Dieser Sonntag: Verkaufsoffener Sonntag in Michelstadt? Alle Termine & Daten.

Inhaltsverzeichnis





 

Sehenswürdigkeiten in Michelstadt

Burg und Hofgut Rodenstein

Die Burg Rodenstein liegt in dem kleinen Örtchen Reichelsheim. Früher war sie der Stammsitz eines Geschlechtes, dass durch die Pest im Jahr 1635 ausgestorben ist. Die Burg beflügelt die Phantasie. Es ist leicht, sich den sagenhaften Rodensteiner aus dem 15. Jahrhundert vorzustellen. Er war ein unbändiger Haudegen. In Kriegszeiten soll er als Phantomgestalt mit lautem Getose durch die Luft geritten sein. Nach dem Burgbesuch ist eine Rast auf dem Hofgut Rodenstein eine willkommene Abwechslung. Es hat ein wunderbares Gartenrestaurant. Hier kann der Gast sich nach einer Wanderung durch die umliegende Gegend ausruhen. In den einst dichten Wäldern des Odenwaldes spielte nach den Legenden auch ein Teil der Nibelungensage. Die Sage wurde im 12. Jahrhundert aufgeschrieben. Darin werden 2 Straßen genannt: Die Nibelungen- und die Siegfriedstraße. Beide beginnen in Worms und führen durch den Odenwald ins fränkische Würzburg. Reichelsheim liegt an der Niebelungenstraße. Im Oktober finden hier die Märchen- und Sagentage statt. Jedes Mal wird ein anderes Motto genommen. Zu sehen sind dann Märchenerzähler, der Märchenmarkt, ein Kindertheater, Zauberer und Jongleure. Der Kinder- und Jugendbuchautor Michail Krausnick hat bei den Märchen- und Sagentagen einen Preis bekommen. Seine Bücher über die beiden Räuber Hölzerlips und Mannefriedrich spielen im Odenwald. Sein Buch „Von Beruf Räuber“ erzählt vom harten Leben der Schnapphähne und Wegelagerer im Odenwald. In Reichelsheim-Beerfurth werden die aus Holz gedrechselten und farbig bemalten Spielzeugpferdchen im Betrieb der Familie Kramer hergestellt. Der Produktion kann zugesehen werden. Unterkünfte gibt es hier auf Bauernhöfen. Die traditionelle Landwirtschaft spielt hier noch eine große Rolle. Reichelsheim besitzt auch eine Schokoladenfabrik.

Spielzeugmuseum und Odenwaldmuseum

Das Odenwaldmuseum in Michelstadt ist ein sehenswerter Speicher. Hier erfahren die Besucher das Wichtigste über die Römerkastelle im Odenwald. Zu sehen sind hier frühere Arbeitsgeräte, Einrichtungsgegenstände von Bauern, Bürgern und Handwerkern und die Odenwälder Imkerei. Der Speicher wurde im Jahre 1517 errichtet. In der anderen Haushälfte ist das Spielzeugmuseum Michelstadt untergebracht worden. Die Welt der früheren Puppenmütter zeigen die Puppen, Puppenküchen, -stuben und -kleidung. Die Jungen in der damaligen Zeit spielten mit Kaufmannsläden und Soldaten. Die Museen sind von Ostern bis November geöffnet. Wenn der Weihnachtsmarkt in Michelstadt eröffnet, können die Museen auch besichtigt werden. Michelstadt war für die Verhältnisse im Mittelalter eine große Stadt. Daher stammt auch der Name. Denn Michel heißt „groߓ. Es herrschte auf den Straßen und in den Gassen reges Treiben. Käufer aus dem gesamten Odenwald kamen nach Michelstadt. Hier wurde Vieh versteigert, Hanf. Linsen, Bohnen und Tücher verkauft. Ein Aufrufer mit Trommelschlag kündigte den Beginn des Markttages an. Ein Marktmeister wachte über alles. Das große Odenwälder Frühlingsfest erinnert noch an diese Zeit. Er wird auch der Bienenmarkt genannt. Der Markt findet zu Pfingsten statt. Abschluss bildet ein Kinderfestzug. Die Versteigerung echter Bienen ist hier ein ganz besonderer Höhepunkt. Zu den Bienen gibt es hier eine Sage: Vor langer Zeit soll der Ort von Feinden bedroht gewesen sein. Die Stadtwächter waren eingeschlafen und konnten so nicht Alarm schlagen. Eine Biene flog an den Wächtern vorbei und stach einen. Er wurde wach und gab sofort Meldung, dass Angreifer auf dem Weg waren. Die Stadt konnte sich somit noch rechtzeitig gegen den Angriff wehren.

