerwanderungen, etwas vom 3. bis 5. Jahrhundert, wanderten suebische Stämme durch das Gebiet. Die Stämme gründeten fast 100 Gemeinden entlang der Elbe bis zur Saale und gaben den Orten jedes Mal einen Namen mit der Endung "-leben". Professor Grössler ist der Ansicht, dass diese Endung übersetzt "Erbe" oder "Erbgut" heißt. Im 5. Jahrhundert vermischten sich die Einwanderer mit den Hermunduren und hörten dem Reich Thüringen an. Später besiedelten die Sachsen Nordthüringen. Im 9. und 10. Jahrhundert erbaute man eine Wasserburg am Westufer des "Faulen Sees". 994 bekam Eisleben durch den Kaiser Otto III. einige Marktprivlegien wie zum Beispiel das Münz- und Zollrecht verliehen. An der Kreuzung zweier Handelsstraßen entstand ein Markt. Ab 1121 übernahm ein Stadtvogt die Aufsicht über die Stadt. Erst im Jahr 1809 stellte man dafür einen Bürgermeister ein. Um 1150 begann man mit der Trockenlegung des "Faulen Sees", um mehr Nutzfläche zu schaffen. Im 12. Jahrhundert erstellte man eine erste Stadtmauer, die den Markt und in der Umgebung liegende Gassen schützen sollte. Der Bau wurde von den Bürgern selbst vorgenommen, die somit ihre Handwerkszunft unter Beweis stellen konnten. Die Überwachung der Tore übernahmen von der Stadt angestellte Stadtknechte.

Eisleben führt mit insgesamt vier Städten eine Partnerschaft. Für Touristen hat die Stadt natürlich viele Museen und Denkmäler zu bieten. Seit 1693 fungiert das Martin Luther Geburtshaus als Museum. Ein Pflichtbesuch für jeden Besucher in Eisleben. Es gilt als das erste und älteste deutsche Museum der Welt. Luthers Sterbehaus wurde ebenfalls als Museum eingerichtet. Zudem lohnt sich ein Besuch im Regionalgeschichtlichen Museum.

Verkaufsoffener Sonntag in Eisleben

Folgende Termine in Eisleben und Umgebung haben wir in unserer Datenbank gefunden:




Es wurden aktuelle Termine zu verkaufsoffenen Sonntagen in Eisleben nicht gefunden. Termine in der Umgebung (nach Bundesland sortiert) findest hier.

Archiv

Nachfolgend sind noch einige ältere Einträge, um nachzuvollziehen, ob Eisleben sich an verkaufsoffenen Sonntagen beteiligt:

2015, Sonntag 13. Dezember


Datum: 13.12.
Ort: Eisleben (Sachsen-Anhalt)
Verkaufsoffener Sonntag in 06295 Eisleben 13.00 - 18.00 Uhr Grund: Weihnachtsmarkt



2015, Sonntag 20. Dezember


Datum: 20.12.
Ort: Eisleben (Sachsen-Anhalt)
Verkaufsoffener Sonntag in 06295 Eisleben 13.00 - 18.00 Uhr Grund: Weihnachtsmarkt





Städte in der Nähe von Eisleben:
hettstedt (13.6km), querfurt (16.6km), aschersleben (26.6km), sangerhausen (31.2km), bernburg (36.2km), stassfurt (37.2km), neuenburg (42.9km), schkopau (45.7km), halle (46.2km),





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