Schloss Fürstenau

Das Schloss Fürstenau ist ein Wasserschloss und liegt direkt an der Mümling. Seit fast 600 Jahren gehört es den Grafen zu Erbau-Fürstenau. Um- und ausgebaut wurde es von vielen Generationen. Die viertürmige Wasserburg ist der älteste Teil. Sie entstand um 1300. Die Wehrhaftigkeit der Burg ist heute nicht mehr sofort zu sehen. Das Grabensystem ist verschwunden. Die Fundamente werden von einem schmalen Ringgraben geschützt. Die Türme sind jeweils an den Ecken des verschobenen Rechtecks. 3 Türme stammen aus dem 14. Jahrhundert. Später kamen die Kegeldächer auf die Türme. Diese sind heute noch vorhanden. In dem roten Turm befindet sich die Schlosskapelle. Die Türme sind verbunden durch die Wehrmauer. Die Mauer besaß Zinnen und Schießscharten. Diese wurden heute als Fenster umgebaut, während die Mauer erhöht wurde. Im Jahr 1588 fand ein großer Umbau statt. Das Tor mit der Zugbrücke wurde abgebaut. Hier entstand einer mit einer Spannweite von 14,60 Meter. Er verbindet die beiden Schlossflügel. In der Galerie zeugen die 2 Posaunenengel und das Wappen von dem Kunstverständnis aus der damaligen Zeit. Mit der Galerie wurde der Innenhof der Kernburg erhellt und die Verbindung zum größeren Schlosshof geschaffen. In der Schlossmühle wurde 1623 der „Erbacher Taler“ geprägt. Von dem Grafen Georg II. stammt das Portal zum Treppentürmchen. 1596 wurde das Portal im Renaissance Stil erbaut. Das neue Palais ist im Jahre 1810 / 1811 aus zwei älteren Gebäuden entstanden. An der Mümlingbrücke befindet sich der zierliche Gartenpavillon. Graf Georg Albrecht zu Erbau-Fürstenau hat ihn 1756 erbauen lassen. Im 19. Jahrhundert diente das Obergeschoß als Theatersaal des Hoftheaters. Die Parkanlage ist im englischen Stil angelegt. Das Schloss liegt in der wasserreichen Niederung der Mümling und hat ausgedehnte Wiesenflächen.

Einhardsbasilika

Am Dorfrand von Steinbach steht die Einhardsbasilika. Sie ist die am besten erhaltene karolingische Kirche nördlich der Alpen. Ihr Gründer war Einhard. Er war Berater und Biograph Karls des Großen. Die Basilika stammt aus dem 9. Jahrhundert. Einhard hatte viele Positionen und Ämter bei Karl dem Großen bekleidet. Aus Dankbarkeit schenkte Ludwig der Fromme ihm die Mark Michelstadt. Einhard ersetzte die Holzkirche des Ortes durch eine Steinkirche. Danach erbaute er die Basilika. Die Grundrisse ähneln den Grundrissen der Basilika im Komelimünster. Allerdings hat die Basilika im Komelimünster eine Krypta. Mit dem Bau der Basilika wurde im Jahr 824 begonnen. Im Jahre 827 war sie fertig. Die kreuzförmige Gangkrypta befindet sich unter der Kirche. Es wird angenommen, dass die Krypta für Einhard und seine Frau als Grab dienen sollte. Er wollte die Reliquien eines ganzen Heiligenkörpers, um sich den exklusiven Schutz zu sichern. Reliquie ist lateinisch und heißt übersetzt Überbleibsel. Gemeint ist damit ein Gegenstand religiöser Verehrung. Meist ist es ein Körperteil oder ein Teil des persönlichen Besitzes eines Heiligen. Darum wandte sich Einhard an den Römer Deusdona. Dieser hielt sein Versprechen jedoch nicht, den Körper eines Heiligen zu besorgen. Daher nahm der Geheimschreiber Ratleik, der zusammen mit Deusdona nach Rom gegangen war, in den Katakomben unterhalb einer Kirche in Italien die Gebeine der Heiligen Marcellinus und Petrus. Die Entwendung von Reliquien stand unter Todesstrafe. Die Leichname blieben nicht lange in der Basilika. Angeblich hatten mehrere Diener im Traum Erscheinungen und die Gebeine der Heiligen sollen Blut geschwitzt haben. Daher gab Einhard Steinbach auf. Die Reliquien kamen nach Seligenstadt. Die Basilika geriet in Vergessenheit. Sie gehörte seither zum Kloster Lorsch und ist mit der Geschichte des Klosters eng verbunden. Im Jahre 1168 wurde die Basilika umgebaut.

Wissenswertes

Michelstadt liegt mitten im Naturpark Bergstraße-Odenwald. Im Odenwaldkreis ist Michelstadt der wirtschaftliche Mittelpunkt durch seine zentrale Lage zwischen den alten Handelsstraßen. Die Einwohnerzahl lag zum Zeitpunkt 31.12.2006 bei 17.286. Zu Michelstadt gehören etwa 1000 ha Stadtwald sowie etliche Privatwälder.

Der amtierende Bürgermeister Reinhold Ruhr der Partei ÜGW genießt das Vertrauen der Wähler seit 1979. Er wurde auch bei der letzten Wahl am 02.02.2003 erneut ins Amt gewählt.

Im Jahr 741 fand Michelstadt seine erste urkundliche Erwähnung. Somit ist es eine der ältesten Städte des inneren Odenwaldes. Der wirtschaftliche Aufschwung erfolgte in Michelstadt erst im Jahre 1870, nachdem dort die Eisenbahnlinie in Richtung Darmstadt gebaut und fertiggestellt wurde. So entwickelten sich aus kleineren Betriebe große Fabriken, wie eine Tuchfabrik und eine Maschinenfabrik. Den zweiten wirtschaftlichen Aufschwang gelang Michelstadt nach dem zweiten Weltkrieg, die Einwohnerzahlen schossen in die Höhe, und neue Wohn- und Betriebsstätten wurden gebildet. So befinden sich mittlerweile weltweit bekannte Kaugummi- und Kosmetikartikelhersteller sowie eine Fertighausfabrik in der Odenwald-Stadt.

Sehenswürdigkeiten



Eigentlich ist die ganze malerisch anmutende Altstadt Michelstadts schon eine Reise wert, besonders hervorgehoben werden müssen hier aber wohl das 1484 erbaute Rathaus. Der Grundbau des Rathauses ist auf schweren Eichenpfosten gebaut. Der Baumeister des Rathauses ist aber weiterhin unbekannt. Der eigenwillige Baustil hat dazu geführt, das in Blumenau in Brasilien ein Nachbau des Rathauses erstellt wurde. Aus der spätgotischen Zeit stammt auch die Stadtkirche, deren Grundstein 1461 gelegt wurde. Bis in die 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts wurde im Glockenturm die Bibliothek des Domherren Nicolaus Matz beherbergt, die zur Zeit in einem umgebauten Lagerhaus stationiert. Der Stadtteil Würzberg erhielt seinen Namen nach dem gleichnamigen Römerkastell, desen Überreste noch auf einer Waldlichtung zu finden sind. Dort sind auch noch die erhaltenen Fundamente des Römerbades und eines römischen Wachturms zu finden.

Alljährlich an Pfingsten findet der "Michelstädter Bienenmarkt" statt, dessen Name sich an dem sprichwörtlichen Fleiß ableiten lässt, der den Michelstädtern nachgesagt wird.

Verkaufsoffener Sonntag in Michelstadt

Folgende Termine in Michelstadt und Umgebung haben wir in unserer Datenbank gefunden:




Es wurden leider keine aktuellen Termine zu verkaufsoffenen Sonntagen in Michelstadt gefunden. Termine in der Umgebung (nach Bundesland sortiert) findest hier.

Archiv

Nachfolgend sind noch einige ältere Einträge, um nachzuvollziehen, ob Michelstadt sich an verkaufsoffenen Sonntagen beteiligt:
Ostereierausstellung (28.03.2010)
Bienenmarkt (30.05.2010)
Michelstädter Herbst (03.10.2010)
Sonntag ist Familientag (10.04.2011)
Bienenmarkt (19.06.2011)
Michelstädter Markt (02.10.2011)
Verkaufsoffener Sonntag (13.04.2014)
Michelstädter Herbst - Verkaufsoffener Sonntag von 13-18 Uhr (04.10.2015)


Städte in der Nähe von Michelstadt:
erlenbach (20.1km), fuerth-odenwald (22.2km), gross-umstadt (23km), eberbach (23.2km), wald-michelbach (24.7km), grossostheim (26.6km), reinheim (28.7km), babenhausen (31.4km), gross-zimmern (31.9km),



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